Allerheiligen-Kirche am Kreuz

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Allerheiligenkirche am Kreuz

Die katholische Filialkirche Allerheiligen-Kirche am Kreuz, auch Kreuzkirche genannt, ist die ehemalige Friedhofskirche der Stadtpfarrei St. Peter und bis heute Nebenkirche des "Alten Peters". Sie hat ein einfaches, dreijochiges Langhaus mit Netzgradgewölbe und einen Südchor mit Tonnengewölbe und Stickkappen und ist im einfachen Barockstil verziert.

Geschichte

Durch die Stadterweiterung Ludwigs der Bayer wuchs die Einwohnerzahl der Stadt so sehr, dass die Friedhöfe um die beiden Stadtkirchen "Alter Peter" und Frauenkirche nicht mehr ausreichten. Deswegen wurden die Friedhöfe an den damaligen Stadtrand verlegt, blieben aber noch innerhalb der Stadtmauern.

1478 wurde der Friedhof der Pfarrei St. Peter ins Hackenviertel verlegt. Jörg von Halsbach, genannt "Ganghofer", plante und errichtete die Friedhofskirche von 148085, die als Besonderheit nach Süden ausgerichtet ist; bis ins 19. Jahrhundert war jede andere Ausrichtung als nach Osten verpönt, gerade für Friedhofskirchen, erwartete man doch als Christ die Wiederkunft Jesu von Osten, der aufgehenden Sonne, bzw. Jerusalem her. Jörg von Halsbach entwarf einen unverputzten, dreijochigen Rohziegelbau mit Turmhelm und vier gekappten Giebel. Im Langhaus ist noch ein gotisches Netzgratgewölbe erhalten. 1485 wurde die Kirche als "Allerheiligenkirche am Kreuz" eingeweiht. Nach 1493 erhielt die Kirche ihren Chorturm.

Die Kirche wurde 1620 barockisiert. Die halbrunde Apsis wurde 1725 angebaut. Der Ostchor erhielt ein barockes Tonnengewölbe mit Stichkappen. 1814 wurde die Kreuzkirche im Sinne des Historismus regotisiert.

Bedeutende Werke

  • "Maria erscheint Augustinus" (Hochaltarbild) (Johannes Rottenhammer d.J., 1. Hälfte 17. Jahrhundert)
  • Tabernakel (Johann Baptist Straub)
  • "Christus in der Mandorla" (Gotische Freskenfragmente über dem zugemauerten Ostportal)
  • Holzkruzifix (Westportal, um 1520)
  • Pietà (unter der Empore, 1626)
  • Epitaph des Bankiers Goetz (Hans Krumper d.Ä., 1627)
  • Grabdenkmal für die Priesterbruderschaft von St. Peter (1507)

Lage

Die Kirche (Kreuzstraße 10) liegt im Hackenviertel der historischen Altstadt, nahe den Befestigungsanlagen am Sendlinger Tor.

Literatur

  • Klaus Gallas: München. Von der welfischen Gründung Heinrichs des Löwen bis zur Gegenwart: Kunst, Kultur, Geschichte. Köln: DuMont 1979, ISBN 3-7701-1094-3 (DuMont-Dokumente: DuMont-Kunst-Reiseführer)

Weblinks

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Erreichbar über diesen Link: Allerheiligenkirche (München).