Sendlinger Tor

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Der bereits anfang 1810[1] abgetragene Vorturm mit einer Toröffnung am Sendlinger Tor, innerhalb der ehemaligen Stadtmauer gelegen. Nach Ferdinand Schiesl (in OA 135) 1805. Lebschée übernimmt die Vorlage zusammen mit seinen eigenen Vorzeichnungen früherer Zeit und zeichnet im Jahr 1866 diese Fassung
Vor dem Sendlinger Tor, ausserhalb der Stadt. Gezeichnet von Carl August Lebsché im Jahr 1852

Das Sendlinger Tor in München war ursprünglich ein Tor in der größeren, zweiten Stadtmauer, die im 14. Jahrhundert entstand. Es steht am südlichen Ende der Sendlinger Straße, direkt am Sendlinger-Tor-Platz. Weitere Tore entlang dieser Mauer sind das noch erhaltene Karlstor und das Isartor.

Im Rahmen der Stadtvergrößerung, die unter Ludwig dem Bayern vorgenommen wurde, hat München große strukturelle Verbesserungen erzielt. Das Sendlinger Tor wurde erstmals 1319 als Startpunkt für den Weg nach Italien dokumentiert.

Sendlinger Tor, von der Sendlinger Straße aus gesehen, 2004
Der Autoverkehr zwischen dem Sendlinger Tor und dem Sendlinger Tor Platz im Jahr 1965

In seinen Grundzügen glich die Toranlage mit seinen Seitentürmen dem Isartor. Im Frühjahr 1810 wurde der mittlere Torturm abgetragen. Zwischen den Jahren 1860 bis 1861 erfolgten einige Umgestaltungen. Anfang April 1861[2], zu den Abschlußarbeiten, wurde über der Tordurchfahrt, von der Stadt kommend, ein aus Metall gefertigter Schriftzug, Sendlinger Thor, angebracht. Erst im Jahr 1906 ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun zu der vormals eingleisigen Strecke, ein weiteres Gleis für den Trambahnbetrieb durch das neue Tor gelegt werde. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der Stadtmauer zu erkennen, die sich dann die Herzog-Wilhelm-Straße hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus Sendlinger Tor Platz 11 das bis zum Jahr 2025 geführte Lichtspielhaus Filmtheater Sendlinger Tor, das bis zur Schließung älteste bestehende Kino der Stadt.

Gelände

Beginnend am Sendlinger Tor Platz nahe der Verbindungsstraße zwischen der Blumenstraße und der Sonnenstraße, durch das Sendlinger Tor hindurch, bis zur Sendlingerstraße und der dort querenden Herzog-Wilhelm-Straße fällt dieses 100 Meter lange für Kraftfahrzeuge gesperrte Areal um 2,20 Meter ab.

Von der rechten Seite gesehen
Von der Herzog-Wilhelm-Straße gesehen.

Siehe auch

Trambahn-Haltestelle

Das Sendlinger Tor ist auch mit der Tram erreichbar. Die Linien Muenchen Tram 16.jpg, Muenchen Tram 17.jpg und Muenchen Tram 18.jpg halten an der Haltestelle Sendlinger Torplatz. Auch wenden hier die Linien Muenchen Tram 27.jpg und Muenchen Tram 28.jpg.

Anschlussmöglichkeiten von Sendlinger Tor
< Vorherige Station Linien Nächste Station >
Karlsplatz (Stachus) Muenchen Tram 16.jpg Muenchen Tram 17.jpg Muenchen Tram 18.jpg Müllerstraße
Karlsplatz (Stachus) Muenchen Tram 27.jpg Muenchen Tram 28.jpg Endstation
Der Sendlinger Tor Platz das Kino und das Sendlinger Tor im Winterkleid

Lage

>> Geographische Lage von "Sendlinger Tor" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org

Weblinks


Wikipedia.png Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sendlinger Tor in der deutschsprachigen Wikipedia.
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Einzelnachweise

  1. Bayerische National-Zeitung Mai 1810. München; Die bisher der vormaligen Festungsan­lage nach am Sendlingerthor links gelegene Thorwache ist vorläufig ebenfalls links an den abgebrochenen Thurm des Sendlingerthores verlegt, und die Beziehung der neuen pro­visorischen Wachstube auf den 27. Mai bestimmt worden, von welchem Tage an jedermann den geraden Weg über die ein­geebneten Festungswerke nehmen kann.
  2. Münchener Bote für Stadt und Land, 17. April 1861; Wenn die Anbauten des restaurierten Sendlinger­Thores vollendet sind, wird daselbst auch wieder eine Wache etabliert werden. Das Thor selbst erhielt dieser Tage in großen Metallbuchstaben die Aufschrift: „Sendlinger Thor“ und zwar auf der innern Seite. Der Zweck dieser Be­zeichnung ist nicht recht klar, denn es wird wenige Leute geben, die nicht wissen, zu welchem Thore sie hinaus gehen!