Heerstraße
| Heerstraße | ||
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| Straße in München | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | München | |
| Pasing-Obermenzing | Obermenzing | |
| PLZ | 81247 | |
| Name erhalten | 1929 vor, fälschlich Umbenennung[1] | |
| Anschlussstraßen |
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| Querstraßen |
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| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | zu Fuß, Fahrrad, Kraftfahrzeug | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 915 m | |
| Straßennamenbücher | ||
| (2016), Dollinger | S. 127 | |
| Straßen-ID | 01847 | |
Die Heerstraße in Obermenzing führt von der Menzinger Straße zur Karwinskistraße.
Die Straße wurde benannt nach der früher hier verlaufenden römischen Heerstraße. Der Name Heerstraße ist bereits im Straßenverzeichnis und Vororteverzeichnis von München eingetragen. Das Verzeichnis erhielt ab 1. März 1929 seine Gültigkeit.
Auf älteren Karten der Zeit bis 1860 ist der Verlauf eines Weges zwischen der aktuell unter der Bezeichnung Nußhäherstraße mit einem weiteren Weg an der heutigen Karwinskistraße eingezeichnet. Einige Abschnitte des Weges überlappen exakt mit dem Verlauf der heutigen Heerstraße.
Weitere Beschreibungen
- Scheibers Straßenverzeichnis von München, 47. Auflage 1948.
S. 118; Heerstraße: Obermenzing, zwischen Menzinger Straße und Karwinskistraße.
- Münchens Straßennamen - Baureferat München 1965.
S. 98; Heerstraße: Nach einer alten Wegbezeichnung. Der Straßenzug, eine alte Römerstraße und spätere Salzstraße (Augsburg - Esting - Obermenzing) wurde häufig auch von Heerzügen benützt. **1947. (Legende; **1947 bedeutet, die Straßenbezeichnung wurde 1947 bei der Eingemeindung einer bis dahin selbstständigen Gemeinde nach München unverändert übernommen.)
Die Bahnunterführung
Die Straße wird durch die Hauptbahnstrecke zwischen München und Ingolstadt durchschnitten. Die Bahnunterführung an der Heerstraße wird in den Jahren 2002 bis 2004 erbaut, und im Jahr 2005 eröffnet. Die errichtete Unterfahrt ersetzte den beschrankten Bahnübergang, der hier drei Gleisstränge zu überwinden hatte. Am Gleisrand, westlich der Strecke rechter Fahrbahnrand, stand das gelb gestrichene Schrankenwärterhaus, bezeichnet als Schrankenposten 2. Die Räumlichkeiten des Wärters befanden sich im 1. Stock des Bauwerks. An dessen zu den Gleisen hin ausgerichteten Fassade befanden sich zur besseren Sicht hoch aufragende Fenster über die gesamte Breite, und über Ecke das Hauses. In den Jahren der Bauarbeiten am neuen Bahnübergang wurde mit etwas Abstand zur Baustelle ein Fußgängersteg über den Bahnkörper hinweg errichtet. Die Straße selbst war allerdings unterbrochen.
Die Bahnunterführung kann auf dem für Kraftfahrzeuge ausgelegten Bereich zeitgleich maximal nur ein Fahrzeug aufnehmen.
Haus Heerstraße 6
Bekanntester Anwohner mag der Steinmetz und Bildhauer Franz Gardy gewesen sein, der wohl viele Jahre lang auf dem Anwesen Neulustheim 58, die spätere Heerstraße 6, sein Atelier hatte. Auch in den Nachkriegsjahren war das Haus von der Familie Gardy bewohnt. Ende der 1960er Jahre ist allerdings ein neuer Eigentümer vermerkt. Das Einfamilienhaus das im Jahr 1905 dort errichtet wurde, das Haus, auch Villa Anna genannt, vermutlich entstammte diese Bezeichnung von Gardys Gattin, Anna Gardy, geborene Völk, erhielt im Jahr 2013 einen Fassadenpreis der Stadt München, nachdem es im Jahr 2010 mit viel Aufwand restauriert wurde. Das Gebäude steht unter Baudenkmalschutz.
Lage
>> Geographische Lage von "Heerstraße" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org
Einzelnachweise
- ↑ Straßenverzeichnis: Heerstraße bei Stadtgeschichte München - kein vorhergehender Name zu ermitteln