Das Sendlinger Tor in München wurde 1308 errichtet und war ursprünglich ein Tor in der größeren, zweiten Stadtmauer, die im 14. Jahrhundert entstand. Es steht am südlichen Ende der Sendlinger Straße, direkt am Sendlinger-Tor-Platz. Weitere Tore in dieser Mauer waren das Karlstor und das Isartor.

Der bereits anfang 1810[1] abgetragene einzeln stehende Vorturm am Sendlinger Tor, innerhalb der ehemaligen Stadtmauer gelegen. Nach Ferdinand Schiesl (in OA 135) 1805. Lebschée übernimmt die Vorlage zusaqmmen mit seinen eigenen Vorzeichnungen früherer Zeit und zeichnet im Jahr 1866 diese Fassung
Sendlinger Tor, von der Sendlinger Straße aus gesehen, 2004
AIDS-Denkmal: Den Toten, den Infizierten, ihren Freunden, ihren Familien. 1981 bis heute

Im Rahmen der Stadtvergrößerung, die unter Ludwig dem Bayern vorgenommen wurde, hat München große strukturelle Verbesserungen erzielt. Das Sendlinger Tor wurde erstmals 1318 als Startpunkt für den Weg nach Italien dokumentiert.

In seinen Grundzügen glich die Toranlage mit seinen Seitentürmen dem Isartor. 1810 wurde der mittlere Torturm abgetragen. Zwischen den Jahren 1860 bis 1861 erfolgten einige Umgestaltungen, und erst im Jahr 1906 ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun die für den zweigleisigen Trambahnbetrieb die Schienen durch das neue Tor gelegt werden. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der Stadtmauer zu erkennen, die sich dann die Herzog-Wilhelm-Straße hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus bis 2025 das Lichtspielhaus Filmtheater Sendlinger Tor, das bis dahin älteste Kino der Stadt. Im Untergrund befindet sich ein Kreuzungsbahnhof der Münchner U-Bahn.

Siehe auch

Trambahn-Haltestelle

Das Sendlinger Tor ist auch mit der Tram erreichbar. Die Linien  ,   und   halten an der Haltestelle Sendlinger Torplatz. Auch wenden hier die Linien   und  .

Anschlussmöglichkeiten von Sendlinger Tor
< Vorherige Station Linien Nächste Station >
Karlsplatz (Stachus)       Müllerstraße
Karlsplatz (Stachus)     Endstation

Lage

>> Geographische Lage von "Sendlinger Tor" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org

Weblinks


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Einzelnachweise

  1. Bayerische National-Zeitung Mai 1810. München; Die bisher der vormaligen Festungsan­lage nach am Sendlingerthor links gelegene Thorwache ist vorläufig ebenfalls links an den abgebrochenen Thurm des Sendlingerthores verlegt, und die Beziehung der neuen pro­visorischen Wachstube auf den 27. Mai bestimmt worden, von welchem Tage an jedermann den geraden Weg über die ein­geebneten Festungswerke nehmen kann.