Karl Ude: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Journalist '''Karl Ude''' ist später als Kulturschriftsteller und als München-Autor bekannt geworden. Nach 1946 gehörte er der Redaktion der [[SZ|Süddeutschen Zeitung]] an und hat mehrere Münchner Preise bekommen, darunter die "Medaille München leuchtet" und den Schwabinger Kunstpreis. Außerdem war er Träger des Bundesverdienstkreuzes. In der Zeit des NS-Staats hat er diesen und seine Ideologie mit seinem veröffentlichten Schreiben vielfach unterstützt.  
Der Journalist '''Karl Ude''' (* [[14. Januar]] [[1906]] in Düsseldorf, † [[1. April]] [[1997]] in [[München]]) ist später als Kulturschriftsteller und als München-Autor bekannt geworden. Nach 1946 gehörte er der Redaktion der [[SZ|Süddeutschen Zeitung]] an und hat mehrere Münchner Preise bekommen, darunter zweimal die "Medaille [[München leuchtet]]" und den [[Schwabinger Kunstpreis]]. Außerdem war er Träger eines Bundesverdienstkreuzes. In der Zeit des NS-Staats hat er diesen und seine Ideologie mit seinem veröffentlichten Schreiben vielfach unterstützt.  
 


Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Archiv-Recherche des Münchner Hobbyhistorikers und Autors Johann Türk. Der hat nämlich circa 5.000 Karl-Ude-Artikel von vor 1945 zu Tage gefördert. Seiner Einschätzung nach betreibt Karl Ude in 80 Prozent von ihnen zum Teil menschenverachtende NS-Propaganda. Die Jugend will Karl Ude militarisieren und empfiehlt den Jungen deshalb zu Weihnachten Bücher, die den Krieg verherrlichen. Auch seine Theaterkritiken haben einen militaristischen und nationalistischen Ton.  
Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Archiv-Recherche des Münchner Hobbyhistorikers und Autors Johann Türk. Der hat nämlich circa 5.000 Karl-Ude-Artikel von vor 1945 zu Tage gefördert. Seiner Einschätzung nach betreibt Karl Ude in 80 Prozent von ihnen zum Teil menschenverachtende NS-Propaganda. Die Jugend will Karl Ude militarisieren und empfiehlt den Jungen deshalb zu Weihnachten Bücher, die den Krieg verherrlichen. Auch seine Theaterkritiken haben einen militaristischen und nationalistischen Ton.  


Ude war ab 1933 Korrespondent für fast alle großen Zeitungen: Berliner Börsen-Zeitung, Der Mittag, die Kölnische Volkszeitung, Kölnische Zeitung, das Neue Wiener Tageblatt, die Leipziger Zeitung. Außerdem hat er für Parteiblätter wie den "Völkischen Beobachter", den "Stuttgarter NS-Kurier", für "Der Deutsche" oder "Der Soldat zwischen Alpen und Donau" geschrieben.
Ude war ab 1933 Münchner Korrespondent für fast alle großen Zeitungen: Berliner Börsen-Zeitung, Der Mittag, die Kölnische Volkszeitung, Kölnische Zeitung, das Neue Wiener Tageblatt, die Leipziger Zeitung. Außerdem hat er für Parteiblätter wie den "Völkischen Beobachter", den "Stuttgarter NS-Kurier", für "Der Deutsche" oder "Der Soldat zwischen Alpen und Donau" geschrieben.


Zur NS-Ideologie gehört auch, die Starken zu fördern und die Schwachen auszusondern und zu eliminieren (ab 1939 durch die Krankenmorde). In einer Besprechung des Theaterstücks "Erbstrom" im Jahr 1935 zeigt Karl Ude, dass er diese Politik eindeutig unterstützt.
Zur NS-Ideologie gehört auch, die Starken zu fördern und die Schwachen auszusondern und zu eliminieren (ab 1939 durch die Krankenmorde). In einer Besprechung des Theaterstücks "Erbstrom" im Jahr 1935 zeigt Karl Ude, dass er diese Politik eindeutig unterstützt.
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Zitat Filmbesprechung von Karl Ude
Zitat Filmbesprechung von Karl Ude
   
   
"Die Rothschilds […] Wenn man den Aufstieg einer deutschen Familie von Weltgeltung, etwa den der Krupps, verfolgt, so wird man am Anfang ein redliches, unermüdliches Handwerkertum finden, das den sprichwörtlich goldenen Boden für späteres weitsichtiges Planen und Entwickeln bildet. Bei den Juden ist das anders, da steht die Spekulation am Anfang das verantwortungslose Gesicht mit einer Geldsumme, die der Zufall dem „Stammvater“ zuspielt."
"Die Rothschilds […] Wenn man den Aufstieg einer deutschen Familie von Weltgeltung, etwa den der Krupps, verfolgt, so wird man am Anfang ein redliches, unermüdliches Handwerkertum finden, das den sprichwörtlich goldenen Boden für späteres weitsichtiges Planen und Entwickeln bildet. Bei den Juden ist das anders, da steht die Spekulation am Anfang ..."
Zitat Filmbesprechung von Karl Ude
Zitat Filmbesprechung von Karl Ude
70.000 Zeitungsexemplare gesichtet
 
   
   
Der Münchner Autor Johann Türk.
Der Münchner Autor Johann Türk.
Der Münchner Hobbyhistoriker und Karl-Ude-Biograf Johann Türk hat in den letzten Jahren nach eigenen Angaben über 70.000 Zeitungsexemplare aus 20 NS-Blättern gesichtet und darin 5.000 Artikel von Karl Ude gesammelt.
Der Münchner Hobbyhistoriker und Karl-Ude-Biograf Johann Türk hat in den letzten Jahren nach eigenen Angaben über 70.000 Zeitungsexemplare aus 20 NS-Blättern gesichtet und darin 5.000 Artikel von Karl Ude gesammelt.


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==Literatur==
* Johann Türk: ''Karl Ude - Topographie des Verdrängens: Schreiben unterm Hakenkreuz.'' Anderwelt Verlag, 420 Seiten. o. J. ISBN 394032101X
==Weblinks==
==Weblinks==
* [http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/bayernchronik/karl-ude-in-nazisystem-verstrickt-100.html In bayern2/bayernchronik]
* [http://www.br.de/radio/bayern2/bayern/bayernchronik/karl-ude-in-nazisystem-verstrickt-100.html In bayern2/bayernchronik]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Ude Wikipedia-Artikel Karl Ude]<!--bedeutend würde ich den lieber nicht nennen, deshalb nicht den BS verwendet -->
* [http://www.sueddeutsche.de/muenchen/biografie-christian-udes-vater-verdraengte-was-er-in-der-nazizeit-schrieb-1.2830259 ''Christian Udes Vater verdrängte, was er in der Nazizeit schrieb.''] In [[SZ|Süddeutsche Ztg.]] vom 25. Januar 2016 (zugleich Rezension Türks Buch)
[[Kategorie:Mann|Ude, Ka]]
[[Kategorie:Mann|Ude, Ka]]
[[Kategorie:Person_(Süddeutscher_Verlag)|Ud]]

Aktuelle Version vom 17. März 2022, 12:41 Uhr

Der Journalist Karl Ude (* 14. Januar 1906 in Düsseldorf, † 1. April 1997 in München) ist später als Kulturschriftsteller und als München-Autor bekannt geworden. Nach 1946 gehörte er der Redaktion der Süddeutschen Zeitung an und hat mehrere Münchner Preise bekommen, darunter zweimal die "Medaille München leuchtet" und den Schwabinger Kunstpreis. Außerdem war er Träger eines Bundesverdienstkreuzes. In der Zeit des NS-Staats hat er diesen und seine Ideologie mit seinem veröffentlichten Schreiben vielfach unterstützt.

Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Archiv-Recherche des Münchner Hobbyhistorikers und Autors Johann Türk. Der hat nämlich circa 5.000 Karl-Ude-Artikel von vor 1945 zu Tage gefördert. Seiner Einschätzung nach betreibt Karl Ude in 80 Prozent von ihnen zum Teil menschenverachtende NS-Propaganda. Die Jugend will Karl Ude militarisieren und empfiehlt den Jungen deshalb zu Weihnachten Bücher, die den Krieg verherrlichen. Auch seine Theaterkritiken haben einen militaristischen und nationalistischen Ton.

Ude war ab 1933 Münchner Korrespondent für fast alle großen Zeitungen: Berliner Börsen-Zeitung, Der Mittag, die Kölnische Volkszeitung, Kölnische Zeitung, das Neue Wiener Tageblatt, die Leipziger Zeitung. Außerdem hat er für Parteiblätter wie den "Völkischen Beobachter", den "Stuttgarter NS-Kurier", für "Der Deutsche" oder "Der Soldat zwischen Alpen und Donau" geschrieben.

Zur NS-Ideologie gehört auch, die Starken zu fördern und die Schwachen auszusondern und zu eliminieren (ab 1939 durch die Krankenmorde). In einer Besprechung des Theaterstücks "Erbstrom" im Jahr 1935 zeigt Karl Ude, dass er diese Politik eindeutig unterstützt.

Literatur

  • Johann Türk: Karl Ude - Topographie des Verdrängens: Schreiben unterm Hakenkreuz. Anderwelt Verlag, 420 Seiten. o. J. ISBN 394032101X

Weblinks