Arzberger Keller: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 12: | Zeile 12: | ||
* Richard Bauer, Erwin Münz, Eva Maria Graf: Zu Gast im alten München. Hugendubel, München (1) 1982, (4) 1987 (Arzbergerkeller S. 238) | * Richard Bauer, Erwin Münz, Eva Maria Graf: Zu Gast im alten München. Hugendubel, München (1) 1982, (4) 1987 (Arzbergerkeller S. 238) | ||
* ''Die Nymphenburger Straße.'' Geschichtswerkstatt Neuhausen, München 2003 (S. 25 - 27) | * ''Die Nymphenburger Straße.'' Geschichtswerkstatt Neuhausen, München 2003 (S. 25 - 27) | ||
* Wolfgang Behringer: ''Die Spaten-Brauerei 1397-1997.'' Piper, München 1997 (S. 224 - 226) | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
Version vom 14. November 2025, 15:52 Uhr
Der Arzberger Keller war eine 1881/82 nach Plänen von Gabriel von Seidl errichtete Biergaststätte[1] an der Nymphenburger Straße 10, Ecke Sandstraße.[2] Der als erster der großen modernen Münchner Bierkellerbauten errichtete Bierpalast stand im Besitz der Spatenbrauerei. Die Holzdecke im Saal im ersten Stock hatte der Heraldiker Otto HuppW bemalt.[3] Der Keller lag westlich des Geländes des Löwenbräukellers.[4] Er war Faschingszentrale der 1896 gegründeten Satirezeitschrift Simplicissimus und in ihm riefen die Zeichner Eduard Thöny und Rudolf WilkeW die VorstadthochzeitW ins Leben[5]. Nach Kriegszerstörung im Zweiten Weltkrieg (bei Kriegsende wurde die Ruine geplündert[6]) erfolgte eine Neubebauung in den 1970er-Jahren mit dem Strafjustizzentrum[7].
Eine erstmalige Beschreibung des Arzbergerkellers gibt das Büchlein, München nach seinem gegenwärtigen Häuserbestande mit Ausscheidung der Staat- und städtischen öffentlichen Gebäude, aus dem Jahr 1834 wieder: Der Arzbergerkeller in der Nymphenburger Straße No. 148, landgerichtlich, dermal Eigentum des Oberspatenbräu, wird nicht für Gäste eröffnet, sondern dient nur zum Lagern des Sommerbiers.
Lage
>> Geographische Lage von "Arzberger Keller" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org
Literatur
- U. Walter: Bierpaläste - Zur Geschichte eines Bautyps. Dissertation, LMU, München 1992 (Arzbergerkeller München, S. 211-212)
- Richard Bauer, Erwin Münz, Eva Maria Graf: Zu Gast im alten München. Hugendubel, München (1) 1982, (4) 1987 (Arzbergerkeller S. 238)
- Die Nymphenburger Straße. Geschichtswerkstatt Neuhausen, München 2003 (S. 25 - 27)
- Wolfgang Behringer: Die Spaten-Brauerei 1397-1997. Piper, München 1997 (S. 224 - 226)
Einzelnachweise
- ↑ Stadtgeschichte München: Arzberger Keller
- ↑ Foto und Grundriss
- ↑ Karl Spengler: Münchner Straßenbummel, Bruckmann, München 1960, S. 176
- ↑ Münchner Autoführer. Stadtplan von München, o.J. (vor 1933), Verlag B. Rausch, München
- ↑ Abendzeitung, 26. Februar 2019: Wie der Fasching München eroberte
- ↑ Abendzeitung, 26. April 2020: 75 Jahre Befreiung: Ausgangssperre, Mundraub und ein Bad in Hitlers Wanne
- ↑ „Wiesnkini“: Der Spatenbräu
Weblinks
- Süddeutsche Zeitung, 12. September 2015: Stadtführung: Auf den Spuren der Bierkeller