St. Sylvester

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St. Sylvester im Jahre 2010

Die katholische Pfarrkirche St. Sylvester in Alt-Schwabing war ursprünglich der Hl. Ursula geweiht (vergleiche den Namen der dortigen Ursulastraße).

Von der ursprünglich romanischen Kirche aus der Zeit um 1200 ist heute nur noch der Turmsockel bis in etwa 12 m Höhe erhalten. Um 1300 folgte eine Erweiterung der romanischen Kirche im gotischen Stil.

Etwa um 1500 wurde die Kirche als spätgotischer Neubau errichtet und 165466 barock eingewölbt. Der Kirchenraum wurde mit Stuck verziert.

1925/26 wurde nach den Plänen des Architekten Hermann Buchert ein achteckiger Zentralbau angebaut. Dessen Weihe durch Erzbischof Michael von Faulhaber erfolgte am 24. Oktober 1926.

Wer die Kirche noch als St. Ursula kennen sollte, hat auch recht. Es ist ihr erster Name und erst 1920 hat man ihr den heutigen Namen gegeben.

Das Bauwerk

(Nach der Webseite der Kirche)

Der einschiffige Raum der alten Kirche besitzt frühbarocken Stuck in geometrischen Formen.

Der Hochaltar aus dem Jahr 1655 zeigt im Hauptbild von Kaspar Amort das Martyrium der Kirchenpatronin Ursula und ihrer Gefährtinnen. Die Seitenfiguren des Altars vom Wessobrunner Matthias Schütz wahrscheinlich von 1673 sind der Heilige Sylvester (links) und der Münchner Stadtpatron Benno. Die Gemälde der Seitenaltäre (1663/68) zeigen (rechts) den Hl. Sylvester als Fürbitter über der Silhouette Schwabings und Münchens sowie (links) die Erlösung der "Armen Seelen" aus dem Fegefeuer.

Eine Verkündigungsgruppe an der linken Chorwand besteht aus der Figur des Apostels Judas Thaddäus und an der Südwand der neuen Kirche in Silber gefasste Büsten der Heiligen Benedikt und Barbara (entstanden um 1770 von Ignaz Günther).

Die Heiligen Nikolaus und Elisabeth an der rechten Langhauswand der alten Ursula-Kirche stammen von Konstantin Pader (1647). Sie standen in der 1898 abgebrochenen Schwabinger „Leprosenkirche“ St. Nikolaus.

  • Die Gemälde von Ernst Kozicz (1939/40) im Gewölbe der neuen Kirche.
  • Die drei Altäre der neuen Kirche
  • Die Taufkapelle in der Zwischenkirche

Im Gewölbe der neuen Kirche zeigen sogenannte „Kasein-Malereien“ von Ernst Kozicz (1939/40) die Kreuzesvision des Kaisers Konstantin und die unter dem Pontifikat Papst Sylvesters den Christen gewährte freie Religionsausübung sowie sechs Szenen von Leben, Leiden und Auferstehung Jesu. Die neubarocke Ausstattung der neuen Kirche umfasst drei Altäre. Das Hochaltarbild von Matthäus Schiestl (1927) zeigt Papst Sylvester vor Christus kniend in Fürbitte für Schwabing; die Seitenfiguren der Hl. Bischöfe Nikolaus (links) und Korbinian stammen aus dem 18. Jahrhundert (wohl von Meinrad Guggenbichler), ebenso der Gottvater im Auszug (wohl von Christian Jorhan d.Ä.). Die beiden Nebenaltäre sind Maria und Joseph gewidmet. Die niedrige Zwischenkirche beherbergt u.a. die Taufkapelle und erlaubt mit ihren Arkaden reizvolle Durchblicke zwischen alter und neuer Kirche.

Adresse

Adr.png

St. Sylvester
Biedersteiner Straße 1
D-80802 München
☎ : 089 / 33 00 743
@ : st-sylvester.muenchen@erzbistum-muenchen.de

Literatur

  • Hans Rohrmann: Kirche St. Sylvester München-Schwabing. Reihe der IP-Kunstführer, Germering, 2001

Siehe auch

Weblinks

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