Senserstraße

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Die Senserstraße liegt in Sendling und führt von der Implerstraße in westliche Richtung und mündet an ihrem Ende nach einem kleinen Knick in die Lindwurmstraße.

Namensgebung

Die Straße wurde 1878 nach Johann Sebastian Senser (um 1665–1706) benannt, einem Eisenhändler, Mitglied des Äußeren Rates der Stadt München und Fähnrich bei der Münchner Bürgerwehr. Er wurde am 28. Dezember 1705 verhaftet und 1706 auf dem Schrannenplatz öffentlich enthauptet.

Die Familie Senser besaß seit dem Jahr 1679/1691 an der Sendlinger Straße Anteile eines Gebäudes mit der Nummer 87. Heute ist es die Hausnummer 4, bekannt unter der Bezeichnung das Rappeneck. Seit einem Neubau, der 1911 vollendet wurde, ist es mit drei weiteren Gebäude zu einem vereint. An der Fassade des Wohnhauses der Senser wurde im Jahr 1882 eine Gedenktafel enthüllt, die bereits vor der Zeit des 2. Weltkriegs wieder verschwand. Auf ihr war zu lesen: Dem Vorbild Münchener Bürgertreue wird dieses Denkmal zur dankbaren Erinnerung geweiht. A. DNI. 1882. Desweiteren wird von einer zweiten Tafel berichtet; sie war mit folgenden Worten beschriftet: Das "Rappeneck" hier von ehedem bestand - Fortan sei's auch "Senser-Haus" genannt.

Eine weitere Gedenktafel hält den Namen Senser als Andenken in Erinnerung. Unterhalb des großen Schmied-von-Kochel-Brunnens an der Lindwurmstraße findet sich eine große Tafel hinter dem Gebüsch. Sie listet einige Namen derer auf, die auf dem Marienplatz enthauptet wurden.

Baudenkmäler

(Stand: Oktober 2012[1])

Lage

Lage in vielen Karten

Quellen und Nachweise

  • Alckens: Erz und Stein, (S.130-131 Gedenktafel Senser)
  • Häuserbuch, Hacken-Viertel, (S.452, Hausbesitzer Sendlinger Straße Nr.87, 1691-1706. Sebastian Senser und Ehefrau Ursula. Erwähnung der 2. Gedenktafel)
  • Rambaldi: Straßennamen, (S.279-280, Senserstraße)
  • Denkmäler in Bayern, Landeshauptstadt München, Mitte, Band 3". (S.1033-1034, Sendlingerstraße 4, Das Rappeneck)
  • Stahleder: Haus- und Straßennamen der Münchner Altstadt. (S.384, das Rappeneck. Stahleder ermittelt richtig, daß das Gebäude bereits 1679 im Besitz von Senser gewesen sein muss. Die Ehegattin des verstorbenen Vorbesitzers wird in jenem Jahr den Herrn Senser ehelichen und ist auch als Erbin eingetragen.)

Einzelnachweise

  1. Baudenkmäler–Senserstraße