Hüllgraben

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Der Hüllgraben ist ein bereits in den 1870er Jahren benanntes und vormals frei fließender, und ab den Jahren 1912 bis September 1913.[1] künstlich angelegter Wasserlauf im Nordöstlichen Rand von München gelegen. Er beginnt seit dem Bau des Verbindungskanals in den Jahren 1924 bis 1925 als Fortsetzung des Hachinger Baches in Zamdorf zwischen der Autobahn A94 und der Bahnstrecke nach Markt Schwaben, durchfließt Daglfing. Nahe der Landshamer Straße fließt noch der Truderinger Hüllgraben in den Hüllgraben hinein, weiter fließt er von Wiesen und Feldern umgeben in Richtung Johanneskirchen und geht im Moosgrund östlich der Straße Im Moosgrund beim so genannten Grabenkopf in den Abfanggraben über, der das Wasser zum Mittlere-Isar-Kanal leitet.

Eine Bachwanderung

Das Wasser ist versiegt

Im besonders heißen und trockenen Sommer 2026, namentlich dem Monat Juli, konnte kein Wasser mehr dem Hüllgraben zugeführt werden, spätestens am 20. Juli 2026 war keine durchgehende Wasserverbndung mehr gegeben, am 28. Juli 2026 wurde durch den ehrenamtlichen Einsatz der Isarfischer und weiterer Helfer damit begonnen aus den noch übrig gebliebenen Tümpeln die dort gefangenen Wassertiere zu entnehmen und vor dem sicheren Verenden zu bewahren. Es konnten nicht alle Lebewesen gerettet werden, aber es gelang, Tausende von Fischen das Überleben zu sichern. Der Hüllgraben ist seither ohne Wasser und ausgetrocknet.

Der ausgetrocknete Bach, das Bachbett einem Kiesweg gleich nahe der Glücksburger Straße, August 2026

Lage

>> Geographische Lage des Gewässeranfangs von Hüllgraben im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

>> Geographische Lage des Gewässerendes von Hüllgraben im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Siehe auch

Wikipedia.png
Das Thema "Hüllgraben" ist auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten unter: Hüllgraben.
  1. Zeitungsartikel von September 1913 - Aus Daglfing. Die Hüllgrabenregu­lierung, die Ende 1912 in Angriff genommen wurde, ist nunmehr vollendet. Der Hüllgraben, ein im Privateigentum befindlicher Wasserlauf, entspringt südlich der Staatsstraße München-Mühldorf, durchfließt das Daglfinger Moos und mündet in den Breitenbach, der in seinem unteren Laufe Föhringer- oder Mühlbach genannt wird. Da der Hüllgraben in früheren Jahren nach größeren Niederschlägen die aus seinem Ein­zugsgebiete ihm zufließenden Wassermengen nicht mehr abzuführen vermochte, waren Ueberschwemmungen seines Durchflußgebietes, namentlich in nassen Jahren, nicht selten. Die im Ueberschwemmungsgebiete liegenden Grund­stücke fielen daher immer mehr der Bersumpsung anheim, so daß sich, um diesem Uebelstande abzu­helfen, schon im Jahre 1894 und 1902 die Ge­nossenschaft zur Entwässerung von Mooswiesen in den Gemeinden Daglsing, Dornach und Unter­föhring und die Genossenschaft zur Entwässerung von Grundstücken in den Gemeinden Berg a. Laim, Daglsing. Dornach und Trudering bildeten, die die Regulierung des Hüllgrabens bei entsprechen­der Profilerweiterung zur Durchführung brach­ten. Rach Ausführung des von der Eisenbahn­inspektion München-Ost zum Zwecke der Trocken­legung der Unterführungen an der Bahnstrecke München—Simbach angelegten Entwässerungs­grabens wurde jedoch der Wasserstand im Hüll­graben immer höher und die Ueberschwemmungen der früheren Jahre wiederholten sich. Deshalb hat die Eisenbahndirektion München nach Ver­mittlungsverhandlungen des Bezirksamtes die Wiederherstellung des bei der ersten Regulierung geschaffenen Zustandes übernommen. Die Arbei­ten leitete das Kulturbauamt München.