Abfanggraben

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Ábfanggraben: Blick über den Erddamm zum Ausgleichsbecken

Der rund 9 km lange Abfanggraben setzt den Hüllgraben im Moosgrund, der äußersten Nordostecke Münchens, in nordöstlicher Richtung fort. Beim so genannten Grabenkopf fällt der Hüllgraben über eine Geländestufe mehrere Meter tief in ein in den Jahren 1920 bis 1929 im Zug der Errichtung des Mittlere-Isar-Kanals und des Speichersees angelegtes Ausgleichsbecken, das 670 m lang und anfänglich 90 m breit ist, sich nach Nordosten aber verschmälert. Dieses Ausgleichsbecken wird gegenüber dem "eigentlichen" Abfanggraben durch einen Erddamm abgeschlossen, in dem das Wasser nochmals abfällt. Über den Damm führt eine Zufahrt zu den Anwesen Im Moosgrund Nr. 134 bis 150. Kurz darauf tritt der Abfanggraben in das Gemeindegebiet von Aschheim ein und verläuft südlich der Aschheimer Fasanenallee und des Golfplatzes nach Ostnordosten rund 8 m unter Geländeniveau. Er unterquert die Bundesstraße 471 und den Autobahnring, tritt in die Gemeinde Kirchheim über und wendet sich in Landsham (Gemeinde Pliening, nördlichste Gemeinde im Landkreis Ebersberg) nach Norden, wo er auf den Bachsammler trifft, am Aschheimer Speichersee parallel zu dessen Südufer verläuft und beim Kraftwerk Neufinsing (Gemeinde Finsing, Landkreis Erding) in den Mittlere-Isar-Kanal fließt.

Literatur

  • Cornelia Oelwein: Zwischen Goldach und Seebach. Die Geschichte des Goldachhofs und der Mooskultivierung in Ismaning. Franz Schiermeier Verlag München 2013, S. 136 ff. ISBN 978-3-943866-22-3 (mit Lageplan S. 142)

Weblinks

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