Georg Kandlbinder

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Der gelernte Bierbrauer Georg Kandlbinder (*2. April 1871 zu Lethen Gemeinde Tiefenbach (bei Passau)W; † 15. November 1935 im Klinikum rechts der Isar) war in der zweiten April Woche 1919 Vollzugs- und Zentralrat der Räterepublik in München und Mitglied der Kommission für Volksbewaffnung des Zentralrates und wurde im Verlauf des Palmsonntagsputsch nach Eichstätt verschleppt.

  • Von 1921 bis 1933 war Kandlbinder Mitglied des Aufsichtsrats des Konsumvereins München-Sendling.
  • Die folgende Autobiografie ist in der Darstellung von Christl Knauer-Nothaft, Georg Kandlbinder (1871-1935): Sozialdemokrat, Revolutionär, Verfolgter, 2008 zu finden:

Mein Lebenslauf geschrieben im Juli 1920 ergänzt im Oktober 1926

Geboren am 2. April 1871 zu Lethen Gemeinde Tiefenbach (bei Passau)W.

Meine Eltern hatten ein kleines Bauernanwesen, uns waren 7 Kinder, (4 Buben u. 3 Mädchen).

Der Getreideanbau war ein sehr schlechter, uns ging es nicht am besten.

Ich besuchte 7 Jahre die Volksschule und 3 Jahre die Sonntagsschule.

Der Schulbesuch war ein äußerst mangelhafter, Pfarrer und Lehrer brauchen mich als Ministrant zu allen erdenklichen Arbeiten, zum größten Teil wurde ich in der Kirche und Pfarrhof verendet.

Aber trotz alledem konnte ich im Mai 1884 mit einem Schulzeugnis Note I in allen Fächern aus der Volksschule entlassen werden.

In den 3 Jahren Sonntagsschule war es möglich durch einen sehr tüchtigen jungen Lehrer, manches Versäumte mit Erfolg nachzuholen.

Im Alter von 13 Jahren musste ich mein Elternhaus verlassen, um mir selber mein Brot zu verdienen.

Ich habe das gerne getan, weil es zuhause immer sehr knapp heruntergegangen ist.

Ich komme auf ein Bauerngut, um dort die Landwirtschaft zu erlernen, für einen Jahreslohn von 25 und etwas Arbeitskleider.

Bis zum Herbst 1888 war ich auf verschiedenen Bauerngütern beschäftigt und konnte zuletzt als 17 jähriger Junge schon einen Jahreslohn von 65 M verdienen.

Die Arbeitszeit war allerdings eine unbegrenzte, 16 Stunden und mehr pro Tag, waren die Regel gewesen.

Musste dann wegen schwerer Krankheit 16 Wochen im Krankenhaus liegen, Typhus Epidemie in der Passauer Gegend.

Wieder gesund bin ich zur Eisenbahn gekommen als Messgehilfe zum Bahnbau Passau Freyung, wo ich 1 Jahr beschäftigt war.

1889 kam ich in die Brauerei Straßkirchen um dort das Brauerhandwerk zu erlernen.

In diesem Betrieb waren uns ca. 30 Leute beschäftigt, die Arbeitszeit dauerte Tag und Nacht, bis wir halt fertig waren.

Von einer Organisation war damals in den bayrischen Brauereien noch nichts vorhanden.

Ich konnte in diesem Betrieb meine Lehrzeit nicht beenden, wegen Differenzen über diese Lage Arbeitszeit, kam zu guter Letzt auch noch mit der Polizei in Konflikt, wurde in Passau 8 Tage eingesperrt und musste dann Straßkirchen verlassen.

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Zum Militär brauchte ich nicht einrücken und so konnte ich dann in der Brauerei Hals bei Passau meine Lehrzeit mit Erfolg zu Ende führen.

Nach meiner Lehrzeit schaffte ich in verschiedenen Betrieben, die Verhältnisse waren in den dortigen Brauereien tief traurige.

Die Arbeitszeit ist eine unmenschlich lange gewesen, der Lohn ohne Kost hat im Monat 45 M. mit Freibier, betragen.

In Österreich wurden 30 Gulden bezahlt, auch dort war von einer Sonntagsruhe und geregelten Arbeitszeiten nichts zu finden.

Beim Sommeraussetzen schaffte ich in der Regel als Hafenarbeiter oder in der Landwirtschaft.

Im Frühjahr 1896 kam ich nach München und versuchte in einer Münchner Brauerei Arbeit zu bekommen als Brauer.

Als ich sämtliche Brauereien in München und Umgebung wiederholt ohne Erfolg abgeklopft hatte und nicht eingestellt wurde, machte ich einen Bauarbeiter, aber nur wenige Wochen.

Ich ging wieder von München weg nach Österreich, in die Schweiz und Württemberg, konnte aber überall nur vorübergehend zur Aushilfe Arbeit finden.

Das war zur damaligen Zeit eine ständige Einrichtung in den Brauereien, dass Brauer nur als Aushelfer eingestellt wurden.

Im Herbst 1896 bin ich vollständig mittellos wieder nach München gekommen, wurde aber zum größten Glück schon nach wenigen Tagen, in der damaligen, nach ganz kleinen Thomasbrauerei, als Brauer eingestellt.

Die wenigen Kollegen, die n diesem Betrieb vorhanden gewesen sind, waren schon organisiert, mit Ausnahme der Hilfsarbeiter, Schlosser und Bierfahrer.

Die Arbeitszeit betrug 10 Stunden pro Tag, an den Sonntagen wurde von früh 4 Uhr bis mittags 12 Uhr gearbeitet, wenn es notwendig war, musste auch nachmittags gearbeitet werden.

Jeden dritten Sonntag im Monat hat es 36 Stunden frei gegeben.

Bei den Brauern war der Wochenlohn bereits eingeführt und hat bei 66 bis 70 Stunden Arbeitszeit 21 M betragen, außerdem wurden pro Tag 7 Liter Freibier gegeben.

Diese zur damaligen Zeit schon angenehmeren Verhältnisse in den Münchner Brauereien waren schon ein Erfolg der vorhandenen noch ganz schwachen Organisation der Brauer.

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Ich bin selbstverständlich dem Verband sofort als Mitglied beigetreten und mich dabei aktiv betätigt.

Die Thomasbrauerei wurde immer größer durch Einführung von hellem Bier, so daß ich nicht mehr ausgestellt wurde.

Im Winter 1897 hatte ich dann geheiratet, 1 Kind war bereits vorhanden, eines kam später, so dass ich auf ständige Arbeit angewiesen war.

In diesem Betrieb war ich über 25 Jahre beschäftigt und gar manches miterlebt, sind aber auch durch fleißige und intensive Organisationsarbeit für die Gewerkschaft und Partei, rasch vorwärts gekommen.

Im Februar 1904 passierte mir ein schwerer Unfall, Sturz von einem großen Lagerfass (Schulterbruch), wo ich 11 Monate nicht arbeiten konnte.

Diese lange Zeit benutze ich zum Lernen und zur Bildung für meine Person, was ich notwendig brauchen konnte.

Von meiner Organisation und der Sozialdemokratischen Partei wurden mir alle erdenklichen Ehrenämter übertragen und wurde auch auf die Verbands- und Parteitage geschickt.

Zehn Jahre war ich Sektionsführer der Partei, wo ich mit Erfolg für dieselbe wirken konnte, besonders bei den Wahlen.

Ich war auch Delegierter der denkwürdigen Reichskonferenz in Berlin 1916 im Reichstagsgebäude, wo die Einheit der Partei in Trümmer gegangen ist, der Streit zwischen U.S.P. und M.S.P..

Weiter war ich noch lange Jahre Armenpfleger und Armenrat, Geschworener auf dem Oberbayrischen Schwurgericht wiederholt Schöffe am Amtsgericht, Beisitzer im Versicherungsamt, im Steuerausschuß, Vorstand und Ausschußmitglied der Ortskrankenkasse München-Stadt und hatte noch verschiedene Ehrenämter während des Krieges.

Den Konsumverein Sendling - München bin ich als Mitglied 1903 beigetreten, Verkaufsstelle war in meinem Stadtbezirk Schlachthofviertel, noch nicht vorhanden, die Waren mußten im Lager 1, and er Lindwurmstraße in Sendling geholt werden.

Die Einrichtung des Lagers 10 an der Kapuzinerstraße war für uns eine große Wohltat.

Bei der Einführung des Genossenschaftsrats 1911 wurde ich für das Lager 10 gewählt und während des Krieges musste auch der zuhause gebliebene Genossenschaftsrat infolge der Warenknappheit, von den Mitgliedern allerhand in Kauf nehmen.

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Mitglied des Genossenschaftsrates war ich ununterbrochen bis zum 11. Oktober 1921, wo ich in der Generalversammlung im Löwenbräukeller, mit 740 Stimmen in den Aufsichtsrat der Genossenschaft gewählt wurde.

Delegierter war ich auf dem Genossenschaftstag in Eisenach 1923 und im Reichenhall 1925.

Nach dem Zusammenbruch November 1918 wurde ich von meinem Arbeitgeber, dem Besitzer der Thomasbrauerei, auf Veranlassung meiner Organisation auf unbestimmte Zeit beurlaubt.

Ich wurde anfangs auf dem Verbandsbüro beschäftigt, durch meine Kollegen in den Münchner Arbeiterrat geschickt, wo ich die Ehre hatte in diese, großen Parlament ins Präsidium gewählt zu werden, um als Vorsitzender dort zu amtieren.

Durch den Münchner Arbeiterrat wurde ich in den Vollzugsrat der Arbeiterräte Bayerns gewählt und dann ging das Regieren los.

Der Vollzugsrat war damals die höchste gesetzliche Instanz und hat als Nebenregierung des Ministerium Eisner und Erhard Auer gegolten.

Am liebsten würde ich über diese verrückte Zeit gar nicht schreiben, aber weil meine Person besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann ich es nicht ganz umgehen.

Die Mitglieder des Vollzugsrates gehörten auch dem provisorischen Nationalrat an, getagt wurde in Permanenz und was da alles beschlossen wurde bis zum 21. Februar 1919 wo der neugewählte Landtag zusammentreten, Eisner ermordet und Genosse Erhard Auer im Landtag niedergeschossen wurde, kann hier unmöglich niedergeschrieben werden.

Im Januar 1919 wurde ich beauftragt mit einer Gruppe Herren vom Kriegswucheramt, versehen mit den nötigen Ausweispapieren durch den Minister des Inneren, Genosse Erhard Auer, nach der tschechischen und österreichischen Grenze zu fahren, um dort den Schmuggel und Schleichhandel zu bekämpfen.

Dieses Geschäft war zur damaligen Zeit kein besonderes und es gab bei grimmiger Kälte gar manche Episode Schießerei und noch mehr, so dass wir wieder froh waren, in München zu sein.

Ich wurde auch durch den Rätekongress beauftragt, im Baugewerbe infolge der vielen Arbeitslosen, die 44 Stundenwoche einzuführen.

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Sollte die Genehmigung durch die Arbeitgeber nicht erfolgen, werden die Besitzer der 16 größten Baufirmen mit ihrer Syndizi in Schutzhaft genommen.

Als ich den Arbeitgebern im Baugewerbe bei den Verhandlungen, im großen Saale dies Wittelsbacher Palais, diese Mitteilung machte, genehmigten sie unter Protest die Arbeitszeit von 44 Stunden pro Woche.

Dies haben die Herren Arbeitgeber heute noch nicht vergessen und es wird mir bei Gelegenheit immer wieder Vorhalt darüber gemacht.

Nach dem Mord an Eisner durch den Anton Graf von Arco auf ValleyW (21.II.19) wurde sofort die Stimmung laut, der Auer und Roßhaupter sind schuld, auch diese müssen beseitigt werden. Ernst NiekischW brachte mir die Mitteilung, dass die Landtagswache beschlossen habe, unsere 2. Genossen umzulegen.

Ich wollte dies verhindern, verständigte unsere Genossen als Abgeordneter im Fraktionszimmer der Partei, machte sie auf das mir mitgeteilte aufmerksam mit dem Ersuchen, Genosse Erhard Auer das zu sagen, (der hat sich im Präsidentenzimmer befunden, wo ich nicht hin konnte), den Landtag nicht mehr zusammenzutreten zu lassen.

In der großen Aufregung und Verwirrung ist das leider nicht geschehen, Genosse Erhard Auer hätte sich schließlich auch nicht abhalten lassen. Der Landtag mit seinen Abgeordneten ist zusammengetreten und das Unglück war fertig. Abg. Heinrich OselW war sofort tot, Genosse Erhard Auer und Major Paul von Jahreis (* 1878-21.02.1919) verwundet, Jarreis ist noch am gleichen Tage gestorben.

Alles das mit anzusehen ohne dabei helfen zu können, war für mich der schrecklichste Tag in meinem Leben. Den Militärminister Roßhaupter hatten wir zur Sicherung im Büro des Bauernrates untergebracht, später wurde derselbe unbemerkt aus dem Landtagsgebäude entführt.

Der Landtag war auseinander gejagt, der Generalstreik wurde beschlossen und auch durchgeführt. Am nächsten Tage, den 22. Feb. wurde der sogenannte Zentralrat aus 7 Mann gebildet, de die Regierungsgeschäfte leiten sollte, Niekisch wurde zum Vorsitzenden bestimmt.

Am 23. Februar hat sich ein Aktionsausschuss aus 33 Mann zusammengesetzt, wo auch Genossen von uns dabei wären, allerdings nicht lange, diese hatten sich wieder gedrückt.

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Auch wollte ich dasselbe machen, um von dieser Gesellschaft los zu werden, um meine Arbeit in der Brauerei wieder aufnehmen zu können.

Ich durfte das aber nicht tun, es wurde mir von meinen Gen. gesagt, einer von uns muss bleiben, um die Fühlung mit dieser Gesellschaft nicht ganz zu verlieren und dazu scheint mir jetzt (damals hatte ich es nicht gekannt) bin gerade ich dumm genug gewesen.

Der Rätekongress ist zusammengetreten , eine Regierung war nicht vorhanden, so dass wir die ganze Macht hatten, aber damit fast nicht' s anfangen konnten, lauter fremde Gesichter (heute würde ich es anders machen) die neugebildete Regierung Hoffmann (Kabinett Hoffmann I (Bayern)W) hatte nichts zu reden, befohlen hat der Zentralrat.

Diese tolle Zeit ging weiter und dann kam der 4. April mit seiner Nachtsitzung im Kriegsministerium (Bayerisches KriegsministeriumW), wo mit Spartakus verhandelt wurde, betr. der Räteregierung für Bayern.

Ich war in dieser Sitzung auch anwesend und kann heute noch nicht verstehen,die traurige Rolle die dort zum Teil unsere führenden Genossen, darunter Kriegsminister Schneppenhorst, gespielt hatten.

Mit ihren ganzen Herzblut sind sie für den Unsinn der Räteregierung eingetreten, zum Erstaunen der Kommunisten, die eigentlich mit uns nichts zu tun haben wollten, weil sie angeblich immer hereingefallen sind.

Besonders scharf hat sich Eugen LevinéW gegen uns Sozialdemokraten ausgesprochen, nur Mühsam und Dr. Gustav LandauerW und ein Teil der Bauernbündler (besonders Konrad KüblerW) wollten unter allen Umständen schon am Samstag, den 5. April, die Räterepublik in München ausrufen.

Ernst SchneppenhorstW meinte, dass er sich schwer tun werde mit seinen Soldaten in Nordbayern, weil er dieselben erst für die Regierung Hoffmann gefestigt hat und jetzt soll er sie für die Räterepublik gewinnen, aber er wird sein ganzes Können einsetzen.

Beschlossen wurde, 3 Kommissionen einzusetzen die nach Nordbayern zu fahren hatten, um dort Aufklärung zu schaffen und sich zu orientieren wie die Stimmung sei für einen Räteregierung.

Ich wurde bestimmt mit Fritz SauberW und Hagemeister nach Würzburg und AschaffenburgW, Josef Simon (SPD)W, Ernst SchneppenhorstW und Mühsam nach Nürnberg, Michael Brunner (1892–1952) und Karl Kröpelin nach Bayreuth.

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Ich hatte meine Bedenken geäußert mitzufahren, wurde aber besonders durch Schiefer und Schmidt Albert auf die Disziplin aufmerksam gemacht, um nicht wieder die U.S.P. alleinig zu lassen, sie selber wollen auf dem Gautag der M.S.P. für die Räteregierung wirken.

Am Samstag, den 5. April sind wir nach Würzburg gefahren, hatten abends eine große Versammlung im Hutterschen Garten, die ohne Störung verlaufen ist. Am Sonntag, den 6. April nachmittags in Aschaffenburg auf der Großmutterwiese eine Massenversammlung, das Bürgertum hat sich zur Opposition gestellt, beschlossen wurde nichts.

Am Montag, den 7. April kam die Nachricht aus München, dass die Räterepublik ausgerufen und Nationalfeiertag sei.

Die Bürgerlichen machten wieder eine Demonstration auf die Großmutterwiese, auch auch die Arbeiter folgten, gesprochen konnte nichts werden, die Redner wurden von beiden Seiten niedergeschrien.

Die Bürgerlichen zogen siegend durch die Stadt, Deutschland über alles und die Arbeiter und Soldaten zur Jägerkaserne und Aschaffenburg erwachte am Dienstag, den 8. April im Zeichen der Räterepublik.

Aber diese Herrlichkeit dauerte nicht lange. Durch die Frankfurter Zeitung konnte man die Namen der Volksbeauftragten für die Räterepublik Bayerns erfahren, kein Gen. von der M.S.P. war dabei.

Ich fuhr sofort nach München, Sauber und Hagemeister wurden denn nächsten Tag, 9. April in Würzburg verhaftet und die Räterepublik in Nordbayern war erledigt.

In München angekommen begegnete mir Arbeitersekretär Otto Thomas (Politiker)W am Bahnhof und teilte mir mit, er sei aus der Partei ausgetreten, Auers Politik sei an allem schuld.

Am 10. April ging ich wieder zu meiner Arbeit in den Vollzugsrat der Arbeiterräte ins Wittelsbacher Palais.

Der vergrößerte Zentralrat hat wieder in Permanenz getagt im Auftrage der Räteregierung und waren auch einige Genossen von uns dabei, aber nur solche zweiter Garnitur, sonst waren es lauter fremde Gesichter ein heilloses Durcheinander.

Unsere Partei hat eine Urabstimmung in München vornehmen lassen, ob Landtag oder Räteregierung.

Unter schwacher Wahlbeteiligung wurde mit geringer Mehrheit 3507 Stimmen für den Landtag und 3479 für die Räteregierung abgestimmt.

Mit dieser Abstimmung wären die Richtlinien gegeben gewesen sofort unsere Genossen aus dieser Körperschaft zurückzuziehen.

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Unsere Parteileitung hat vollständig versagt.

Seit Auer niedergeschossen, war eine solche nicht mehr vorhanden und das ist mein Verhängnis geworden.

Die Arbeiterräte waren noch gesetzlich, folge dessen blieb ich im Vollzugsrat tätig bis 12. April, wo ich nachts 2 Uhr etwas schlummerte auf dem Divan der Königin Mutter im Wittelsbacher Palais, durch eine Anzahl betrunkener Soldaten, angeblich im Auftrage der Regierung Hoffman verhaftet wurde.

Das war der Putsch Gutmann und Walter Löwenfeld mit der Bahnhofswache, die den Zentralrat verhaften wollten, aber zu spät gekommen sind, derselbe war bereits ausgezogen.

Ob dieser Putsch wirklich im Auftrage der Regierung Hoffmann geschehen ist, die mit ihrem Parlament in Bamberg gesessen ist, konnte nicht festgestellt werden.

Das eine ist sicher , wäre diese Dummheit nicht gemacht worden, hätte es am Palmsonntag den 13. April die Schießerei am Bahnhof nicht gegeben und sicherlich wären dann die blutigen Maitage in München auch nicht notwendig gewesen.

Die Räteregierung war durch die Absperrung München vom übrigen Bayern bereits erledigt und die Macher derselben waren bereit, mit der Regierung Hoffmann zu verhandeln.

Meine Verhaftung hatte ich nicht ernst genommen, ich kannte den Charakter der damaligen Soldaten. Ich und Gen. Soldmann, unser Portier Ballabene und Apotheker Senftleben aus Tegernsee, wurden per Wagen zur Bahnhofswache gebracht und bis Sonntag mittags dort festgehalten.

Um 4 Uhr morgens wurde ich beim Austreten durch die Wache ertappt, als ich mit einem Genossen gesprochen habe, der zum Hamstern gefahren ist.

Als Strafe und wegen Fluchtgefahr wurde ich längere Zeit mit beide Händen über den Kopf an die Wand gestellt, durch Protest wieder freigelassen und mit den anderen Gen. im Königsbau am Bahnhof untergebracht.

Während dieser Zeit hat man weiter verhaftet und und ganze 13 Mann zusammengebracht, darunter Dr. Wadler und Lipp, Erich Mühsam, Braig als Erwerbslosenführer u.s.w..

Ohne meine Familie verständigen zu können, obwohl ich wiederholt darum nachgesucht hatte, aber immer strikt abgelehnt wurde, ging es um 2 Uhr nachmittags mit Extrazug und 20 Mann Soldaten, einen Arzt und 1 Regierungsvertreter (Walter Löwenfell) nach dem Zentralgefängnis in Eichstätt.

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Der Empfang in Eichstätt war kein besonderer.

Alles war auf den Beinen mit dem Rufe: Schlagt sie tot diese Saujuden!

Unsere Soldaten hatten den Schutz für uns in einwandfreier Weise übernommen, das muss zu ihrer Ehre gesagt werden.

Die Behandlung und Verpflegung im Gefängnis war gut, dauerte aber nur 2 Tage, dann ging ess wieder per Extrazug nach dem Zuchthaus nach Eberach unter Bewachung von 1 Offizier und 15 Mann Soldaten.

Dieser Transport dauerte von früh 3 Uhr bis abends 6 Uhr unter allerhand Hindernissen.

In Ebrach angekommen wurden wir unter Protest zwangsweise durch die Soldaten in Einzelhaft gesetzt.

Die Soldaten entschuldigten sich, sie müssten im Auftrage der Regierung handeln, in der meine Parteigenossen gesessen an sind, und dann ging erst der richtige Leidensweg los.

Das Zuchthaus war leer, alle Verbrecher musste man, mit wenigen Ausnahmen, nach dem Zusammenbruch laufen lassen, dann sind wir gekommen sagte der Verwalter, was soll ich mit euch anfangen?

passt gar nicht herein zu uns.

Es hat aber nur einige Tage gedauert, dann war alles voll lauter Hochverräter kamen aus allen Gauen Bayerns, darunter war ich der einzige Mehrheitssozialist.

Erst später brachte man noch einen Gen. den praktischen Arzt Dr. Kerscher aus NittenauW.

Es war Mitte April, nasskalte Witterung, Regen und Schnee, das Zuchthaus war ohne Kohlen und Lebensmittel -Dorschen [grosser oranger Kohlrabi] und Kartoffel war unser Hauptnahrung und diese waren zu wenig.

Jeden Tag wurden wir nach Vorschrift eine Stunde im Hof spazieren geführt mit drei schritt Abstand, das Militär die sogenannten "Regierungstruppen" standen im Anschlag bereit, auf den Mauerturm waren die Maschinengewehre mit der nötigen Bedienungsmannschaft aufgestellt.

So gefährlich erschienen wir damals, als vollständig wehrlose Menschen.

Erst durch den Hungerstreik musste die Vernehmung durch den Staatsanwalt erzwungen werden, um zu erfahren, warum wir eigentlich im Zuchthaus in Einzelhaft sitzen.

Unser Verbrechen war vollendeter Hochverrat.

Ich hatte am 17. April gegen meine Verhaftung Beschwerde eingelegt beim Untersuchungsrichter in Würzburg, wurde aber am 24. April dieselbe wegen Fluchtgefahr zurückgewiesen.

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Der Leidensweg ging weiter, Essen zu wenig, kaufen konnte ich mir gar nichts weil mir die Marken fehlten auf Lebensmittel, dann kam der erste Mai.

Vertraulich wurde mir von meinem Aufseher mitgeteilt, dass die Spartakisten aus Schweinfurt am 1. Mai Ebrach stürmen wollen um uns zu befreien und meinte dabei, wenn die Weißgardisten stand halten, wird es nicht gelingen, weil Ebrach mit einer Militärkette mit vollständiger Kriegsausrüstung umzogen sei.

Und wirklich hat man nachts vor dem 1. Mai um Ebrach ein starkes Trommelfeuer aufgeführt vor lauter Angst vor den Spartakisten, die gar nicht daran gedacht hatten, uns zu befreien.

Erich Mühsam wurde unruhig, schimpfte heillos in seiner Zelle, die neben der meinen gelegen ist, über diese Blutregierung Hoffmann. Am 2. Mai erhielten wir Nachricht von der Befreiung Münchens und den schrecklichen Vorgängen die damit verbunden waren.

Am 3. Mai bekam ich die erste Post, 16 Pfund Brotmarken von meiner Schwägerin aus Abensberg.

Große Freude, mein Aufseher besorgte mir gerne das gewünschte Brot und mir war damit geholfen.

Von meiner Familie hatte ich immer noch keine Nachricht, war einfach eine trostlose Zeit.

Am 6. Mai sollte Mühsam und ich fotografiert werden, wir hatten die Aufnahme verweigert, sind einfach nicht stillgestanden.

Ich hatte mich wiederholt an meine Organisation und Familie brieflich gewendet, aber immer ohne Erfolg, die Briefe wurden zurückgehalten. Ich habe bis zum 14. Mai keine Nachricht erhalten.

An diesem Tag erhielt ich mit großer Freude das erste Paket mit Esswaren und einen Brief von meinem Sohn Georg.

Mein Sohn der kurz vor meiner Verhaftung aus englischer Gefangenschaft zurückgekehrt ist, hat mir über das Verhalten meiner Genossen Dinge mitgeteilt, die auf mich einen erschütternden Eindruck machten.

Nach 2monatiger Untersuchungshaft wurde ich telegrafisch durch den Münchner Staatsanwalt, in Ebrach entlassen und mit mir noch Dr. Freund aus Nürnberg.

Der Gefängnisverwalter ersuchte uns bei der Entlassung, wenn wir nochmals zum Regieren kommen, das Gefängispersonal nicht zu vergessen, dieses leidet stark unter der schlechten Bezahlung und langen Arbeitszeit.

Die Bahnfahrt von Ebrach nach München musste ich zweimal unterbrechen und zwar in Bamberg und Nürnberg.

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In Bamberg wo die Regierung Hoffmann gesessen ist und ich mit Ausweis vom Verkehrsminister Heinrich von FrauendorferW mich frei bewegen konnte, wollte ich meine Genossen aufsuchen um mich vorzustellen.

Musste aber zu meinem Leidwesen erfahren, dass das Parlament vom Freistaat Bayern hinter einem hohen Drahtverhau tagen müsse und solche, die soeben aus dem Zuchthaus kommen, keinen Zutritt haben.

Bei dieser Gelegenheit begegnete ich dem ehemalige. Militärminister Genosse Albert RoßhaupterW und zu meinem Erstaunen kannte mich dieser gar nicht mehr, zum Dank dafür, dass ich ihm in der bedrängten Lage am 21. Feb. 1919 durch Verbringung in den Bauernrat im Bayrischen Landtag (Bayrischen Landtag (PrannerstraßeW) das Leben gerettet habe.

Den Dr. Freund hat man überhaupt nicht in die Stadt herein gelassen, der musste am Bahnhof bleiben bis der Zug nach Nürnberg weiterging.

In Nürnberg ist es mir schon besser gegangen, da konnte ich mich zum ersten mal nach 2 Monaten wieder satt essen, ohne Fleischmarken, im Metallarbeiterheim.

In München angekommen, musste ich durch meine Frau erfahren, dass ich nur durch Setzen einer Kaution von 1000 M mit Hilfe des Arbeitersekretär Karl Schmid, freigelassen wurde.

Ich suchte dann bei meinem früheren Arbeitgeber wieder um Arbeit nach, wo ich aber abgewiesen wurde.

Herr Kommerzienrat Eugen Thomas meinte, ein solcher Fall sei seit Bestehen der Brauerei noch nicht vorgekommen, er müsse erst mit seinem Bruder Karl und dem Betriebsrat sprechen, im übrigen meinte er wird es das Beste sein, erst meine Verhandlung abzuwarten.

Es hat aber gar nicht lange gedauert und Herr Thomas hat diese Unrecht eingesehen er ließ mich holen und teilte mir mit, dass ich wieder in seinem Betrieb das Arbeiten anfangen kann und auf meinem alten Posten komme, wo ich früher gewesen bin.

Bin dann mit Freude zu meiner Arbeit gegangen, obwohl manches zu überwinden war.

Am 7. Juli hat auf dem Standgericht München - Au der Hochverratsprozess Mühsam und Genossen begonnen.

Meine Anklageschrift lautete auf vollendeten Hochverrat, die Belastung gegen mich war förmlich bei den Haaren herbeigezogen.

Die Verteidigung für mich hat Rechtsanwalt Genosse Nußbaum übernommen, der mir von meinem Verband durch Kollegen Jacob gestellt wurde.

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Die Verhandlung hat 1 Woche gedauert, die Zeugenaussagen waren sehr interessant, besonders die des Walter Löwenfeld,der über eine Stunde gesprochen hat und der eigentlich Urheber unserer Verhaftung gewesen ist.

Durch einen Zeugen konnten wir erfahren, dass ursprünglich der Plan bestand, uns auf dem Transport nach Eichstätt zur ermorden, der Löwenfeld war es, der diese Unheil verhindert hat, nur wollte er uns auf die Burg nach Eichstätt bringen, um einen ehrenhaften Aufenthalt uns zu sichern.

In der Burg ist aber nichts frei gewesen und hätte er gewusst, dass wir hernach ins Zuchthaus gesteckt würden, hätte er von unserer Verhaftung seine Hände weggelassen.

Die Erregung war damals so groß, dass während der Verhandlung Maschinengewehre im Gerichtssaal aufgestellt waren.

Nur ein Belastungszeuge war gegen mich vorhanden, das war Rechtspraktikant Brunbauer aus Würzburg und auch dieser konnte mich nicht belasten, so dass schon am zweiten Verhandlungstag die ganze Anklage gegen mich zusammen gebrochen ist.

Meine Verteidigung habe ich selbst übernommen, so dass dem Genossen Nußbaum nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Am Samstag, den 12. Juli nachmittags 3 Uhr wurde das Urteil bekannt gegeben.

Erich Mühsam 15 Jahre Festung, Dr. Wadler 8 Jahre Zuchthaus, Kandlbinder, Soldmann und Baison wurden freigesprochen, die übrigen Angeklagten wurden dem Volksgericht überwiesen. nach der Verhandlung bekam ich von meinem Arbeitgeber, der schon immer soziales Verständnis hatte, 3 Wochen Urlaub, um einen Woche mehr als tariflich festgelegt war, um mich angeblich wieder erholen zu können, was ich aber wirklich notwendig brauchte.

Meiner Pflicht und Tätigkeit in der Gewerkschaft und Partei bin ich seit meiner Entlassung in Ebrach vollauf nachgekommen, als wenn gar nichts geschehen wäre.

Meine Kollegen hatten mich bei der Urabstimmung zum Verbandsbeirat mit überwältigender Stimmenmehrheit in den Beirat gewählt, dem ich heute noch als Mitglied angehöre, durch wiederholte Wahl.

Am 14. Oktober 1919 wurde ich im Gewerkschaftskartell als Delegierter ins Kriegswucheramt gewählt und musste meine Tätigkeit dort sofort aufnehmen.

Ich hatte in der Thomasbrauerei wieder um Urlaub auf unbestimmte Zeit, nachgesucht, der mir auch genehmigt wurde.

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Im Wucheramt war ich als Vertrauensmann der Münchner Gewerkschaften angestellt, vom 15. Oktober 1919 bis zum 12. April 1920.

Ich bin aus diesem Amte freiwillig ausgeschieden, weil mein Charakter dazu nicht passte.

Auf meine Tätigkeit im Wucheramt, die oft unter Lebensgefahr gestanden ist, will ich nicht eingehen, obwohl es sehr interessant wäre.

Es muss genügen wenn ich schreibe, das war die größte Lüge, Betrug und Schwindel, die je die Welt gesehen hat.

War es doch keine Seltenheit, dass wir als Wucherbeamte vom schwarzgeschlachteten oder Schleichhandelfleisch mit unseren Fleischmarken im Gasthofe essen mussten und hernach den selben Gastgeber das noch vorhandene Fleisch in Beschlag gelegt, oder weggenommen haben.

Nur die wirtschaftlich Schwächeren konnten geschnappt werden, an die Großschieber war niemals heranzukommen.

Ich schaffte dann wieder in der Thomasbrauerei als Brauer an gleicher Stelle wo ich weggegangen bin, im Apparatezimmer beim Bierkühlapparat.

Das war die schönste Zeit in meinem Leben.

Nur mehr 7 1/2 Stunden Arbeitszeit, auch sonst hatte ich nicht zu klagen.

Dieser Betrieb hatte die größte Geduld mit mir bewiesen, oft musste ich in de Woche zwei- bis dreimal von der Arbeit wegbleiben betr. meiner Tätigkeit am Schlichtungsausschuss und der Einigungsämter.

Dies wurde mir immer wieder in anerkennenswerter Weise genehmigt, ohne einen Pfennig Lohnabzug.

Am 9. März 1922 ist unser Kollege Jacob Infolge seines Kehlkopfleidens zusammengebrochen und ich wurde durch meine Kollegen am 10. März ins Verbandsbüro berufen.

Ich musste in der Thomasbrauerei wieder um Urlaub auf unbestimmte Zeit nachsuchen, der mir wiederum bereitwillig genehmigt wurde.

Unser lieber Kollege Jacob konnte sich leider nicht mehr erholen und musste durch diese heimtückische Krankheit am 8. Juni 1922 sein Leben lasen. Ich musste im Verbandsbüro bleiben und wurde durch Vertrag fest angestellt.

Das war für mich ein gewagtes Experiment, zu einer Zeit wo die Wogen in der Arbeiterbewegung eine Höhe erreicht hatten, die überhaupt nicht mehr zu überblicken waren und was eigentlich noch werden sollte.

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Ich bin mit schwerem Herzen endgültig aus de Thomasbrauerei ausgeschieden, wurde durch den Besitzer der Brauerei, Herrn Kommerzienrat Eugen Thomas nochmals gewarnt, mir die Sache reiflich zu überlegen und mich auf die vorhanden Strömungen in der Arbeiterbewegung aufmerksam gemacht, aber es war bereits geschehen.

Durch Ausschreibung in der Verbandszeitung ist für diese Stelle in München keine einzige Bewerbung beim Verbandsvorstand eingelaufen und folge dessen war es meine Pflicht, für den Verband diese Opfer zu bringen.

Die Inflationszeit mit den vielen Lohnbewegungen und Versammlungen wurde überwunden, Arbeit über Arbeit war immer reichlich vorhanden.

Ostern 1923, der erste allgemeine Brauereiarbeiterstreik in Bayern wurde siegreich bestanden, der letzte Mann musste wieder eingestellt werden.

Um so schmerzlicher war die große Niederlage in München bei der Brauereiarbeiter-Aussperrung im März 1925 mit den vielen Opfern von braven Kollegen, die für den Achtstundentag 3 Wochen lang gekämpft hatten und durch den Machtdünkel der Münchner Brauereien,mit der Hilfe der Polizei und Behörden und amtlichen Stellen unschuldig auf der Straße geblieben sind.

Auch diese Narbe ist wieder im Verheilen und es geht mit der Organisation wieder vorwärts.

Das sind in Kürze meine Erinnerungen bis Oktober 1926.

Das Dreigestirn: Gewerkschaft, Partei und Genossenschaft.

Gewerkschaftlich organisiert 31 Jahre

Politisch organisiert 25 Jahre und

Genossenschaftlich organisiert 24 Jahre.

Oktober 1926 gezeichnet G. Kandlbinder

Glossar

Person Bemerkung link
August Kerscher (*1869 in Nittenau) Armenarzt in Nittenau, ältester Kreisrat, München. Als ein Führer der die Oberpfalz in gemein— gefährlicher Weise terrorisierenden Kommunisten ist Dr. Kerscher, praktischer Arzt in Nittenau, verhaftet worden. Elly Maldaque »Der Fall Maldaque, [1][2]S. 1051919
Hugo Freund Arzt, unter Otto GeßlerW wurde er am 30. Juli 1919 vom Nürnberger Stadtrat als Kandidat der USP mit 24 Stimmen zum 3. Bürgermeister von Nürnberg gewählt. Martin Treu zweiter Bürgermeister. Er war seit Dezember 1918 in Nürnberg ansässig war. Ende 1921 verließ er Nürnberg, und wurde in der Landesregierung von Thüringen Ministerialrat. Im Oktober 1945 unterbreitet er dem britischen Außenminsterium einem Vorschlag für den Wiederaufbau des deutschen Gesundheitswesens und wanderte nach Palästina aus. [3]S. 70


Eugen Thomaß (*1863; † 1. Juli 1932) Mitbegründer und Miteigentümer des Thomasbräu zwischen der Kapuzinerstraße und der Tumblingerstraße.
Andreas Jacob (; † 6. Juni 1922) war ab 1905 Vorsitzender des Verbandes der Brauerei und Mühlenarbeiter, er hatte Münchner Bürgerrecht war also vor 1908 kommunalwahlberechtigt war Verleger von 1909 bis 1917 war er Gemeinde bevollmächtigter und Vorstandsmitglied der AOK München.
Karl Schmid (* 20. September 1883 in Jettingen; † 31. Mai 1958 in München) [4]
Albert Nußbaum (* 1877; † 1928) Rechtsanwalt, 1911-1928: SPD Stadtrat, 1919-1928: SPD Kreisrat, war am 9. November 1923 Geisel der Hitler Putschisten. [5]
Karl Kröpelin (* 12. September 1893 in VelgastW, † 20. März 1977 in München) 1919 im Auftrag des Münchner Stadtrats und der Freien Gewerkschaften Aufbau der ersten Städtischen Erwerbslosen-Fürsorge in München, Leiter der Erwerbslosenzentrale München. [6]