Bezold-Denkmal

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Das Bezold-Denkmal mit Brunnen in den Nußbaumanlagen unterhalb der St. Matthäus (evang.) Kirche. Errichtet 1914 zum Andenken an den Arzt und Forscher, Friedrich Bezold. Die Anlage (Park) ist vom Sendlinger-Tor-Platz und den drei Straßen Lindwurmstraße, Ziemssenstraße und Nußbaumstraße umgeben.

Beschreibung

BezoldDenkmal

Hier betrachten wir uns ein Kunstwerk, das dem Ohren- und Augenforscher, Friedrich Bezold zu Ehren errichtet wurde.

Das Denkmal, von Karl Höpf entworfen, ist mit je einem Wasserauslauf und Brunnenbecken auf zwei Seiten ausgeschmückt, die jeweils an zwei gegenüberliegenden Flanken, der Quadratsäule angebracht sind. Die zum Park zugewandte Seite präsentiert uns die Büste Bezold's aus Bronze, die der Bildhauer Georg Mattes gestaltet und bei H. Klement in München gegossen wurde. Sie steht auf einem etwa einen Meter hohen Sockel, der ein Stück aus dem Gesamtbauwerk hervorragt. Dieser wiederum ist auf einem kleinen Treppenaufgang postiert.

  • Inschrift - Vorderseite - In Stein gemeißelt
"Friedrich Bezold 1842 — 1908"

Die Rückseite der turmähnlichen, aus Tuffstein gemauerten quadratischen Säule erzählt in wenigen Worten über die Gründe der Aufstellung des Brunnens.

  • Inschrift - Rückseite - Grosse Bronzetafel.
"Dem Forscher. Lehrer und Arzte. Seine Schüler und Freunde. Errichtet im Jahre 1914"

Eine Neugestaltung der Parkanlagen erfolgte im Jahre 1972, dabei wurde das gesamte Areal mit Erdreich befüllt und dadurch angehoben. Das Bauwerk erscheint nun um einen halben Meter im Boden versunken.

Vorher konnte jeder Besucher ohne sich zu bücken die Hände im Wasserbecken des Denkmals anfeuchten, und die Büste von Herrn Bezold überragte jeden Menschen um einen guten Meter.

Einst gab es, wie auch heute noch im Englischen Garten zu sehen, eine niedere Einfassung der Gehwege. Diese hat aber den Krieg nicht überstanden und somit wird der Weg ganz schlicht durch die Trennung von Rasen und anderer Bepflanzungen und dem Natursteinboden gegeben.

Der Brunnen stand einst in guter Nachbarschaft zu drei weiteren Denkmälern, die allesamt in der kleinen Parkanlage verteilt waren. Zu sehen war dort:

Sie sind verschwunden. Geblieben ist Ernest von Grossi und eben Herr Bezold.

Noch ein kleiner Hinweis: Wenn Sie den Park in Richtung Nußbaumstraße verlassen sollten, halten Sie sich rechts, gehen Sie ein Stück in Richtung Sendlinger-Tor-Platz, achten Sie dabei auf ein besonders feines älteres Gebäude auf der linken Straßenseite, direkt gegenüber dem Eingang der Kirche.

Besonderheiten

  • Der Brunnen wird über die Winterpause nicht abgedeckt.
  • Das Wasser ist in der Winterpause abgestellt.

Quellen und Literatur

  • Die Denkmäler und Gedenksteine der Stadt München, A. Alckens, Callway 1936. Seite 110/111. (Foto & Text)
  • Brunnen in München, Callway 1974. S182, Brunnen Nr. 468.
  • Denkmäler in Bayern, München - Südwest. Lipp Verlag 2004. Band 2 - S459 Abb./Txt.
  • Brunnenwanderungen.
  • München in Erz und Stein, Pinsker 1973. S.20 Denkmal Nr.29.
  • Stadt im Überblick. Hugendubel 1986. Foto S.36.
  • Nachkriegs-Fotografie auf der die Brunnenanlage nahezu unbeschädigt zu sehen ist. Foto. Johann Vorzellner.

Siehe auch