Bayerstraße

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Bayerstraße
Straße in München
Bayerstraße
Basisdaten
Ort München
Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt Kliniksviertel und St. Paul
PLZ 80335
Name erhalten 1823 Erstnennung[1]
Anschluss­straßen
 
Sonnenstraße Landsberger Straße
Querstraßen
 
Schützenstraße Zweigstraße Schillerstraße Senefelderstraße Goethestraße Mittererstraße Paul-Heyse-Straße Paul-Heyse-Straße Hermann-Lingg-Straße Zollstraße Martin-Greif-Straße
Plätze Karlsplatz Bahnhofplatz
München S.jpg / München U.png
 
München U1.jpg München U2.jpg München U4.jpg München U5.jpg München U7.jpg Hauptbahnhof
Tram
 
Muenchen Tram 16.jpg Muenchen Tram 17.jpg München Tram N17.png Muenchen Tram 19.jpg München Tram N19.png Muenchen Tram 20.jpg München Tram N20.png Hauptbahnhof Muenchen Tram 18.jpg Muenchen Tram 19.jpg München Tram N19.png Hauptbahnhof Süd Holzkirchner Bahnhof Hermann-Lingg-Straße Holzapfelstraße
Bus.png
 
68 Hauptbahnhof 58 68 Holzkirchner Bahnhof
Nutzung
Nutzergruppen zu Fuß, Fahrrad, Kraftfahrzeug, Trambahn, Taxi
Technische Daten
Straßenlänge 1340 m
Straßennamenbücher
(1894), Rambaldi S. 40 / Nr. 65
(2016), Dollinger S. 39
Straßen-ID 00467
Die Bayerstraße um 1910

Die Bayerstraße in der Ludwigsvorstadt verläuft vom Stachus / Sonnenstraße nach Westen südlich vom Hauptbahnhof bis zur Grasserstraße, ab der sie sich als Landsberger Straße fortsetzt.

Die Namensänderung ergab sich etwa ab 1808 oder 1809, in einem Stadtplan von 1807 ist sie als Weilheimer Chaußee eingetragen. Ab 1809 dann als Beierstraße, und ab 1828 bürgert sich die noch heute verwendete SChreibweise Bayerstraße, oder auch "Bayer-Straße", ein.

Die Autoren des Buchs über die Straßen von München stellen die Vermutung auf, dass der Name von dem Begriff "Bayern" abgeleitet wurde und im Laufe der Jahre "Bayern" zu "Bayer" abgestumpft ist.

Es gibt aber vermutlich eine viel einfachere Lösung: Die Bezeichnung der Straße geht auf den Regenten Ludwig der Bayer zurück. Als Hauptstraße durch die Ludwigsvorstadt trägt sie einen ehrenvollen Namen. Erstmals wird von einer Bayerstraße im Wochenblatt des Landwirtschaftlichen Vereins von Bayern im Jahre 1826 berichtet. Die Schreibweise Beierstraße findet darin keine Verwendung. Um den Zugang zum Oktoberfest zu verbessern, kaufte die Stadt im Jahre 1824 57 Tagwerk um das Areal, dem Anger an der Theresienwiese. Somit war die Stadt nun im Besitz des Gebietes von der Bayerstraße bis an den Rand des Sendlinger Feldweges. So konnte dann eine Verbindungsstraße bis zur Bayerstraße angelegt werden, die Lerchenstraße (Schwanthalerstraße) wurde bis zu Bayerstraße verlängert und zwei weitere Verbindungsstraßen wurden geschaffen.

Ältere Beschreibungen

  • Die Straßennamen Münchens und ihre Bedeutung. Verlag Mühltaler 1880, S. 6, Bayerstraße; Da sich weder ein Hauseigenthümer noch ein hervorragender Bewohner dieser Straße mit dem Familiennamen "Bayer" nachweisen läßt, und auch kaum an das schon im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts vorhandene Gasthaus "zum bayerischen Löwen" als maßgebend für die Benennung zu denken ist, so erübrigt wohl nur die Annahme, daß die Straße z. Ehr. des seit c. 520 bekannten Volksstammes der Baioarier, Bajuvarier, Beigern, Baiern und Bayern genannt ist, wiewohl dabei unerklärt bleibt, warum sie dann nicht Bayernstraße geschrieben wird, wie dieses bei der Schwaben-, Frankenstraße u.s.w. geschieht. -Sie hieß früher auch "Pasinger-" oder "Landsbergerstraße".
Gegenüber vom Bahnhofplatz. Abzweiger zur Schillerstraße. Das Eckhaus, Bayerstraße 25 und Schillerstraße 4 wurden Ende 2021 Anfang 2022 abgerissen. Dort entsteht ein extrem hässlicher Bunker aus Beton und Holzfertigteilen. Die "Architekten" wissen nicht mehr was sie tun.
Das Eckhaus und Hotel Haberstock auf Nummer 4 sind bereits Geschichte.
Von der Bayerstraße auf das ehemalige Telegrafenamt.

Erwähnenswertes

Nr. 57—59, Pressehaus. Aufn. Juni 2017
  • Das durch den Architekten Martin Dülfer in das Hotel Terminus im Jahre 1904 bis 1905 umgebaute Wohnhaus an der Bayerstraße Nr. 43. In Dülfers bekannter Manier gestalteter Fassade. Im Bereich des 3. Stockwerks standen zwei Standbilder, darunter der Schriftzug "Hotel Terminus", in bunten Tafeln ausgelegt. Das Gebäude wurde leider zerstört.
  • Das Pressehaus, auf Bayerstraße 57/59 ebenfalls durch den Architekten Martin Dülfer im Jahre 1901 entworfen. Im Jahre 1929 wurde die aufwendige Fassade entfernt.
  • Der Landschaftsmaler Heinrich Adam hatte sein Künstleratelier in der Bayerstraße Nr. 18.
  • Anton Seder[2] leitete die Ausschmückung des Cafés Gassner am Südausgang des Bahnhofs in der Bayerstraße 37/39 nach seiner Rückker von seiner Professorentätigkeit in Winterthur.

Hauptbahnhof

Trivia

  • Wie kommen die Taxis dorthin ?
zu den Hotels an der Bayerstraße: ELF — Europäischer Hof, Le Meridien, Flemings Hotel

(aus den Eselsbrücken der Taxi-Schule München für die Vorbereitung der Ortskundeprüfung)

Anlieger

  • Der Hautarzt Dr.med. Stefan Golsch, Allergologe, hat seine Praxis in der Bayerstraße 15.

Geschäfte

Bubble Tea Laden Bayerstraße 7a

Firmen und Unternehmen

Siehe auch

Die Bayerpost.
Die Bayerstraße an der Martin-Greif-Straße

Lage

>> Geographische Lage von "Bayerstraße" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org

Einzelnachweise

  1. https://stadtgeschichte-muenchen.de/strassen/d_strasse.php?id=625
  2. Pecht, Friedrich Geschichte der Münchener Kunst im neunzehnten Jahrhundert, S. 447, München 1888