Bayerischer Rundfunk

Aus München Wiki
(Weitergeleitet von BR)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo des BR
Die ARD

Der Bayerische Rundfunk (BR) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und die Landesrundfunkanstalt für den Freistaat Bayern mit Sitz in München. Der BR ist Mitglied der ARD.

Der BR unterhält neben dem Hauptfunkhaus in München und Studios in Freimann und Unterföhring noch ein Fernseh- und Rundfunk-Studio in Nürnberg („Studio Franken“) sowie Studios in Würzburg („Regionalstudio Mainfranken“) und Regensburg („Regionalstudio Ostbayern“).

Zentrale des Bayerischen Rundfunks.

Intendant des BR war bis 2011 Dr. Thomas Gruber, der vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2006 auch ARD-Vorsitzender war. Sein Nachfolger wurde am 1. Februar 2011 Ulrich Wilhelm. Am 19. März 2015 wurde er für eine zweite Amtszeit gewählt. Am 1. Februar 2021 trat Katja Wildermuth seine Nachfolge an[1].

Programme

Folgende Programme werden derzeit vom BR produziert:

Fernsehen

Hörfunk

Diese fünf Hörfunkprogramm des Bayerischen Rundfunks können auf folgenden Wegen empfangen werden:

  • UKW
  • Digitalradio (DAB+)
  • Satellit (ASTRA)
  • Webstream (ARD Audiothek, Radioplayer, radio.de, tunein...)
  • Digitales Kabel (DVB-C)
BAYERN 1
Massenprogramm für Menschen ab 25 Jahren, Oldies mit leichter Tendenz zu Rock

Www.png bayern1.de, offizielle Website

Bayern 2
Kulturradio und Wortlastiges Programm

Www.png bayern2.de, offizielle Website

BAYERN 3
Popwelle, Massenprogramm für eher jüngere Menschen bis 25, Pop und aktuelle Musik

Www.png bayern3.de, offizielle Website

BR-Klassik
Klassische Musik, Opern, Operetten und Jazz

Www.png br-klassik.de, offizielle Website

BR24
Nachrichten und Informationen rund um die Uhr

Www.png BR24.de, offizielle Website

nur digital verbreitete Hörfunkprogramme

Nur via

werden zusätzlich ausgestrahlt:

BR Schlager
Musik- und Servicewelle für die Hörerschaft ab 40 Jahren mit Schlagern
BR Heimat
sendet traditionelle bayerische Volksmusik und Themen rund um Bayern

Www.png www.br.de/radio/br-heimat/index.html, offizielle Website

BR24 live
digitaler Ereigniskanal mit Live-Berichten aus Politik, Kultur und Sport (WM, Olympische Spiele, Fußball, etc.) in der Zeit ohne Liveübertragungen wird BR24 übertragen
BR Verkehr
rund um die Uhr Verkehrsinformationen, von einer Computerstimme direkt aus der Meldungsdatenbank des BR gelesen mit priorisierten Gefahren- und Falschfahrermeldungen

Www.png www.br.de/nachrichten/verkehr/index.html, offizielle Website

PULS
Junges Programm besonders für die Hörerschaft bis einschließlich 25 Jahren

Www.png www.br.de/puls/index.html, offizielle Website

ehemalige Hörfunkprogramme des BR

B5 aktuell
ersetzt durch BR24
B5 plus
ersetzt durch BR24 live
Bayern 2 plus
ersetzt durch Bayern 2 mit Regionaler Aufschaltung in Süd und Nord.
on3-Radio
heißt nun PULS.
Bayern mobil
„leichte“ Musik für die Autofahrt, wurde durch Bayern plus ersetzt.
Das Modul
unmoderiertes Jugendprogramm, bei dem in regelmäßigen Abständen der Musikstil wechselt, wurde durch on3-Radio und jetzt PULS ersetzt.
Bayern 4 Klassik
Umbenennung in BR-Klassik.
Newsline (BR)
ähnlich wie BR-Verkehr, nur mit Nachrichten. (War auch auf "Das Modul" als Nachrichten zur vollen Stumde zu hören)
Bayern plus
Schlagerradio, bis 2015 auch Volksmusik und bis September 2015 auch Ausstrahlung über Mittelwelle, Sendeschluss: 20. Januar 2021 24:00 Uhr; umbenannt in BR Schlager
Bavarian Open Radio
Vorgänger von ON3 Radio. Ausschließlich GEMA-freie Musik.
Buissness-Line
ähnlich wie BR-Verkehr, nur mit fortlaufend wiederholtem Börsenblock von B5 aktuell.

Klangkörper des BR

Der BR verfügt über drei eigene (sogenannte) „Klangkörper“:

Geschichte

1922 wurde in München die "Deutsche Stunde in Bayern - Gesellschaft für drahtlose Belehrung und Unterhaltung mbH" gegründet, welche am 30. März 1924 mit der Ausstrahlung ihrer ersten Rundfunksendung, auf Mittelwelle, das Rundfunkzeitalter in Bayern einläutete. Am 2. August 1924 nahm der Nebensender Nürnberg und am 1. September 1927 der Nebensender Augsburg seinen Betrieb auf.

Am 15. Dezember 1930 wurde die Deutsche Stunde in Bayern in "Bayerische Rundfunk GmbH" umbenannt.
1934 wurde die Bayerische Rundfunk GmbH gezwungen, der deutschen Reichsrundfunkgesellschaft beizutreten. Sie gehörte nunmehr als "Reichssender München" zum späteren Großdeutschen Rundfunk. Am 10. Juli 1936 wurde der Nebensender Bayreuth eröffnet.

Im Nachkriegsdeutschland gründete die amerikanische Besatzungsmacht 1945 den Sender „Radio München“, der am 12. Mai 1945 seine erste Sendung ausstrahlte.

1949 wurde „Radio Munich - Radio München“ in deutsche Hände übergeben und als „Bayerischer Rundfunk“ eine Anstalt des öffentlichen Rechts für das Bundesland Bayern. Der 25. Januar 1949 ist der Gründungstag des Bayerischen Rundfunks, als der Direktor der Militärregierung in Bayern, Murray D. van Wagoner, die Lizenzurkunde an den Intendanten Rudolf von Scholtz übergab. Im gleichen Jahr sendet der BR sein Programm erstmals über UKW und war damit der erste UKW-Sender Europas.

1950 war der BR Gründungsmitglied der ARDW, die am 5. August in München gegründet wurde. Bis dahin wurde vom BR nur ein Hörfunkprogramm, das spätere Bayern 1, produziert. Im gleichen Jahr startete der Sender mit seinem zweiten Hörfunkprogramm Bayern 2, das bis 1957 aus Nürnberg gesendet wurde.

1954 sendete der BR im Fernsehfunk erstmals ein eigenes Regionalprogrammfenster für Bayern innerhalb des ARD-Programms.

1958 übernahm der Journalist Dr. Wilhelm Sandfuchs die Abteilung Kirchenfunk des BR. Er baute ihn bis zu seiner Pensionierung 1978 immer weiter aus. Unter seiner Leitung übernahm der BR für die gesamte ARD die Berichterstattung über die Päpste in Rom.

1960 sendete der BR erstmals Regionalprogramme im Hörfunk für Franken, Altbayern und Schwaben. Die Regionalprogramme wurden 1973 (für Ostbayern) und 1977 (für Mainfranken) erweitert.

Am 22. September 1964 startete der BR als erste Anstalt der ARD mit der Ausstrahlung eines eigenen „Dritten Fernsehprogramms“, zunächst als „Studienprogramm“, später Bayerisches Fernsehen, das seit 1978 ein Vollprogramm ist und zwischenzeitlich auch über Satellit in nahezu ganz Europa zu empfangen ist. Im gleichen Jahr startete am 1. November das Hörfunkprogramm Bayern 3, zunächst als Gastarbeiterprogramm, das ab 1. April 1971 jedoch zur Service- und Popwelle ausgebaut wurde.

Die am 1.Oktober 1979 eingeführte Rundschau wurde schrittweise zum Flagschiff des Senders ausgebaut und in den Jahren 1991 und 1996 um die Formate Rundschau Magazin und Rundschau Nachtausgabe erweitert. Damit waren der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) die beiden ARD-Sender, die die 20 Uhr-Tagesschau der ARD nicht parallel gesendet haben. Der MDR sendet sie bis heute nicht.


Am 4. Oktober 1984 startete das 4. Hörfunkprogramm Bayern 4 Klassik, das ein Jahr später zum Vollprogramm ausgebaut wurde. In allen vier Hörfunkprogrammen wurde 1989 das Radio-Daten-System (RDS) eingeführt.

Am 22. Mai 1986 blendete sich der Bayerische Rundfunk aus der laufenden Sendung Scheibenwischer aus, weil der Fernsehdirektor „nicht gemeinschaftsverträgliche Elemente“ darin sah. Dies rief deutschlandweite Proteste hervor.

Auf dem Unterträger des "Bayerischen Fernsehens" startete am 1. September 1986 der regionale Videotext-Dienst des BR unter der Bezeichnung Bayerntext.

Als letztes der Hörfunkprogramme wird seit 6. Mai 1991 das Nachrichtenprogramm B 5 aktuell ausgestrahlt.

Am 7. Januar 1998 startete der BR seinen Fernseh-Bildungskanal BR-alpha über Satellit. Am 29. Juni 2014 wurde er in ARD-alpha umbenannt. Man erhofft sich dadurch mehr Zuschauer und mehr Sendungen aus den anderen ARD-Landesfernsehanstalten. Die Federführung bleibt aber weiterhin beim BR. Mit der Namensänderung wurde die "Rundschau" aus dem Programm genommen ,seitdem wird die 20 Uhr Tagesschau von der ARD übernommen. Eine Besonderheit stellt die Sendung „Die Tagesschau vor 25 Jahren“ dar. Hier wird eine komplette Original Tagesschau-Sendung auf den heutigen Tag genau vor 25 Jahren gezeigt, meist um 23:45 Uhr. Sozusagen Geschichte Live.

Seit 1. Juli 1998 werden die Hörfunkprogramme Bayern 2 Radio, Bayern 4 Klassik, Bayern 3 und B 5 aktuell über DAB im Regelbetrieb ausgestrahlt. 2003 wurde die DAB-Abstrahlung von Bayern 2 und Bayern 3 zugunsten der neuen Angebote Das Modul, BR Traffic News, BR Newsline und BR Businessline vorerst eingestellt. Später wurde wiederum BR Business und BR Info eingestellt und die Aussendung von den Sendern Bayern 2 und Bayern 3 über Digital Radio wieder aufgenommen. Seit 2011 werden alle Programme via DAB+ ausgestrahlt.

Im Jahr 2015 wurde im Rahmen der Abschaltung der Mittelwellensender auch das neue Programm BR-Heimat gegründet. Es bildet eine neue Plattform für traditionelle Volksmusik.

Im April 2016 gab es im Bayerischen Fernsehen eine Programmreform. Das „Bayerische Fernsehen“ wurde von nun an BR Fernsehen genannt. Viele Sendungen erhielten einen neuen Sendeplatz oder wurden ganz aus dem Programm genommen und durch neue Sendungen ersetzt. Außerdem wird seitdem um 20 Uhr die „Tagesschau“ von der ARD übernommen, für den Wetterbericht schaltet sich der BR bei der ARD wieder ab und sendet einen eigenen neugestalteten Wetterbericht detailliert für alle bayerischen Regionen. Auch die eigene BR Nachrichtensendung Rundschau wurde modernisiert und die Hauptausgabe beginnt nun, 15 Minuten früher als bisher, um 18:30 Uhr und wurde gleichzeitig auf 30 Minuten verlängert.

2017 wurde BR-Alpha in das heutige ARD-Alpha umbenannt.

2019 wurde das Projekt „BR hoch 3“ begonnen. Geplant ist eine vollkommene Umstrukturierung der Redaktionen und ein Umzug in ein neues Sendezentrum in Freimann, auf dem Gebiet des früheren Institut für Radiotechnik.

Onlineangebote

Der BR bietet auch etliche Online Angebote an:

Weiterführende Informationen

BR.png Die Programme des BR
Fernsehen: BR FernsehenARD-alpha

Hörfunk auf UKW: BAYERN 1Bayern 2BAYERN 3BR-KlassikBR24

Hörfunk auf DAB+: BR24 liveBR SchlagerBR HeimatBR VerkehrPULS

frühere Programme: Bayern mobil • das Modul • Bavarian Open Radio • das Modul • On3 Radio • B5 Newsline • B5 Businessline • Bayern plus • B5 aktuellB5 plus


Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise


Wikipedia.png Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bayerischer Rundfunk in der deutschsprachigen Wikipedia.
Die Liste der AutorInnen befindet sich in der dortigen Versionsliste. Wie im MünchenWiki stehen alle Texte der Wikipedia unter einer Lizenz zur Freien Dokumentation.