10. Juni

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König Ludwig II. wurde am 8. Juni 1886 auf Betreiben der Regierung durch die Ärzte Bernhard von Gudden, Friedrich Wilhelm Hagen, Hubert von Grashey und Max Hubrich in einem Gutachten auf Grund von Zeugenaussagen und ohne persönliche Untersuchung für „seelengestört“ und „unheilbar“ krank erklärt.

Am 10. Juni wurde er auf Schloss Neuschwanstein von einer Kommission verhaftet. Dabei soll Ludwig von Gudden gefragt haben, wie er denn ohne ihn untersucht zu haben auf diese Diognose käme. Von Gudden soll es mit "einer hohen erdrückenden Beweislast" begründet haben und in Folge dessen eine persönliche Untersuchung nicht mehr nötig sei. In einer Kutsche, in der innen die Tügriffe abmontiert waren, brachte man ihn nach Schloss Berg und stellte ihn dort unter Hausarrest. Nach einer putschartigen Entmündigung durch seine Regierung am 10. Juni 1886 übernahm sein Onkel Luitpold (Luitpold von Bayern (1821—1912) als Prinzregent das Monarchenamt.