Strafjustizzentrum

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Das Strafjustizzentrum ist ein Gerichtsgebäude, das bisher in der Nymphenburger Straße 16 beheimatet ist. Es soll 2026 in einen Neubau an der Dachauer Straße / Schwere-Reiter-Straße umziehen.

Nutzung

Im Strafjustizzentrum sind die Strafabteilungen des Münchner Amtsgerichts und der Landgerichte München I und II beherbergt.

Neubau

Das in den 1970er-Jahren erbaute Gebäude galt schon seit etwa 2014 als sanierungsbedürftig und wurde sogar als abbruchreif bezeichnet. Seit November 2015 wird daher ein Neubau am südlichen Oberwiesenfeld errichtet. Ursprünglich wurden 305 Mill. Euro Baukosten bewilligt. Wie so oft, verteuerte und verzögerte sich das Bauprojekt beträchtlich[1]. Nach Stand Dezember 2024 wird von einer sechsjährigen Verzögerung und 100 Mill. Euro Mehrkosten ausgegangen[2].

Nachnutzung des bisherigen Gebäudes

Aufgrund des baulichen Zustands wurden bereits Forderungen nach Abbruch des Betongebäudes laut. Mittlerweile ist jedoch eher mit einem Umbau in Staatsbedienstetenwohnungen zu rechnen. Auch eine Initiative „Justizzentrum erhalten“ möchte den Abbruch verhindern. Sie kämpft für einen Umbau des Gebäudes, das im Stil des BrutalismusW gebaut ist. Ein Architektur-Diplomand hat für eine Nutzung als Wohnraum einen Entwurf für seine Architektur-Masterarbeit „Alt. Brutal. Gutaussehend“ erstellt[3][4].

Nach dem Stand von August 2025 will der Freistaat Bayern das Gebäude verkaufen. In einem Offenen Brief hat der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter dagegen protestiert. Ein solcher Schritt würde bedeuten, dass der Freistaat eine seiner letzten großen verfügbaren innerstädtischen Flächen aus der Hand gibt – ohne die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf die Schaffung dringend benötigten bezahlbaren Wohnraums zu nehmen. Ein Verkauf an den Höchstbietenden würde hingegen die Gentrifizierung und damit die Verdrängung in der Maxvorstadt sogar noch verstärken. Die Fehler, die beim Verkauf des ehemaligen Frauengefängnisses Neudeck oder des Universitätsgeländes ‚Alte Chemie‘ gemacht wurden, sollten jetzt nicht wiederholt werden. Vielmehr erwarte er eine Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie, die der Freistaat zur Entwicklung des Areals beauftragt hatte[5].

Weblinks

Einzelnachweise

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Das Thema "Strafjustizzentrum" ist aufgrund seiner überregionalen Bedeutung auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten.
Die Seite ist über diesen Link aufrufbar: Strafjustizzentrum München.