Aventinstraße
Die Aventinstraße in der Isarvorstadt führt von der Klenzestraße zur Baaderstraße an den Baaderplatz.
| Aventinstraße | ||
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| Straße in München | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | München | |
| Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt | Gärtnerplatz | |
| PLZ | 80469 | |
| Name erhalten | 1887 Erstnennung[1] | |
| Anschlussstraßen |
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| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | zu Fuß, Fahrrad, Kraftfahrzeug | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 147 m | |
| Straßennamenbücher | ||
| (1894), Rambaldi | S. 3 / Nr. 47 | |
| (2016), Dollinger | S. 34 | |
| Straßen-ID | 00361 | |
Sie wurde nach dem bayerischen Geschichtsschreiber und Landvermesser (Geodät) Aventin, eigentlich Johannes Turmair (1477–1534) benannt.
Straßennamenwahl
Bereits mit dem 10. März 1887 entschied sich der Magistrat für den Namen "Aventin" für die neue Verbindungsstraße. Zunächst war auch der volle Familienname Thurmair als Straßenbezeichnung angedacht gewesen. Mit Beschluss des Staatsministeriums des Inneren wird mit dem 28. Oktober 1888 der Name der neu eröffneten Straße, die von der Klenzestraße zur Baaderstraße führt, mit dem Namen Aventinstraße, offiziell genehmigt. Die Verbindung zwischen der Klenzestraße und der Baaderstraße wurde bereits Ende 1886 hergestellt, und inoffiziell als Aventinstraße bezeichnet.
Die Anfänge
Die Aventinstraße ist eine relativ junge Straße, sie wurde zuvor auf durch Bäche durchzogene Wiesen errichtet. Die Straße wurde wie ein Keil angelegt, so ist sie am Eingang bei der Klenzestraße weniger als 12 Meter breit. Am Ausgang am Baaderplatz hat sie über 15 Meter Breite. Noch während bereits bis Ende 1887 die ersten fünf Häuser hochgezogen waren, jene Mietshäuser, die damals noch keine eigene Abwasserleitungen hatten, sondern ihr Brauchwasser in sogenannte Versitzgruben abgaben, konnten diese nicht tief genug gelegt werden, weil sich dort sonst das Wasser der Stadtbäche ergoss. So wurde eine Genehmigung erteilt, das Wasser direkt in den Kaiblmühlbach zu leiten. Die Straße selbst hatte noch keine Entwässerungsgräben unter der Straße, die dieses Wasser hätte ableiten sollen. Diese konnten nicht rechtzeitig gegraben werden, da dies nur bei einer Bachauskehr, also der Unterbrechung des Wasserzulaufs zu den zwei Bächen, dem Kaiblmühlbach und dem Heilig-Geist-Mühlbach, möglich gewesen wäre. Noch im November 1888 berichtet der damalige Oberbaurath Zenetti von den Problemen entlang der Straße. Erst für das Jahr 1889 werden 1200 Wagen Basaltbrocken aus der Gegend bei Bayreuth angekauft, für die Gräben der Wasserführung an der Straße, die später zur Anlieferung zum Steinlager in Thalkichen geliefert wurden, und von dort nach Kirchstein zur weiteren Verteilung in der Stadt verbracht. Die Bäche durchquerten die Grundstücke der Häuser Aventinstraße 2, 3, 4, und 5.
Zerstörung im 2. Weltkrieg
Auch dieser Straßenzug erlitt an den Häusern zur linken und rechten Straßenseite hin schwere Schäden. Nur die beiden Mietshäuser Nr. 9 und 11 konnten ihr Dach und Aufbauten halten. Alle anderen Gebäude verloren teils ihren Fassadenschmuck und Dachaufbauten, wie Firste, kleine Türmchen und ähnliches. Ausgebrannt waren die Häuser 3, 5 erbaut 1887 durch den Baumeister Walch, 7, und Eckhaus mit der Baaderstraße. Klenzestraße 11, das Eckhaus neben Aventinstraße 2. Aventinstraße 4 und 6. Nach 1945 wurden die Gebäude Nr. 4 und Nr. 7, sowie das nicht zerstörte Nr. 14, Ecke mit der Baaderstraße. Erbaut 1889 durch den Baumeister Johann Keller. Um 1951 abgetragen. Nachmals, 1965 neu überbaut. Ein Teil gehört seither zur Baaderstraße, und trägt die Nummer 20. Das Gebäude mit der Nr. 4 wurde erst ab dem Jahr 1982, zusammen mit der 6 neu überbaut. Das Mietshaus und die Hinterhäuser auf dem Grundstück Nummer 7 wurden erst ab 1996 wieder neu bebaut, zuvor diente dieses Grundstück überwiegend als Parkplatz.
Aussehen
Nach 1997 wurden im Abschnitt des breiteren Straßenraums auf der Straßenseite mit ungeraden Hausnummern einige Grünstreifen mit Baumpflanzungen angelegt.
Lage
>> Geographische Lage von "Aventinstraße" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org