Aventinstraße: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Aventinstraße ist eine relativ junge Straße, sie wurde zuvor auf durch Bäche durchzogene Wiesen errichtet. Die Straße wurde mit einer Breite von 15 Meter angelegt. Noch während bereits bis Ende 1887 die ersten fünf Häuser hochgezogen waren, jene Mietshäuser, die damals noch keine eigene Abwasserleitungen hatten, sondern ihr Brauchwasser in sogenannte Versitzgruben abgaben, konnten diese nicht tief genug gelegt werden, weil sich dort sonst das Wasser der Stadtbäche ergoß. So wurde eine Genehmigung erteilt das Wasser direkt in den Kaiblmühlbach zu leiten. Die Straße selbst hatte noch keine Entwässerungsgräben unter der Straße die dieses Wasser hätte ableiten sollen, diese konnten nicht rechtzeitig gegraben werden. Da dies nur bei einer Bachauskehr, also der Unterbrechung des Wasserzulaufs zu den zwei Bächen, dem Kaiblmühlbach und dem Heilig Geist Mühlbach, möglich gewsen wäre. Noch im November 1888 berichtet der damalige Oberbaurath Zenetti von den Problemen entlang der Straße. Erst für das Jahr 1889 werden 1200 Wagen Basaltbrocken aus der Gegend bei Bayreuth angekauft, für die Gräben der Wasserfürhung an der Straße, die später zur Anlieferung zum Steinlager in Thalkichen geliefert wurden, und von dort nach Kirchstein zur weiteren Verteiltung in der Stadt verbracht. Die Bäche durchquerten die Grundstücke der Häuser Aventinstraße 2, 3, 4, und 5. | Die Aventinstraße ist eine relativ junge Straße, sie wurde zuvor auf durch Bäche durchzogene Wiesen errichtet. Die Straße wurde mit einer Breite von 15 Meter angelegt. Noch während bereits bis Ende 1887 die ersten fünf Häuser hochgezogen waren, jene Mietshäuser, die damals noch keine eigene Abwasserleitungen hatten, sondern ihr Brauchwasser in sogenannte Versitzgruben abgaben, konnten diese nicht tief genug gelegt werden, weil sich dort sonst das Wasser der Stadtbäche ergoß. So wurde eine Genehmigung erteilt das Wasser direkt in den Kaiblmühlbach zu leiten. Die Straße selbst hatte noch keine Entwässerungsgräben unter der Straße die dieses Wasser hätte ableiten sollen, diese konnten nicht rechtzeitig gegraben werden. Da dies nur bei einer Bachauskehr, also der Unterbrechung des Wasserzulaufs zu den zwei Bächen, dem Kaiblmühlbach und dem Heilig Geist Mühlbach, möglich gewsen wäre. Noch im November 1888 berichtet der damalige Oberbaurath Zenetti von den Problemen entlang der Straße. Erst für das Jahr 1889 werden 1200 Wagen Basaltbrocken aus der Gegend bei Bayreuth angekauft, für die Gräben der Wasserfürhung an der Straße, die später zur Anlieferung zum Steinlager in Thalkichen geliefert wurden, und von dort nach Kirchstein zur weiteren Verteiltung in der Stadt verbracht. Die Bäche durchquerten die Grundstücke der Häuser Aventinstraße 2, 3, 4, und 5. | ||
== Zerstörung im 2. Weltkrieg == | |||
Auch dieser Straßenzug erlitt an den Häusern zur linken und rechten Straßsenseite hin schwere Schäden. Nur die beiden Mietshäuser Nr. 9 und 11 konnten ihr Dach und Aufbauten halten. Alle anderen Gebäude verloren teils ihren Fassadenschmuck und Dachaufbauten, wie Firste, kleine Türmchen und ähnliches. Nach 1945 wurden die Gebäude Nr. 4, und Nr. 7, das Eckhaus Nr. 14 abgetragen. | |||
== Lage == | == Lage == | ||
Version vom 28. Dezember 2025, 16:04 Uhr
| Aventinstraße | ||
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| Straße in München | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | München | |
| Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt | Gärtnerplatz | |
| PLZ | 80469 | |
| Name erhalten | 1887 Erstnennung[1] | |
| Anschlussstraßen |
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| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | zu Fuß, Fahrrad, Kraftfahrzeug | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 147 m | |
| Straßennamenbücher | ||
| (1894), Rambaldi | S. 3 / Nr. 47 | |
| (2016), Dollinger | S. 34 | |
| Straßen-ID | 00361 | |
Die Aventinstraße in der Isarvorstadt führt von der Klenzestraße zur Baaderstraße.
Sie wurde nach dem bayerischen Geschichtsschreiber und Landvermesser (Geodät) Aventin, eigentlich Johannes Turmair (1477–1534) benannt.
Straßennamenwahl
Bereits mit dem 10. März 1887 entschied sich der Magistrat für den Namen "Aventin" für die neue Verbindungsstraße. Zunächst war auch der volle Familienname Thurmair als Straßenbezeichnung angedacht gewesen. Mit Beschluß des Staatsministeriums des Inneren wird mit dem 28. Oktober 1888 der Name der neu eröffneten Straße, die von der Klenzestraße zur Baaderstraßew führt, mit dem Namen Aventinstraße, offiziell genehmigt. Die Verbindung zwischen der Klenzestraße und der Baaderstraße wurde bereits Ende 1886 geschaffen, und auch damals schon als Aventinstraße bezeichnet.
Die Anfänge
Die Aventinstraße ist eine relativ junge Straße, sie wurde zuvor auf durch Bäche durchzogene Wiesen errichtet. Die Straße wurde mit einer Breite von 15 Meter angelegt. Noch während bereits bis Ende 1887 die ersten fünf Häuser hochgezogen waren, jene Mietshäuser, die damals noch keine eigene Abwasserleitungen hatten, sondern ihr Brauchwasser in sogenannte Versitzgruben abgaben, konnten diese nicht tief genug gelegt werden, weil sich dort sonst das Wasser der Stadtbäche ergoß. So wurde eine Genehmigung erteilt das Wasser direkt in den Kaiblmühlbach zu leiten. Die Straße selbst hatte noch keine Entwässerungsgräben unter der Straße die dieses Wasser hätte ableiten sollen, diese konnten nicht rechtzeitig gegraben werden. Da dies nur bei einer Bachauskehr, also der Unterbrechung des Wasserzulaufs zu den zwei Bächen, dem Kaiblmühlbach und dem Heilig Geist Mühlbach, möglich gewsen wäre. Noch im November 1888 berichtet der damalige Oberbaurath Zenetti von den Problemen entlang der Straße. Erst für das Jahr 1889 werden 1200 Wagen Basaltbrocken aus der Gegend bei Bayreuth angekauft, für die Gräben der Wasserfürhung an der Straße, die später zur Anlieferung zum Steinlager in Thalkichen geliefert wurden, und von dort nach Kirchstein zur weiteren Verteiltung in der Stadt verbracht. Die Bäche durchquerten die Grundstücke der Häuser Aventinstraße 2, 3, 4, und 5.
Zerstörung im 2. Weltkrieg
Auch dieser Straßenzug erlitt an den Häusern zur linken und rechten Straßsenseite hin schwere Schäden. Nur die beiden Mietshäuser Nr. 9 und 11 konnten ihr Dach und Aufbauten halten. Alle anderen Gebäude verloren teils ihren Fassadenschmuck und Dachaufbauten, wie Firste, kleine Türmchen und ähnliches. Nach 1945 wurden die Gebäude Nr. 4, und Nr. 7, das Eckhaus Nr. 14 abgetragen.
Lage
>> Geographische Lage von "Aventinstraße" im Kartenverzeichnis auf toolforge.org