Eisbachbrücke: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Eisbachbrücke''' ist eine Straßenbrücke über einige Stadtbäche hinweg. | Die '''Eisbachbrücke''' ist eine Straßenbrücke entlang der Prinzregentenstraße über einige Stadtbäche hinweg. | ||
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Version vom 22. Dezember 2025, 16:03 Uhr
Die Eisbachbrücke ist eine Straßenbrücke entlang der Prinzregentenstraße über einige Stadtbäche hinweg.
Lage
Die Eisbachbrücke im Lehel befindet sich unmittelbar am südlichsten Eingang in den Englischen Garten, zwischen der Trambahnhaltestelle an der Lerchenfeldstraße und der Zufahrt zum Parkplatz hinter dem Haus der Kunst. Die Brücke unterfängt hier die Prinzregentenstraße. Im Jahr der Erbauung der Brücke wurde auch die Prinzregentenstraße, mit Einbeziehung der an dieser Stelle zuvor verlaufenden Winterstraße neu gebaut, ausgehend als unmittelbare Verlängerung im Verlauf von der Von-der-Tann-Straße.
Geschichte
Das Bauwerk der Eisbachbrücke über die Prinzregentenstraße wurde im Jahr 1890 vom Stadtbauamt unter Mitwirkung von Hans Grässel entworfen und erbaut.
Unter den drei Bögen der Brücke flossen ursprünglich, gesehen vom Auslauf im Englischen Garten, von links nach rechts, der Papiermühlbach, der Stadtmühlbach, und der Stadtsägmühlbach, der sich kurz zuvor mit dem Gewürzmühlbach vereinigte, hindurch und bildeten ursprünglich innerhalb des Englischen Gartens den Schwabinger Bach. Erst seit dem Jahr 1945 ist dieser vereinigte Abschnitt des Wasserlaufs als Eisbach und die Brücke selbst ebenso benannt. Der Papiermühlbach ist seit den 1960er Jahren aufgelassen und der Bogen unterhalb der Brückenbrüstung vermauert.
Beschreibung
Die Eisbachbrücke ist ein mit drei Bögen ausgeführtes Bauwerk. Jeder der Bögen hat eine Spannweite von 4,90 m. Nach der Überwölbung der Stadtbäche in diesem Abschnitt, konnte der Südrand mit Häusern bebaut werden. Daher existiert nur am Rand des rechten Fahrbahnabschnitts eine mit Natursteinen verkleidete und gemauerte Balustrade, die von Englischen Garten aus gut zu sehen ist. Unmittelbar hinter dem gemauerten Geländer fällt das Areal, in dem sich auch das nun offene Bachbett befindet, etwas tiefer aus. An diesem Übergang von beiden überwölbten Stadtbächen hinein in den nun offenen Eisbach hat der Wasserlauf eine starke Strömung, die im Eisbach eine stehende Welle bildet, die bei Surfern beliebt ist.
Die Brüstung, also das Brückengeländer, ist auf beiden Seiten mit Natursteinen ausgekleidet, die Bögen sind an ihren Scheitel mit in Halbreliefformen ausgeführten Fratzen verkleidet. Die Brücke selbst ist in Betonbauweise errichtet. Jeweils in der verlängerten Linie der beiden mittleren Brückenlager, am oberen Zug der Brückenaußenseite, ist der Naturstein von links nach rechts mit, ANNO - D.M.N. - 1890 - L___ bezeichnet. Das Brückenbauwerk ist auf der östlichen Seite, linke Auflager, mit einem Höhen-Festpunktnetz-Bolzen versehen. Er trägt die Nummer 745. Für das Jahr 1928 ist folgende Höhe dort vermerkt; 510.546 Meter.
Literatur
- Christine Rädlinger: Geschichte der Münchner Brücken. Landeshauptstadt München - Baureferat, Verlag Franz Schiermeier, 2008 ISBN= 978-3-9811425-2-5
- Christine Rädlinger: Geschichte der Münchner Stadtbäche. Stadtarchiv München, Verlag Franz Schiermeier, 20014/2014 (S. 155)