Schwabinger Tor: Unterschied zwischen den Versionen
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Es war benannt nach dem damaligen | Es war benannt nach dem nördlich gelegenen damaligen Dorf und heutigen Stadtteil [[Schwabing]], da unmittelbar dort die Straße nach Schwabing begann. Die heutige [[Ludwigstraße]] hat noch den ungefähren Verlauf dieser Straße, die damals noch viel schmaler gewesen sein dürfte. Es war der nördliche Zugang zur Stadt und das Gegenstück zum im Süden gelegenen [[Sendlinger Tor]]. | ||
Im Aussehen | Im Aussehen ähnelte es dem [[Karlstor]]. Zunächst bestand es aus einem Torturm von 30 Meter Höhe, später wurde es um zwei seitliche Türme erweitert. | ||
Es wurde auch "Unseres Herrn Tor" genannt | Es wurde auch "Unseres Herrn Tor" genannt, da sich vor dem Toreingang eine kleine Kapelle befand. Außerdem wurde es auch "Äußeres Schwabinger Tor" genannt, da sich auf Höhe der heutigen [[Schäfflerstraße]], wo die [[Theatinerstraße]] in die [[Weinstraße]] übergeht, das innere Schwabinger Tor des ersten Mauerrings befand. Es wurde später auch ''Wilbrechtsturm'' genannt. Auch von diesem Tor ist heute nichts mehr erhalten. | ||
1817 | Als 1817 der [[Odeonsplatz]] angelegt wurde, riss man das Schwabinger Tor ab, wahrscheinlich auch weil es seine Funktion verloren hatte, denn 1795 wurde die Festungsfunktion der Stadtmauer aufgehoben. | ||
Heute wird als Schwabinger Tor ein Bauprojekt östlich der [[Leopoldstraße]] und nördlich der [[Johann-Fichte-Straße]] bezeichnet. Es befindet sich auf dem Gelände des früheren [[Schwabylon]]s und soll bis 2017 fertig gestellt sein. Das gesamte Areal ist autofrei konzipiert. Im nördlichen Teil kreuzt die [[Trambahnlinie 23]] das Gelände und hat dort eine Haltestelle gleichen Namens. | |||
==Quellen/Literatur== | ==Quellen/Literatur== | ||
Michael Weithmann: ''Burgen in München'', 2006 ISBN 3-8307-1036-4 | Michael Weithmann: ''Burgen in München'', 2006 ISBN 3-8307-1036-4 | ||
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Version vom 7. Februar 2016, 07:51 Uhr
Das Schwabinger Tor war ein Stadttor der zweiten Stadtmauer Münchens. Es befand sich einige Meter nördlich der heutigen Feldherrnhalle. 1319 wird es erstmals erwähnt.
Es war benannt nach dem nördlich gelegenen damaligen Dorf und heutigen Stadtteil Schwabing, da unmittelbar dort die Straße nach Schwabing begann. Die heutige Ludwigstraße hat noch den ungefähren Verlauf dieser Straße, die damals noch viel schmaler gewesen sein dürfte. Es war der nördliche Zugang zur Stadt und das Gegenstück zum im Süden gelegenen Sendlinger Tor.
Im Aussehen ähnelte es dem Karlstor. Zunächst bestand es aus einem Torturm von 30 Meter Höhe, später wurde es um zwei seitliche Türme erweitert.
Es wurde auch "Unseres Herrn Tor" genannt, da sich vor dem Toreingang eine kleine Kapelle befand. Außerdem wurde es auch "Äußeres Schwabinger Tor" genannt, da sich auf Höhe der heutigen Schäfflerstraße, wo die Theatinerstraße in die Weinstraße übergeht, das innere Schwabinger Tor des ersten Mauerrings befand. Es wurde später auch Wilbrechtsturm genannt. Auch von diesem Tor ist heute nichts mehr erhalten.
Als 1817 der Odeonsplatz angelegt wurde, riss man das Schwabinger Tor ab, wahrscheinlich auch weil es seine Funktion verloren hatte, denn 1795 wurde die Festungsfunktion der Stadtmauer aufgehoben.
Heute wird als Schwabinger Tor ein Bauprojekt östlich der Leopoldstraße und nördlich der Johann-Fichte-Straße bezeichnet. Es befindet sich auf dem Gelände des früheren Schwabylons und soll bis 2017 fertig gestellt sein. Das gesamte Areal ist autofrei konzipiert. Im nördlichen Teil kreuzt die Trambahnlinie 23 das Gelände und hat dort eine Haltestelle gleichen Namens.
Quellen/Literatur
Michael Weithmann: Burgen in München, 2006 ISBN 3-8307-1036-4
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Das Thema "Schwabinger Tor" ist auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten unter: Schwabinger Tor.
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Das Thema "Schwabinger Tor" ist auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten unter: Schwabinger Tor (Stadtquartier).
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