Untermenzing: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Untermenzing''' ist seit der [[Eingemeindung]] vom 1. Dezember [[1938]] ein [[Stadtteil]] von [[München]] und gehört heute zum '''[[Stadtbezirk]] 23''' [[Allach-Untermenzing]].
'''Untermenzing''' ist seit der [[Eingemeindung]] vom 1. Dezember [[1938]] ein [[Stadtteil]] von [[München]] und gehört heute zum [[Stadtbezirk]] 23 [[Allach-Untermenzing]].
=== Sozialbürgerhaus ===


* Das [[Sozialbürgerhaus Pasing]] ist zuständig für die Stadtbezirke Pasing - [[Obermenzing]], [[Aubing]] - [[Lochhausen]] - [[Langwied]], [[Allach]] - [[Untermenzing]].
==Geschichte==
===Entstehung===
Untermenzing entstand durch eine Teilung des am 6. November [[817]] erstmals urkundlich erwähnten Menzing. Der bereits als ''Mezinga'' ersterwähnte Ort erhielt seinen Namen von einem Mann, der den Namen Manzo (oder auch Manzio, Menzio, Mennisco) trug.


===Alten- und Servicezentrum, ASZ ===
In der Konradinischen Matrikel von [[1315]] ist erstmals die Rede von ''duo menzing''. Damit gilt 1315 als Geburtsjahr Untermenzings, denn bis dahin dürften die aufgrund von Besitzübergaben erfolgten Ortsnennungen Obermenzing betroffen haben, nachdem nach dem {{WL2|de:Urbar (Verzeichnis)|Urbar}} von 1397 das Kloster Wessobrunn mit zwei Gütern im heutigen Untermenzing um den neuzeitlichen Ortskern um die Pfarrkirche St. Martin (heute [[Eversbuschstraße]] 11) nennt, im heutigen Obermenzing dagegen elf Güter. Wenig später wurde Untermenzing der herzoglichen Hofmark Menzing einverleibt, die [[1442]] erstmals erwähnt wird.


* Alten- und Service-Zentrum Pasing
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde Untermenzing beim Schwedeneinfall im Mai [[1632]] zu 50 Prozent zerstört: die Schweden brannten 16 Häuser nieder. Als Baron Anton von Berchem 1676 die Hofmark Menzing übernahm, waren bereits wieder 31 Anwesen bewohnt, also so viele wie vor dem Dreißigjährigen Krieg. Die Einwohnerzahl von Untermenzing blieb – im Gegensatz zu der von [[Allach]] – konstant: 1809 hatte sich die Zahl der Anwesen nur um vier auf 35 erhöht. [[1818]] wurde Untermenzing zur selbständigen Gemeinde erhoben.
::[[Bäckerstraße]] 14
::81241  München
::Telefon 089 - '''8 29 97 70'''


===Geschichte===
===Entwicklung===
Obwohl Untermenzing auch an der [[1867]] eröffneten Eisenbahnlinie München–Ingolstadt liegt, konnte die Gemeinde nicht von der industriellen Entwicklung profitieren, wie es Allach tat. Das hängt vor allem mit dem fehlenden Bahnhof zusammen, den Untermenzing als Haltepunkt der [[S-Bahn]] erst am 11. Dezember 2005 ([http://www.mvv-muenchen.de/web4archiv/objects/download/verbundbericht_2005.pdf Verbundbericht 2005] des [[Münchner Verkehrs- und Tarifverbund]]es) im Rahmen des Ausbaus zur Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München erhielt. Dennoch wuchs Untermenzing rasch: Während das Straßendorf 1855 erst 266 Einwohner zählte, so stieg ihre Zahl bis 1900 auf 384 an.


Untermenzing entstand durch eine Teilung des am 6. November 817 erstmals urkundlich erwähnten Menzing. Der bereits als ''Mezinga'' (sic!) ersterwähnten Ort erhielt seinen Namen von einem Mann, der den Namen Manzo/Manzio/Menzio/Mennisco trug.
1925 zählte man bereits 1662 und im Jahr der Eingemeindung 1938 schließlich 4800 Einwohner. Untermenzing wurde auf Grundlage des Vertrages vom 27. Oktober 1938 am 1. Dezember 1938 in die Stadt München eingemeindet.


In der Konradinischen Matrikel von 1315 ist erstmals die Rede von ''duo menzing''. Damit gilt 1315 als Geburtsjahr Untermenzings, denn bis dahin dürften die aufgrund von Besitzübergaben erfolgten Ortsnennungen Obermenzing betroffen haben, nachdem nach dem [[Urbar (Verzeichnis)|Urbar]] von 1397 das [[Kloster Wessobrunn]] mit zwei Gütern im heutigen Untermenzing um den neuzeitlichen Ortskern um die Pfarrkirche St. Martin (heute Eversbuschstraße 11) nennt, im heutigen Obermenzing dagegen elf Güter. Wenig später wurde Untermenzing der herzoglichen Hofmark Menzing einverleibt, die 1442 erstmals erwähnt wird.
====Wappen der ehemaligen Gemeinde Untermenzing====
'''Beschreibung''': Geteilter Schild, obere Hälfte dreifaches Schach in Rot und Silber; untere Hälfte ein schwarzes unterschlächtiges halbes Mühlenrad auf Gold.


Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde Untermenzing beim Schwedeneinfall im Mai 1632 zu 50 Prozent zerstört: die Schweden brannten 16 Häuser nieder. Als Baron [[Anton von Berchem]] 1676 die [[Hofmark Menzing]] übernahm, waren bereits wieder 31 Anwesen bewohnt, also so viele wie vor dem Dreißigjährigen Krieg. Die Einwohnerzahl von Untermenzing blieb – im Gegensatz zu der von Allach – konstant: 1809 hatte sich die Zahl der Anwesen nur um vier auf 35 erhöht. 1818 wurde Untermenzing zur selbständigen Gemeinde erhoben.
Nach der Eingemeindung in die Stadt München [[1938]] besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens.


Obwohl Untermenzing auch an der [[1867]] eröffneten Eisenbahnlinie München–Ingolstadt liegt, konnte die Gemeinde nicht von einer industriellen Entwicklung profitieren, wie es Allach tat. Das hängt vor allem mit dem fehlenden Bahnhof zusammen, den Untermenzing als [[Haltepunkt]] der [[S-Bahn]] erst am 11. Dezember 2005<ref>[http://www.mvv-muenchen.de/web4archiv/objects/download/verbundbericht_2005.pdf Verbundbericht 2005] des [[Münchner Verkehrs- und Tarifverbund]]es; Abgerufen am 10. Juni 2011</ref> im Rahmen des Ausbaus zur [[Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München]] erhielt. Dennoch wuchs Untermenzing rasch: Während das Straßendorf 1855 erst 266 Einwohner zählte, so stieg ihre Zahl bis 1900 auf 384 an.
==Einrichtungen==
=== Sozialbürgerhaus ===


1925 zählte man bereits 1662 und im Jahr der Eingemeindung 1938 schließlich 4800 Einwohner. Untermenzing wurde auf Grundlage des Vertrages vom 27. Oktober 1938 am 1. Dezember 1938 in die Stadt München eingemeindet.
* Das [[Sozialbürgerhaus Pasing]] ist zuständig für die Stadtbezirke [[Pasing-Obermenzing]], [[Aubing-Lochhausen-Langwied]], [[Allach-Untermenzing]].


====Wappen der ehemaligen Gemeinde Untermenzing====
===Alten- und Servicezentrum, ASZ ===
'''Beschreibung''': Geteilter Schild, obere Hälfte dreifaches Schach in Rot und Silber; untere Hälfte ein schwarzes unterschlächtiges halbes Mühlenrad auf Gold.


Nach der Eingemeindung in die Stadt München [[1938]] besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens.
* Alten- und Service-Zentrum Pasing
::[[Bäckerstraße]] 14
::81241  München
::Telefon '''089 / 8 29 97 70'''


==Weblinks==
==Weblinks==
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Allach-Untermenzing Wikipedia Allach-Untermenzing]
*Wetterdaten Untermenzing: [http://www.segatz.org/ www.segatz.org]
*Wetterdaten Untermenzing: [http://www.segatz.org/ www.segatz.org]
* [http://www.memoryloops.net/de#!/240/ memoryloops Nr. 240]: [[Menzinger Straße]] 65 ([[Memory Loops|Audio-Projekt ''Opfer des Nationalsozialismus — Erinnern und Gedenken]]: Widerstand, 1937-1942, Neu Beginnen, Famiie Nerdinger, Todesurteile)
* [http://www.memoryloops.net/de#!/240/ memoryloops Nr. 240]: [[Menzinger Straße]] 65 ([[Memory Loops|Audio-Projekt ''Opfer des Nationalsozialismus — Erinnern und Gedenken]]: Widerstand, 1937-1942, Neu Beginnen, Famiie Nerdinger, Todesurteile)


[[Kategorie:Stadtteil]]
[[Kategorie:Stadtteil]]
[[Kategorie:Untermenzing|!]]
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Version vom 17. September 2012, 07:04 Uhr

Untermenzing ist seit der Eingemeindung vom 1. Dezember 1938 ein Stadtteil von München und gehört heute zum Stadtbezirk 23 Allach-Untermenzing.

Geschichte

Entstehung

Untermenzing entstand durch eine Teilung des am 6. November 817 erstmals urkundlich erwähnten Menzing. Der bereits als Mezinga ersterwähnte Ort erhielt seinen Namen von einem Mann, der den Namen Manzo (oder auch Manzio, Menzio, Mennisco) trug.

In der Konradinischen Matrikel von 1315 ist erstmals die Rede von duo menzing. Damit gilt 1315 als Geburtsjahr Untermenzings, denn bis dahin dürften die aufgrund von Besitzübergaben erfolgten Ortsnennungen Obermenzing betroffen haben, nachdem nach dem UrbarW von 1397 das Kloster Wessobrunn mit zwei Gütern im heutigen Untermenzing um den neuzeitlichen Ortskern um die Pfarrkirche St. Martin (heute Eversbuschstraße 11) nennt, im heutigen Obermenzing dagegen elf Güter. Wenig später wurde Untermenzing der herzoglichen Hofmark Menzing einverleibt, die 1442 erstmals erwähnt wird.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Untermenzing beim Schwedeneinfall im Mai 1632 zu 50 Prozent zerstört: die Schweden brannten 16 Häuser nieder. Als Baron Anton von Berchem 1676 die Hofmark Menzing übernahm, waren bereits wieder 31 Anwesen bewohnt, also so viele wie vor dem Dreißigjährigen Krieg. Die Einwohnerzahl von Untermenzing blieb – im Gegensatz zu der von Allach – konstant: 1809 hatte sich die Zahl der Anwesen nur um vier auf 35 erhöht. 1818 wurde Untermenzing zur selbständigen Gemeinde erhoben.

Entwicklung

Obwohl Untermenzing auch an der 1867 eröffneten Eisenbahnlinie München–Ingolstadt liegt, konnte die Gemeinde nicht von der industriellen Entwicklung profitieren, wie es Allach tat. Das hängt vor allem mit dem fehlenden Bahnhof zusammen, den Untermenzing als Haltepunkt der S-Bahn erst am 11. Dezember 2005 (Verbundbericht 2005 des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes) im Rahmen des Ausbaus zur Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München erhielt. Dennoch wuchs Untermenzing rasch: Während das Straßendorf 1855 erst 266 Einwohner zählte, so stieg ihre Zahl bis 1900 auf 384 an.

1925 zählte man bereits 1662 und im Jahr der Eingemeindung 1938 schließlich 4800 Einwohner. Untermenzing wurde auf Grundlage des Vertrages vom 27. Oktober 1938 am 1. Dezember 1938 in die Stadt München eingemeindet.

Wappen der ehemaligen Gemeinde Untermenzing

Beschreibung: Geteilter Schild, obere Hälfte dreifaches Schach in Rot und Silber; untere Hälfte ein schwarzes unterschlächtiges halbes Mühlenrad auf Gold.

Nach der Eingemeindung in die Stadt München 1938 besitzt der Stadtrat der Landeshauptstadt München sämtliche Rechte zur Verwendung und Führung des Wappens.

Einrichtungen

Sozialbürgerhaus

Alten- und Servicezentrum, ASZ

  • Alten- und Service-Zentrum Pasing
Bäckerstraße 14
81241 München
Telefon 089 / 8 29 97 70

Weblinks

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