Wilhelm Hausenstein

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Wilhelm Hausenstein (* 17. Juni 1882 in Hornberg; † 3. Juni 1957 in München) war Schriftsteller, Kunstkritiker und Kulturhistoriker, Publizist und Diplomat. Er setzte sich gegen Nationalsozialismus und Antisemitismus ein und widmete sich nach dem Zweiten Weltkrieg intensiv der deutsch-französischen Freundschaft.

Leben

Er studierte in Heidelberg, Tübingen und München Altphilologie, Philosophie, Theologie, Kunstgeschichte, Nationalökonomie und Geschichte. Hausenstein begann 1917 bei den Münchner Neuesten Nachrichten.

1945 bot ihm die US-Militärregierung die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung an, er lehnte das Angebot wegen seiner angegriffenen Gesundheit und seiner literarischen Pläne ab. 1949 gründete er mit 48 anderen Schriftstellerinnen und Schriftstellern (darunter Adolf Grimme, Erich Kästner und Marie Luise Kaschnitz) die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung.

1950 ging er für die deutsche Regierung nach Paris, erst als Generalkonsul, dann als Geschäftsträger und schließlich als erster Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich (bis 1955).

Wilhelm Hausenstein erlag am 3. Juni 1957 einem Herzinfarkt und wurde auf dem Bogenhausener Friedhof begraben.

Werke (Auswahl)

Hausenstein schrieb rund 80 Bücher über kulturelle Themen, Kunst- und Reisebücher, Erzählungen und auch Erinnerungen; einige von ihnen erschienen unter den Pseudonymen Johann Armbruster und Kannitverstan. Sein Tagebuch im Kriege gilt als eines der eindrucksvollsten Dokumente der Zerstörung Münchens.

  • 1958: Liebe zu München

Ehrungen (Auswahl)


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