St. Markus

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St. Markus, 2011

Die evangelische Kirche St. Markus, auch Markuskirche oder zweite protestantische Kirche genannt, steht am Anfang der Gabelsbergerstraße bei deren Abzweigung vom Oskar-von-Miller-Ring.

Benannt wurde sie nach dem Evangelisten MarkusW, dem ersten Bischof von Alexandria und damit Begründer der koptischen Kirche und dem mutmaßlichen Verfasser des sog. Markusevangeliums. Sie wurde 1873–1876 als zweite evangelische Kirche in München nach Plänen des Architekten Rudolf Wilhelm Gottgetreu errichtet. Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg errichtete der Architekt Gustav Gsaenger einen Neubau auf den verbliebenen Mauerresten der zerstörten Kirche.

Fassadenansicht Markuskirche von der Gabelsbergerstraße gesehen, nach 1885.
Untere Gabelsbergerstraße mit der im 2. Weltkrieg fast völlig zerstörten Kirche, hier gesehen im Jahr 1907.
Alte Markuskirche, Innenansicht vor 1890.


Adresse

Adr.png

St. Markus
Gabelsbergerstraße 6
D-80333 München
☎ : 089 / 28 67 690
@ : webmaster.markuskirche@elkb.de


Die alte Markuskirche

Der architektonische Entwurf der zweiten protestantischen Kirche in München geht noch auf den Architekten Gottgetreu zurück, der den Kirchenbau im November 1873 begonnen hatte, Grundsteinlegung am 10. November, und noch während der Bauausführung im laufenden Jahr 1876, nach einem Streit mit der evangelischen Kirchengemeinde von seiner Bauaufsicht zurücktreten musste. Die Bauführung wurde im gleichen Jahr an Georg Eberlein, einem in Nürnberg tätigen Architekten, übertragen. Am 28. Oktober 1877 wurde die Kirche geweiht. Erst im Jahr 1885 erhielt die Kirche ihren noch aktuell geführten Namen verliehen.

Die Fassade war geschmückt mit den Statuen, Christus, Luther, Melanchthon, Kalvin, und Zwingli darstellend. Der Turmhelm war aus Eisenmetall gefertigt. Das Gebäude und der Hallenbau selbst waren aus unverputzten Backsteinziegeln errichtet. Verblendungen und Zier der Aussenfassade waren in Sandstein ausgeführt. Einige der geplanten Stützpfeiler und Säulen wurden entgegen den Planungen Gottgetreus nicht mehr in der damals hochmodern geltenden Gußeisenkonstruktion, sondern aus Naturstein gefertigt.

>> rechts >> Fotos bei Ferdinand Finsterlin vor 1890, und Georg Pettendorfer im Jahr 1907.

Literatur

  • Zauner: München in Kunst und Geschichte. Lindauerische, München 1914. (S. 184.)
  • Reber: Bautechnischer Führer durch München. Ackermann, München 1876. (S. 104-105 Der Kirchenbau wird hier noch als unfertig aufgelistet.)
  • Habel, Hallinger, Weski: Denkmäler in Bayern - Landeshauptstadt München - Mitte - Buch 1 von 3. Lipp, München. 2009 (S. 246-247.)
  • Bayerischer Architekten- und Ingenieur-Verband: München und seine Bauten nach 1912. Bruckmann, München 1984 (S. 135-136.)
  • H. Stahleder: Kirche in der Vorstadt - die evangelische Christuskirche und der Münchner Stadtbezirk Neuhausen um 1900. Buchendorfer, München 2001 (S. 46-47.)

Weblinks

Siehe auch

Es gibt auch eine gleichnamige katholische Kirche in Neuaubing.

Wikipedia.png
Das Thema "St. Markus" ist auf Grund der überregionalen Bedeutung des Themas auch bei der deutschsprachigen Wikipedia vertreten — dort:
erreichbar über diesen Link: St._Markus_(München).