MuSeenLandschaft Expressionismus

Aus München Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die MuSeenLandschaft Expressionismus ist ein seit 2012 bestehender Zusammenschluss aus fünf Museen und fünf Tourismusorganisationen im Bayerischen Alpenvorland.[1] Die beteiligten Museen widmen sich den expressionistischen Strömungen in der Kunst.[2]

Marketing und Tourismus

Das „MuSeenLandschaft“-Ticket ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, die vier anderen Partnermuseen mit einem ermäßigten Einlass zu besuchen.[3] Darüber hinaus macht die Vereinigung auf Freizeitaktivitäten in der Region aufmerksam, informiert über Übernachtungsmöglichkeiten in Partnerhotels[4] und entwirft eigene touristische Themenrouten, wie eine Radtour durch die „MuSeenLandschaft Expressionismus“.[5]

Ausstellungsschwerpunkte der teilnehmenden Museen

Die in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossenen Museen teilen den Ausstellungsschwerpunkt des Expressionismus, setzen aber individuelle Akzente durch die Entstehungshistorie oder Namensgeber der jeweiligen Museen. Die Museen konzipieren gemeinsame Ausstellungen und legen Themenschwerpunkte für Ausstellungen fest.[6][7][8]

  • Das Franz Marc Museum in Kochel am See ist dem Werk Franz Marcs gewidmet. Sein Gesamtwerk war zuvor in Kochel ausschließlich durch die Sammlung der Franz Marc Stiftung vertreten. Durch den Zugewinn der Sammlung Stiftung Etta und Otto Stangl kann es mit dem Werk seiner Zeitgenossen, wie den Künstlern der Brücke gegenübergestellt werden.[9]
  • Der Sammlungsschwerpunkt des Buchheim Museums der Phantasie in Bernried ist der Expressionismus, vor allem mit Werken der Künstlergruppe Brücke. Die sogenannte „Nebensammlung“ umfasst Kunsthandwerk aus aller Welt, bayerische Volkskunst, Kultgegenstände aus Afrika und anderen außereuropäischen Ländern sowie Werke des Künstlers Lothar-Günther Buchheim.[10]
  • Die Penzberger Sammlung in Penzberg beinhaltet die weltweit größte Sammlung von Werken Heinrich Campendonks, der dem Blauen Reiter angeschlossen war und unter anderem in Penzberg wirkte. Neben Campendonk liegt ein zweiter Schwerpunkt auf Gerhard Fietz, Mitglied der Gruppe ZEN 49. Weitere Dauerausstellungen behandeln die Geschichte von Penzberg.
  • Im Zentrum des Schloßmuseums Murnau in Murnau am Staffelsee stehen die Werke Gabriele Münters sowie Arbeiten der Künstler der Neuen Künstlervereinigung München und des Blauen Reiter. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Malerei im 19. Jahrhundert. Das Museum präsentiert ebenfalls seine Hinterglaskunstsammlung und Dokumentationen zu Leben und Werk des Schriftstellers Ödön von Horváth.[11]
  • Das Lenbachhaus in München präsentiert die Münchner Kunst des 19. Jahrhunderts, die Kunst des Blauen Reiter und der Neuen Sachlichkeit sowie vor allem die internationale Gegenwartskunst. Das Museum besitzt die weltweit größte Sammlung zur Kunst des Blauen Reiter, einer der bedeutendsten Künstlergruppen der Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts.[12][13]

Standort der Museen im Zusammenhang des Expressionismus

Der Name „MuSeenLandschaft“ leitet sich vom Standort der jeweiligen Museen ab. Diese befinden sich alle unmittelbar an oder in der Nähe von folgenden Seen und Flüssen: das Stadtmuseum Penzberg an den Osterseen, das Schloßmuseum Murnau am Staffelsee, das Buchheim Museum am Starnberger See, das Franz Marc Museum am Kochelsee sowie das Lenbachhaus Museum an der Isar.

Die geografische Lage ist im kunstgeschichtlichen Kontext relevant. Nirgendwo in Deutschland findet sich eine so dichte Kunst- und Naturlandschaft wie zwischen München und dem Alpenrand, wo in zahlreichen Museen ein Überblick über den deutschen Expressionismus geboten wird. Im oberbayerischen Alpenvorland zwischen München, Murnau und Kochel hat die Kunst des „Blauen Reiter“ ihren Ursprung genommen,[14] als im frühen 20. Jahrhundert junge Expressionisten aus München zum Malen in das Alpenvorland kamen. Besonders die Künstler des Blauen Reiter Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, Alexej von Jawlensky oder Heinrich Campendonk waren der Region verbunden.[15] Auf Franz March geht die Bezeichnung der Region zwischen Staffelsee und Kochelsee als Blaues Land zurück. Emil Nolde und Ernst Ludwig Kirchner malten ebenfalls in der Region, bevor sie Mitglieder der Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ wurden.[2]

Weblinks

Www.png www.museenlandschaft-expressionismus.de, offizielle Website der MuSeenLandschaft Expressionismus

Einzelnachweise