Wassily Kandinsky

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Wassily Kandinsky (* 16. Dezember 1866 in Moskau; † 13. Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich) war ein russischer Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker, der auch in Deutschland und Frankreich lebte und wirkte. Er war ein Künstler des Expressionismus und vor allem der abstrakten Kunst.

Er studierte ab 1900 an der Kunstakademie München bei Franz von Stuck und lernte dort auch seine spätere Lebensgefährtin Gabriele Münter kennen. Für seine künstlerische Weiterentwicklung war Murnau am Staffelsee eine entscheidende Station. Er lebte dort mit Münter im heute als Museum genutzten Münter-Haus. Dort kam es im Sommer 1908 für ihn und Münter zur bedeutungsvollen Zusammenarbeit mit Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky. Durch deren Einfluss wurden Münter und Kandinsky zum Abstrahieren inspiriert.

1911 gründete er zusammen mit Franz Marc den Blauen Reiter, einen Kunstalmanach, unter dessen Namen auch Ausstellungen veranstaltet wurden. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges floh er 1914 nach Russland, kehrte aber 1922 wieder nach Deutschland zurück und wirkte im Bauhaus in Dessau. Nach dessen Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 zog Kandinsky nach Frankreich, wo er 1944 starb.

1937 wurden 57 seiner Werke in deutschen Museen von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und 14 dann in der Ausstellung Entartete Kunst in München gezeigt.

Einige seiner Bilder sind im Lenbachhaus zu sehen.

Zum ewigen Gedenken an Kandinsky erhielt im Jahr 1964 eine Straße, die Kandinskystraße in Solln, Neu-Solln, oder auch Parkstadt Solln, den Namen des Künstlers.

Aus alten Adressbüchern und Briefen geht hervor, dass Kandinsky in der Zeit von Juli 1901 bis September 1904 in der Friedrichstraße auf Hausnummer 1 seine Bleibe gefunden hatte. Als Andenken wurde hier im Flur des Eingangsbereichs eine Gedenktafel angebracht. (Jahr und Künstler der Tafel nicht bekannt)

Nach einer vierjährigen Pause kommt Kandinsky im Jahr 1908 nochmals nach München, und bezieht eine Wohnung im Rückgebäude des Mietshauses in der Ainmillerstraße 36 (Kriegszerstört). Im Jahr 1909 geht es nochmals in dieses Haus an der Ainmillerstraße, wo er bis 1914 wohnen wird. An der Fassade des Gebäudes, ein Neubau, finden wir ebenfalls eine Tafel mit Inschrift, (Jahr und Künstler noch unbekannt).

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