Johann Nepomuk Pertsch

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Ehemalige Angerfronfeste
(Aufnahme von 1902, Bauwerk von 1826)

Der Baumeister Johann Nepomuk Pertsch (als Geburtsjahr werden genannt: 1777, 1780 oder 1785 in Friedrichshafen/Bodensee, gestorben am 27. Januar oder Juli 1835 in München) war städtischer Baurat in München.

Leben

1804 bis 1805 studierte er im damals noch österreichischen Triest theoretische und praktische Mathematik für Architekten und arbeitete an Bauten seines Bruders Matteo Pertsch [1] mit.

1809 wurde er Landbauinspektor im Etsch-Kreis in Trient. Ab 1812 war er Bauinspektor bei der General-Mauthdirection, ab 1817 Zentralbaumeister und Bauinspektor des Mautwesens. Am 13. September 1824 erhielt er den Titel Baurats vom König.

1835 leitete Johann Nepomuk Pertsch den Bau der Bahnstrecke München–Augsburg [2] und vermittelte seinem Sohn Joseph Pertsch (* 1806; † 1841) einen Broterwerb als Eisenbahn-Ingenieur und Stellvertreter von Ulrich Himbsel [3] in München [4], wo dieser 1838 auch eine Familie gründete.

Seine Grabstätte auf dem Südfriedhof hat die Nummer (8-2-56). Zum Geburts- und Sterbetag gibt es unterschiedliche Informationen.

Am 16.12.1835 gibt der Magistrat bekannt, dass ab dem 11.01.1836 damit begonnen wird, den Nachlass von Baurath Pertsch auf Karlstraße 44 im 3. Stock öffentlich zu versteigern.

Grabdenkmal Pertsch

Bauwerke

Da leider alle seine bekannten Bauwerke abgetragen wurden, müssen wir uns mit in den Archiven und Sammlungen hinterlassenen Fotoansichten und anderen Fakten begnügen.

  • Prinz-Arnulf-Kaserne in der Türkenstraße
  • 1820-1826 Fronfeste am Unteren Anger, Grundsteinlegung am 12. Oktober 1820. (Gefängnis, vergleiche Artikel Anger Palais)
  • 1827-1832 Die Alte St. Matthäus-Kirche, protestantische Kirche in der Sonnenstraße aber mit der Anschrift, Karlsplatz 18. Grundsteinlegung am 5. August 1827. Bauunterbrechung durch Geldmangel im Jahre 1829. Feierliche Eröffnung der Kirche am 25. August 1833. 1938 unter nationalsozialistischer Herrschaft aus "städtebaulichen Gründen" abgerissen.
  • 1828-1830 Börse in Augsburg

Quellen und Nachweise

  • Reden und Predigten bei der Einweihung der evangelischen Kirche in München, 25. August 1833. George Jaquet, München, 1833.
  • Bayerischer Architekten- und Ingenieur-Verband, München und seine Bauten. Bruckmann, 1912, Reprint 1978. ISBN 3765417475 (S. 192 zu Fronfeste)
  • Protestantische Landeskirche im Königreiche Bayern Rechts des Rheins Annalen der Protestantischen Kirche im Königreich Bayern, Band 3, S. 57 f.
  • Thieme & Becker. 26, 1932. (Geburtsdatum hier mit dem Jahr 1780)
  • Hermann und Rudolf Marggraff: München mit seinen Kunstschätzen und Merkwürdigkeiten, Joseph Alphons Finsterlin (-1886 SF.2,37-5-32), München, 1846. (S.270 Geburtsjahr 1877 + Sterbedatum 27.01.1835)
  • M. Gessler: Die fünf neuen Kirchen Münchens in Bildern und Beschreibung für Besucher derselben und Kunstfreunde im Allgemeinen, Georg Franz, München, 1847. (S.28-30. Eine gute Beschreibung der Einrichtung, Aussehen, und Ausgestaltung der Kirche)
Wikipedia.png
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Erreichbar über diesen Link: Johann Nepomuk Pertsch.