Historischer Verein von Oberbayern

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Der Historische Verein von Oberbayern ist ein am 29. Juli 1885 gegründeter Verein.[1]


Er hat seinen Sitz in der Winzererstraße 68

Nach seiner Website:

Aus der Vereinsgeschichte

König Ludwig I. wollte nach dem Ende der Napoleonischen Zeit die Romantik der patriotischen Begeisterung politisch nutzen. Er lässt die Denkmalpflege staatlich fördern und ruft zur Gründung von Geschichtsvereinen auf: "[...] Wir aber die Erhaltung solcher Denkmale zur Belebung des Nationalgeistes, zum Studium der vaterländischen Geschichte und zur Verbreitung der Kunde derselben unter dem Volk für vorzüglich wichtig erachten."

Ab 1830 kommt es auf der Ebene der heutigen Regierungsbezirke zumeist von den jeweiligen Regierungspräsidenten veranlasst zu Zusammenschlüssen von Geschichts- und Kunstinteressierten. Neben höheren Staatsbeamten wurden auch bald adelige Gutsbesitzer, Pfarrer und vor allem Lehrer zur Mitarbeit in den Historischen Vereinen gewonnen. In München bildete sich im Juni 1830 der "Historische Verein für den Isarkreis", der schon bald 166 Mitglieder zählte.

Am 11. Dezember 1837 traten zwanzig Geschichtsfreunde zusammen, um den Verein neu zu beleben, einen Ausschuss zu wählen und die künftigen Statuten zu beraten. Seinen ersten Sitz erhielt der Verein in der Alten Akademie an der Neuhauser Straße.

Da sich die seit 1831 um Ludwig Schwanthaler bestehende "Gesellschaft für deutsche Alterthumskunde zu den drei Schilden" bereit erklärte, ihre Mitglieder und ihre Sammlungen in den neu begründeten "Historischen Verein von und für Oberbayern" einzubringen, gehörten diesem Ende 1838 bereits 273 Mitglieder an. Das Siegelbild des Vereins (Wappen) entspricht dem der damals aufgelösten Vorgängerinstitution (unter einem von Blau und Silber gespaltenen Schildhaupt, zwei zu eins gestellte Schilde).

1839 erschienen der erste Band des "Oberbayerischen Archivs für vaterländische Geschichte", als Auftakt zu einer bis heute bestehenden Publikationsreihe, die in mittlerweile fast 1.200 Beiträgen historische und kunsthistorische Themen aus dem Vereinsgebiet beleuchtet. Das Oberbayerische Archiv ist bis heute die einzige wissenschaftliche Zeitschrift, die sich ausschließlich oberbayerischen Themen widmet.

175 Jahre OBBA

u.a.:

  • Brigitte Huber: »Eine hochansehnliche Versammlung ausgezeichneter Kenner, Pfleger und Freunde der vaterländischen Geschichte« – 175 Jahre Historischer Verein von Oberbayern
  • Hans-Joachim Hecker: Der Historische Verein von Oberbayern als königlich privilegierte Juristische Person
  • Chronologie der Vorsitzenden, der Schriftführer und Schriftleiter


Die Sammlungen des Historischen Vereins von Oberbayern

  • Bestände im Stadtarchiv München
  • Meinolf Schwarzenau: Die Vereinsbibliothek – eine Schatzkammer der Gelehrsamkeit
  • Ingo Schwab: Urkunden und Akten
  • Michael Stephan: Die Manuskripte-Sammlung
  • Brigitte Huber: Die »Bildersammlung«
  • Angela Stilwell: Karten und Pläne
  • Anton Löffelmeier: Nachlässe
  • Helmuth Stahleder: Die »Geißiana«
  • Anton Löffelmeier: Die »Collectio Angereriana«
  • Manfred Peter Heimers: »Unsern Gruß zuvor« – Die Mandate-Sammlung Manfred Peter Heimers: In ungestörter Unordnung: Die Autographen-Sammlung
  • Richard Bauer: Faszination der Heraldik: Die Wappen- und Siegel-Sammlung

Fußnoten

  1. Historischer Verein von Oberbayern: hv-oberbayern.de/index