Franz von Baader

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Der Arzt und Bergbauingenieur Benedict Franz Xaver Baader, seit 1808 Ritter von Baader (* 27. März 1765 in München; † 23. Mai 1841 ebenda) veröffentlichte auch eine Reihe sozialer oder philosophischer Schriften. Er war ein Bruder von Joseph von Baader.

Leben

Baader war das dritte von dreizehn Kindern von Franz Josef Baader, dem Leibarzt von Herzog Clemens von BayernW, und Maria Dorothea Rosalia B. geb. von Schöpff. Er studierte in Ingolstadt und Wien Medizin und Naturwissenschaften. Nachdem er als Arzt in die Praxis seines Vaters eingetreten war, gab er den Beruf 1786 wieder auf. Ab 1788 studierte er dann in Freiberg Bergbau.

1799 wurde er in München Bergrat. 1801 heiratete er Franziska von Reisky, mit der er zwei Kinder hatte. 1808 wurde er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seine Büste steht in der Ruhmeshalle. Das Grab Baaders befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof (Gräberfeld 14 - Reihe 12 - Platz 13).

Die Baaderstraße und der Baaderplatz und in Nürnberg die Baaderstraße sind nach ihm benannt.

Werke (Auswahl)

  • Vorlesungen ueber speculative Dogmatik. 4 Bände, 1828–1836 (ULB Münster)
  • Franz von Baader’s sämmtliche Werke. 16 Bände. Hrsg. v. Franz Hoffmann, Julius Hamberger et al. Bethmann, Leipzig 1851–60; Neudruck: Scientia, Aalen 1963 (Digitalisat bei Gallica; Korrigierter Volltext als PDF auf www.venturus.de)
  • Schriften Franz von Baaders. Ausgewählt und herausgegeben von Max Pulver. Insel, Leipzig 1921; Faksimile-Ausgabe ebd. 1980, ISBN 3-458-14823-X
  • Schriften zur Gesellschaftsphilosophie. Hrsg. v. Johannes Sauter. Fischer, Jena 1925
  • Vom Sinn der Gesellschaft. Schriften zur Socialphilosophie. Ausgewählt und herausgegeben von Hans A. Fischer-Barnicol. Hegner, Köln 1966
  • Sätze aus der erotischen Philosophie und andere Schriften. Hrsg. v. Gerd-Klaus Kaltenbrunner. Insel, Frankfurt am Main 1966; als Taschenbuch ebd. 1991, ISBN 3-458-33020-8
  • Über die Begründung der Ethik durch die Physik und andere Schriften. Freies Geistesleben, Stuttgart 1969
  • Fermenta cognitionis (Erstdruck: Berlin 1822–26). Hrsg. v. Detlef Weigt. Superbia, Leipzig 2008, ISBN 978-3-937554-27-3

Literatur

  • Johannes Jost: Bibliographie der Schriften Franz v. Baaders. in: Rheinischer Buch-Anzeiger, Jg. 1 (1926) Heft IV, S. 133--155. (Digitalisat auf www.venturus.de)
  • Peter Koslowski: Philosophien der Offenbarung. Antiker Gnostizismus, Franz von Baader, Schelling. Schöningh, Paderborn 2001, 2. durchges. u. korrig. Auflage 2003, ISBN 3-506-74795-9.
  • Peter Koslowski (Hrsg.): Die Philosophie, Theologie und Gnosis Franz von Baaders. Spekulatives Denken zwischen Aufklärung, Restauration und Romantik . Passagen, Wien 1993, ISBN 3-85165-071-9.
  • Fritz Lieb: Franz Baaders Jugendgeschichte. Die Frühentwicklung eines Romantikers. München 1926
  • Gerhard Wehr: Franz von Baader. Zur Reintegration des Menschen in Religion, Natur und Erotik. Aurum, Freiburg im Breisgau 1980, ISBN 3-591-08156-6

Weblinks


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