Marien-Brunnen
Der dem Vorgängermodell nachgebildete Marien-Brunnen am Mariahilfplatz in der Au besteht aus einer Brunnenschale mit Säule. Der Brunnen ist auch als Schutzmantelmadonna-Brunnen oder Märchenbrunnen bekannt.
Standort: Mariahilfplatz, auf dem grossen Vorplatz neben den Alleebäumen, gegenüber dem Haupteingang der Maria-Hilf Kirche
Künstler: Konstantin Frick († 2001), Steinmetz und Bildhauer aus München Giesing
Material: Kirchheimer Muschelkalk
Zeit der Errichtung: 1983/1984
Signatur: im unteren Bereich der Säule, über dem Becken: Gestaltet 1983 von Konstantin Frick
Beschreibung
Anhand alter Ansichten, Fotos und Zeichnugen ist zu erfahren, dass auf dem Mariahilfplatz in der Au, bereits vor gut 170 Jahren ein kleiner einfacher Brunnen gestellt war. In neuerer Zeit trugen nun die Bürger der Au den Wunsch im Herzen, den im zweiten Weltkrieg zerstörten Brunnen durch einen neuen, ähnlich aussehenden Wasserspeier, an alter Stelle, wieder zu ersetzen. Dieser ehemals im klassizischtischen Typus errichtete Brunnen trug auf dem Haupt als Abschluss eine Kugel. In den frühen 1980er Jahren konnte nun ein neuer Brunnen in Auftrag gegeben werden. Anhand von fotografischen Vorlagen schuf der Steinmetz Konstantin Frick eine Brunnenschale, dem alten Wasserspiel stark angelehnt, auf der mittig eine Säule gestellt ist. Zur malerischen Ausgestaltung tauschte Frick die einfache Kugelform des Oberbaus gegen eine Madonnenfigur, deren Vorbild, die im Krieg stark beschädigte Schutzmantelmadonna aus der Kirche war. Das Wasser entspringt aus dem Mund einer aus Metall gefertigten Fratze, die neckisch die Zunge aus dem Maul bleckt.
Quellen/Weblinks
- Liste der Münchner Städtischen Frischwasserbrunnen. (Jahr 2013, Nr. 61)
- Liste der Münchner Städtischen Brunnen. (Jahr 2013, Nr. 77)
- Otto Josef Bistritzki: Brunnen in München (?)
- J. Reister: Brunnenkunst & Wasserspiele. (S.104)
- Dr. Greber's Münchner Springbrunnen Der Märchenbrunnen
- R. Mayer-Zaky: Die Münchner Au (S.192/193)
Siehe auch
- Auia-Brunnen in der Lilienstraße
- Die Liste mit knappen Angaben zu vielen anderen Münchner Brunnen