Oberlandesgericht München: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Justizpalast''' wurde in den Jahren [[1891]] bis [[1898]] nach Plänen des Münchner Architekten [[Friedrich von Thiersch]] im Stil des Neobarocks errichtet. Der Justizpalast ist Sitz des '''[[Landgericht München |Land-]]''' und '''Oberlandesgericht'''s.
Der '''Justizpalast''' wurde in den Jahren [[1891]] bis [[1898]] nach Plänen des Münchner Architekten [[Friedrich von Thiersch]] im Stil des Neobarocks errichtet. Der Justizpalast ist Sitz des '''[[Landgericht München |Land-]]''' und '''Oberlandesgericht'''s.


Die Nord- und Südfassaden des mächtigen Baukörpers sind durch fünfgliedrige [[wikipedia:de:Risalit|Mittelrisaliten]] und dreiachsige Seitenrisalite gegliedert. Die dem [[Karlsplatz|Stachus]] zugewandte Ostfassade ist die mit einem nach aussen gewölbten Mittelteil Schaufront. Der Mittelteil des Gebäudes wird von einer Kuppel mit Laterne (Gesamthöhe 67 Meter) überragt. Das Gebäude gilt als eines der optisch besten Werke der {{WL2|Gründerzeit}} in Deutschland.
Die Nord- und Südfassaden des mächtigen Baukörpers sind durch fünfgliedrige [[wikipedia:de:Risalit|Mittelrisaliten]] und dreiachsige Seitenrisalite gegliedert. Die dem [[Karlsplatz|Stachus]] zugewandte Ostfassade ist die mit einem nach außen gewölbten Mittelteil Schaufront. Der Mittelteil des Gebäudes wird von einer Kuppel mit Laterne (Gesamthöhe 67 Meter) überragt. Das Gebäude gilt als eines der optisch besten Werke der {{WL2|Gründerzeit}} in Deutschland.




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==Gedenktafel der 1938 entrechteten RechtsanwältInnen ==
==Gedenktafel der 1938 entrechteten RechtsanwältInnen ==
Im Justizpalast wurde am 30. November 1998 durch den bayerischen Justizminister Alfred Sauter im Beisein der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Charlotte Knobloch zu Ehren der vor 60 Jahren entrechteten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte eine Gedenktafel in einer Wandnische nahe der Eingangstür enthüllt.
Im Justizpalast wurde am 30. November 1998 durch den bayerischen Justizminister [[Alfred Sauter]] im Beisein der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde [[Charlotte Knobloch]] zu Ehren der vor 60 Jahren entrechteten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte eine Gedenktafel in einer Wandnische nahe der Eingangstür enthüllt.


Auf einer Plexiglastafel (0,40 m × 0,60 m) steht in weißer Schrift folgender Text:
Auf einer Plexiglastafel (0,40 m × 0,60 m) steht in weißer Schrift folgender Text:

Version vom 23. Juni 2010, 20:51 Uhr

Der Justizpalast (Nordfassade)
Justizpalast (um 1900)

Der Justizpalast wurde in den Jahren 1891 bis 1898 nach Plänen des Münchner Architekten Friedrich von Thiersch im Stil des Neobarocks errichtet. Der Justizpalast ist Sitz des Land- und Oberlandesgerichts.

Die Nord- und Südfassaden des mächtigen Baukörpers sind durch fünfgliedrige Mittelrisaliten und dreiachsige Seitenrisalite gegliedert. Die dem Stachus zugewandte Ostfassade ist die mit einem nach außen gewölbten Mittelteil Schaufront. Der Mittelteil des Gebäudes wird von einer Kuppel mit Laterne (Gesamthöhe 67 Meter) überragt. Das Gebäude gilt als eines der optisch besten Werke der GründerzeitW in Deutschland.


Hier fanden die Prozesse des so genannten Volksgerichtshofes gegen die Weiße Rose statt. Im weiteren 2. Weltkrieg wurde auch Justizpalast durch Bomben schwer beschädigt. Die Kuppel wurde dabei vollständig zerstört.

Oberlandesgericht München

Das Gebäude befindet sich in der Innenstadt beim Stachus neben dem Justizpalast an der Prielmayerstraße, im Haus Nr. 7. Das Oberlandesgericht München hatte seit 1905 seinen Sitz im Justizgebäude Prielmayerstraße 5. Etliche Einrichtungen des Oberlandesgerichts sind auf weitere Gebäude verteilt. Die Errichtung dieses nuen Gebäudes war notwendig geworden, weil der erst 1897 eingeweihte Justizpalast sich schnell als zu klein für die gesamten Aufgaben der Justiz erwies.

Gedenktafel der 1938 entrechteten RechtsanwältInnen

Im Justizpalast wurde am 30. November 1998 durch den bayerischen Justizminister Alfred Sauter im Beisein der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Charlotte Knobloch zu Ehren der vor 60 Jahren entrechteten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte eine Gedenktafel in einer Wandnische nahe der Eingangstür enthüllt.

Auf einer Plexiglastafel (0,40 m × 0,60 m) steht in weißer Schrift folgender Text:

Die Rechtsanwaltskammer für den Oberlandesgerichtsbezirk München gedenkt den Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, die während der Herrschaft des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 als Juden verfolgt und entrechtet wurden. Sie ehrt ihr Andenken durch die Aufzeichnung ihrer Namen zum 60. Jahrestag ihrer Vertreibung aus der Anwaltschaft am 30. November 1938. (RGBl I 1938, 1403).

Es werden folgende Namen von AnwältInnen aufgeführt


München, den 30. November 1998.“

Weblinks

Lage

Elisenstraße 1a

Siehe auch