Museum Villa Stuck

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Aufnahme von 1903

Die 1897/1898 von den Architekten Heilmann und Littmann in Beton ausgeführte neoklassizistische Villa Stuck in der Prinzregentenstraße in München ist das ehemalige Wohnhaus des „Malerfürsten“ Franz von Stuck. Nur wenige Meter entfernt befindet sich die 1899 fertiggestellte Maximiliansanlage über der Isar mit dem Friedensengel. Über die Luitpold-Brücke war und ist es ein kurzer Weg ins Zentrum.

Nach Jahren unterschiedlichster Nutzungen wurden die Gebäude 1992 zu einem dritten städtischen Museum (neben dem Stadtmuseum und dem Lenbachhaus) für Dauer- und Wechselausstellungen ausgebaut. Ständig gezeigt werden außer den historischen Wohn- und Atelierräumen Franz von Stucks eine Sammlung von Werken Stucks. Ergänzend kommen hinzu Objekte aus dem Bereich der Angewandten Kunst der Jahrhundertwende und Sonderausstellungen zu Themen aus dem historischen und künstlerischen Kontext Franz von Stucks sowie aus dem Bereich der Bildenden und Angewandten Kunst des 20. Jahrhunderts.

Aufnahme von 2011

Geschichte und Architektur

Von Stuck selbst entwarf die Villa und ließ 1913/14 ein Ateliergebäude hinzufügen. Für seine planerische und künstlerische Leistung wurde er 1928, unmittelbar vor seinem Tod, mit dem Ehrendoktortitel der Technischen Hochschule München ausgezeichnet.

Von 1998 - 2000 erfolgte ein neuerlicher Umbau durch das Münchner Architekturbüro Kiessler + Partner. Dabei wurde der Eingang zwischen die beiden Gebäude verlegt, um sie unabhängig voneinander nutzen zu können. Durch Überglasung des Zwischenraums entstand eine helle Eingangshalle mit Cafeteria und eine direkte Verbindung in den Garten.

Im Eckquadranten der Villa liegt die neue Haupttreppe, die alle Ebenen beider Häuser verbindet.

Der Ateliertrakt wurde weitgehend in den Urzustand zurückgebaut: Die nach 1945 im Erdgeschoss des Bildhauerateliers eingezogene Zwischendecke wurde genauso entfernt wie die Galerie im darüberliegenden Maleratelier. Nun sind beide Ebenen durch eine offene Wendeltreppe direkt verbunden. Im zweiten Bauabschnitt erfolgt die Renovierung der Villa durch das Büro Burmeister, Wallnöfer und Partner.

Ausstattung

Vor der Villa Stuck, Amazone von halbrechts (Aufnahme von 2011)

Zur Ausstattung gehört auch die Amazone vor dem Eingangsportal der Villa. Die vom Charakter eher kunstgewerbliche Bronzefigur stellt eine jugendliche Frau auf dem Rücken eines ungezäumten Pferdes dar, die mit der rechten Hand einen Speer wirft. Entsprechend den Überlieferungen aus den Griechischen Sagen wird die Figur oder das dargestellte Thema der wehrhaften jungen Frau eine "Amazone" genannt.

Adresse

Adr.png

Museum Villa Stuck
Prinzregentenstraße 60
D-81675 München
☎ : 089 4555510
@ : villastuck@muenchen.de

Ehemalige Hausnummer: 4

Lage

>> Geographische Lage von Museum Villa Stuck im Kartenverzeichnis (auf tools.wmflabs.org)

Öffnungzeiten

Mittwoch bis Sonntag: von 11 Uhr bis 18 Uhr


Literatur

  • Enno Burmeister: Villa und Atelier Franz von Stuck in München-Bogenhausen. Baudokumentation. Arbeitshefte zur Denkmalpflege; 38. München: Burmeister 1990.
  • Enno Burmeister: Villa und Atelier Franz von Stuck in München-Bogenhausen. Restaurierungskonzept, Kostenberechnung. Arbeitshefte zur Denkmalpflege; 39. München: Burmeister 1994.
  • Eva Heilmann: Der Künstler und seine Villa. Künstlerisches Programm und Gesamtkunstwerk. Franz-von-Stuck-Geburtshaus Tettenweis; 29. Tettenweis: Förderkreis Franz-von-Stuck-Geburtshaus 1990.
  • Fritz von Ostini: Villa Franz von Stuck München. Sonderdruck der Innendekoration. Darmstadt: Alexander Koch, 1909. (36 S. 86 Abb.) (Jeder Raum wird mit Fotos und Texten genau beschrieben)
  • Bayerische Vereinsbank (Hrsg.): Die Villa Stuck in München. Inszenierung eines Künstlerlebens. München, 1992.
  • Nicolette Baumeister: Architektur neues München - Münchner Baukultur 1994 - 2004, S. 102, Verlagshaus Braun, Berlin 2004. ISBN 3-935455-50-X
  • Christine Hoh-Slodczyk: Das Haus des Künstlers. im 19.Jahrhundert. Prestel, München, 1985. ISBN 3-7913-0734-7

Weblinks

Tourismusroute

Museumsinsel <<stadteinwärts — vor Ort: Friedensengel bzw. Europaplatz — nach Osten>>  Sternwarte, Freimann


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