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Aus einer kreisrunden Brunnenschale mit einem Durchmesser von 160 cm erhebt sich ein runder Zylinder, an dessen oberen Rand je vier Krümmer (ursprünglich aus dem aus Stein gehauenen Mäulern von vier Löwenköpfen) dem Becken das Wasser spenden. Auf dem Scheitel des Zylinders liegt der schon zur Figur gehörende Kopf des mit vollen Backen blasenden Windgottes "Zephyr". Die von ihm ausgeblasene Luft verschafft dem Merkur als "Gott des glücklichen Gelingens, der Träume und des Schlafes" den Senkrechtstart zur Weiterreise als vielfliegender Götterbote mithilfe von je einem kleinen Flügel an den Schuhen und von zwei Flügeln an seinem Hut.<br> | Aus einer kreisrunden Brunnenschale mit einem Durchmesser von 160 cm erhebt sich ein runder Zylinder, an dessen oberen Rand je vier Krümmer (ursprünglich aus dem aus Stein gehauenen Mäulern von vier Löwenköpfen) dem Becken das Wasser spenden. Auf dem Scheitel des Zylinders liegt der schon zur Figur gehörende Kopf des mit vollen Backen blasenden Windgottes "Zephyr". Die von ihm ausgeblasene Luft verschafft dem Merkur als "Gott des glücklichen Gelingens, der Träume und des Schlafes" den Senkrechtstart zur Weiterreise als vielfliegender Götterbote mithilfe von je einem kleinen Flügel an den Schuhen und von zwei Flügeln an seinem Hut.<br> | ||
Schwerstbeschädigung im Krieg und Neuaufstellung: Friedrich von Thiersch's Brunnenwerk steht jetzt im [[Tal]] (seit 1994 als Neuguss), an der Ecke zur [[Hochbrückenstraße]], vor dem Eingang zur | Schwerstbeschädigung im Krieg und Neuaufstellung: Friedrich von Thiersch's Brunnenwerk steht jetzt im [[Tal]] (seit 1994 als Neuguss), an der Ecke zur [[Hochbrückenstraße]], vor dem Eingang zur Apotheke. Der im Krieg durch Luftangriffe und Vandalismus ganz übel zugerichtete Merkur-Brunnen wurde im Jahre [[1966]], noch an den Eschenanlagen stehend, unterhalb des Hauses für Handel und Gewerbe am [[Maximiliansplatz]] abgebaut und im städtischen Bauhof eingelagert. An eine erneute Aufstellung war vorerst nicht zu denken. Dem grazilen Merkur war ein großes Loch in die Brust geschossen und das Verbindungsglied zwischen Fußgelenk und Sockel abgesprengt worden. Das kreisrunde, schön geschwungene Brunnenbecken konnte nicht mehr verwendet und hätte neu gemacht werden müssen. | ||
Der kleine ‘Schutzpatron der Kaufleute und Diebe‘ aber sollte eine zweite Möglichkeit erhalten und in neuer Pracht an einem neuen Standort die Bürger der Stadt nicht nur mit seinem Wasserspiel beglücken. Von Februar des Jahres 1975 an bis Ende Oktober 1975 wurde der Brunnen einer kompletten Restaurierung unterzogen. Mit Hilfe des Kulturbaufonds und durch Spenden von über 270.000 DM gelang es den Handwerkern, Bildhauern und Steinmetzen fast alle Schäden zu beseitigen. Am Donnerstag, dem 6. November [[1975]], wurde vom damaligen Stadtbaurat Uli Zech der 'Merkur-Brunnen im Tal' feierlich 'wieder enthüllt'. | Der kleine ‘Schutzpatron der Kaufleute und Diebe‘ aber sollte eine zweite Möglichkeit erhalten und in neuer Pracht an einem neuen Standort die Bürger der Stadt nicht nur mit seinem Wasserspiel beglücken. Von Februar des Jahres 1975 an bis Ende Oktober 1975 wurde der Brunnen einer kompletten Restaurierung unterzogen. Mit Hilfe des Kulturbaufonds und durch Spenden von über 270.000 DM gelang es den Handwerkern, Bildhauern und Steinmetzen fast alle Schäden zu beseitigen. Am Donnerstag, dem 6. November [[1975]], wurde vom damaligen Stadtbaurat Uli Zech der 'Merkur-Brunnen im Tal' feierlich 'wieder enthüllt'. | ||
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