Strafjustizzentrum: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Strafjustizzentrum''' ist ein Gerichtsgebäude, das bisher in der [[Nymphenburger Straße]] 16 beheimatet ist. Es soll [[2025]] in einen Neubau an der [[Dachauer Straße]] / [[Schwere-Reiter-Straße]] umziehen.
Das '''Strafjustizzentrum''' ist ein Gerichtsgebäude, das bisher in der [[Nymphenburger Straße]] 16 beheimatet ist. Es soll [[2026]] in einen Neubau an der [[Dachauer Straße]] / [[Schwere-Reiter-Straße]] umziehen.
 
== Geschichte ==
Auf dem Gelände an der Ecke Nymphenburger-/Sandstraße stand bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg der Bierpalast des [[Arzberger Keller]]s. Das Strafjustizzentrum wurde 1977 eröffnet.


== Nutzung ==
== Nutzung ==
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== Neubau ==
== Neubau ==
Das in den [[1970er]]-Jahren erbaute Gebäude galt schon seit etwa [[2014]] als sanierungsbedürftig und wurde sogar als abbruchreif bezeichnet. Seit November 2015 wird daher ein Neubau am südlichen [[Oberwiesenfeld]] errichtet. Wie so oft, verteuerte und verzögerte sich das Bauprojekt beträchtlich<ref>Bund der Steuerzahler: [https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/kostspieliges-neues-strafjustizzentrum-in-muenchen Kostspieliges neues Strafjustizzentrum in München: Ausufernde Kosten beim Neubau des Strafjustizzentrums in München]</ref>.
Das in den [[1970er]]-Jahren erbaute Gebäude galt schon seit etwa [[2014]] als sanierungsbedürftig und wurde sogar als abbruchreif bezeichnet. Seit November 2015 wird daher ein Neubau am südlichen [[Oberwiesenfeld]] errichtet. Ursprünglich wurden 305 Mill. Euro Baukosten bewilligt. Wie so oft, verteuerte und verzögerte sich das Bauprojekt beträchtlich<ref>Bund der Steuerzahler: [https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle/details/kostspieliges-neues-strafjustizzentrum-in-muenchen Kostspieliges neues Strafjustizzentrum in München: Ausufernde Kosten beim Neubau des Strafjustizzentrums in München]</ref>. Nach Stand Dezember [[2024]] wird von einer sechsjährigen Verzögerung und 100 Mill. Euro Mehrkosten ausgegangen<ref>[[Münchner Merkur]], 23. Dezember 2024: [https://www.merkur.de/lokales/muenchen/schon-sechs-jahre-verzoegerung-bayerns-groesste-baustelle-fruehestens-2026-fertig-millionen-an-mehrkosten-93482515.html Schon sechs Jahre Verzögerung: Bayerns größte Baustelle frühestens 2026 fertig]</ref>.


== Nachnutzung des bisherigen Gebäudes ==
== Nachnutzung des bisherigen Gebäudes ==
Aufgrund des baulichen Zustands wurden bereits Forderungen nach Abbruch des Betongebäudes laut. Mittlerweile ist jedoch eher mit einem Umbau in Staatsbedienstetenwohnungen zu rechnen. Auch eine Initiative „Justizzentrum erhalten“ möchte den Abbruch verhindern. Sie kämpft für einen Umbau des Gebäudes, das im Stil des Brutalismus gebaut ist. Ein Architektur-Diplomand hat für eine Nutzung als Wohnraum einen Entwurf für seine Architektur-Masterarbeit ''„Alt.Brutal.Gutaussehend“'' erstellt<ref>[[Abendzeitung]], 11. April 2024: [https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/beruehmter-betonklotz-in-muenchen-koennte-abgerissen-werden-so-will-eine-initiative-ihn-retten-art-971966 Berühmter Betonklotz in München könnte abgerissen werden: So will eine Initiative ihn retten]</ref><ref>Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, 1. März 2023: [https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2023/22/index.php Nachnutzung des Strafjustizzentrums an der Nymphenburger Straße]</ref>.
Aufgrund des baulichen Zustands wurden bereits Forderungen nach Abbruch des Betongebäudes laut. Mittlerweile ist jedoch eher mit einem Umbau in Staatsbedienstetenwohnungen zu rechnen. Auch eine Initiative „Justizzentrum erhalten“ möchte den Abbruch verhindern. Sie kämpft für einen Umbau des Gebäudes, das im Stil des {{WL2|Brutalismus}} gebaut ist. Ein Architektur-Diplomand hat für eine Nutzung als Wohnraum einen Entwurf für seine Architektur-Masterarbeit ''„Alt. Brutal. Gutaussehend“'' erstellt<ref>[[Abendzeitung]], 11. April 2024: [https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/beruehmter-betonklotz-in-muenchen-koennte-abgerissen-werden-so-will-eine-initiative-ihn-retten-art-971966 Berühmter Betonklotz in München könnte abgerissen werden: So will eine Initiative ihn retten]</ref><ref>Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, 1. März 2023: [https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2023/22/index.php Nachnutzung des Strafjustizzentrums an der Nymphenburger Straße]</ref>.
 
Nach dem Stand von August 2025 will der Freistaat Bayern das Gebäude verkaufen. In einem Offenen Brief hat der Münchner Oberbürgermeister [[Dieter Reiter]] dagegen protestiert. Ein solcher Schritt würde bedeuten, dass der Freistaat eine seiner letzten großen verfügbaren innerstädtischen Flächen aus der Hand gibt – ohne die Möglichkeit, aktiv Einfluss auf die Schaffung dringend benötigten bezahlbaren Wohnraums zu nehmen. Ein Verkauf an den Höchstbietenden würde hingegen die Gentrifizierung und damit die Verdrängung in der [[Maxvorstadt]] sogar noch verstärken. Die Fehler, die beim Verkauf des ehemaligen [[Frauengefängnis]]ses Neudeck oder des Universitätsgeländes ‚Alte Chemie‘ gemacht wurden, sollten jetzt nicht wiederholt werden. Vielmehr erwarte er eine Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie, die der Freistaat zur Entwicklung des Areals beauftragt hatte<ref>[[Rathaus-Umschau]] 157/2025: [https://ru.muenchen.de/2025/157/Strafjustizzentrum-OB-Reiter-schreibt-Ministerpraesident-Dr-Soeder-119810 Strafjustizzentrum: OB Reiter schreibt Ministerpräsident Dr. Söder]</ref>.


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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[[Kategorie:Justiz]]
[[Kategorie:Justiz]]
[[Kategorie:Wohnen]]
[[Kategorie:Wohnen]]
[[Kategorie:Brutalismus]]
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