21.126
Bearbeitungen
Sdfgk (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Blass (Diskussion | Beiträge) KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Ein ''' | Ein '''Kiosk’’’, im Dialekt ein '''Standl’’’, ist heute im allgemeinen Sprachgebrauch die Bezeichnung für eine kleine Verkaufsstelle in Form eines Häuschens oder einer Bude. Meistens mit einer Grundausstattung an Zeitungen und Tabakwaren. Evtl. auch mit Imbiss und alkohol. Getränken. Ursprünglich war ein ''Kiosk'' ein nach mehreren Seiten geöffneter, freistehender Pavillon in Park- und Palastanlagen. In der Architektur wird der Ausdruck auch heute noch dafür verwendet. In [[München]] gibt es noch relativ viele dieser kleinen Verkaufsstände mit einem umfassenden Warenangebot. | ||
==Kioske in München== | ==Kioske in München== | ||
| Zeile 21: | Zeile 21: | ||
Johannes Bayerlein und Philipp Rothhaas kauften ihn. Jetzt sind die beiden, ein Betriebswirtschaftler mit Gastroerfahrung und ein ehemaliger Filmausstatter, Kioskeigentümer. Vier Monate lang haben sie dafür mit Hilfe eines Architekten saniert und umgebaut. Mehr als die Wände konnten sie aber kaum erhalten; allein die neue Küche war am Ende teurer als das Grundstück selbst. Den beiden Neugastronomen war es trotzdem wichtig, ein Stück Viertelgeschichte zu wahren. "Kiosk 1917" tauften sie es, weil die Familie Kalb im Jahr 1917 ihre Bude zum Verkauf von Limonade eröffnete. 100 Jahre ist das jetzt her, und die vielen Anekdoten um den Kiosk werden ihnen nun nach und nach durch das Verkaufsfenster erzählt. Kiosk Auferstanden aus Ruinen Kiosk Auferstanden aus Ruinen Kiosk Auferstanden aus RuinenBilder Auferstanden aus Ruinen mehr... Von Thalkirchnern, die hier als Kinder ihr erstes Glas Zitronenlimo schlürften. So setzt sich ein Geschichtsmosaik zusammen für den 33-jährigen Bayerlein und den 35-jährigen Rothhaas. Die Gäste drinnen löffeln derweil Linsensuppe und kommen ob der räumlichen Enge schnell miteinander ins Gespräch. Im Gastraum des "1917" hängen ein paar alte Bilder vom Kiosk, in Pop-Art-Manier bearbeitet. Bunte Farbflecken in dem schlicht und modern gehaltenen Gastraum. Kleine Holztische und schwarze Lampenschirme, 16 Leute finden hier Platz. Im Moment gibt es täglich ein warmes Gericht für unter fünf Euro, Linsensuppe zum Beispiel, dazu belegte Semmeln oder Croissants, Brezn. Tegernseer oder Augustiner für 2,50 Euro, Glühwein für 2,20 Euro. Der Cappuccino kostet 2,50 Euro, das Stück Kuchen dazu stammt von der Initiative "Kuchentratsch", bei der Rentner zum Backen zusammen kommen, und kostet 3,60 Euro. Nicht gerade teuer, trotz der exklusiven Lage, die die Gastronomen ergattert haben. Direkt bei der U-Bahn Station Thalkirchen gelegen, an der Brücke, dem Hauptweg zum Tierpark Hellabrunn. Eltern kaufen eine Apfelschorle für den Zoobesuch und einen Lutscher fürs quengelnde Kind, Isar-Spaziergänger kommen auf ein Radler und einen Ratsch vorbei. Am Wochenende seien sie kaum zum Luftholen gekommen vor lauter Betrieb, berichten die beiden überraschten Betreiber. Bei schönem Wetter bauen sie rund um den Kiosk eine kleine Terrasse auf. Momentan öffnet der um neun und schließt um 19 Uhr. Aber das soll sich noch ausdehnen. 23 Stunden am Tag darf der "1917" geöffnet haben. An Silvester lief das schon ganz gut, sagen Rothhaas und Bayerlein. Das neue Jahr, das hundertste Kiosk-Jahr, es kann kommen in Thalkirchen. Späti Nachts im grünen Würfel Nachts im grünen Würfel In München ist das eben immer noch eine Attraktion: Der neue Kiosk an der Münchner Freiheit hat 23 Stunden geöffnet. Fast wie ein Späti in Berlin. Wären da nicht die Sauce von der Sternekoch-Tochter und der Bierpreis. Von Cathrin Schmiegel mehr... | Johannes Bayerlein und Philipp Rothhaas kauften ihn. Jetzt sind die beiden, ein Betriebswirtschaftler mit Gastroerfahrung und ein ehemaliger Filmausstatter, Kioskeigentümer. Vier Monate lang haben sie dafür mit Hilfe eines Architekten saniert und umgebaut. Mehr als die Wände konnten sie aber kaum erhalten; allein die neue Küche war am Ende teurer als das Grundstück selbst. Den beiden Neugastronomen war es trotzdem wichtig, ein Stück Viertelgeschichte zu wahren. "Kiosk 1917" tauften sie es, weil die Familie Kalb im Jahr 1917 ihre Bude zum Verkauf von Limonade eröffnete. 100 Jahre ist das jetzt her, und die vielen Anekdoten um den Kiosk werden ihnen nun nach und nach durch das Verkaufsfenster erzählt. Kiosk Auferstanden aus Ruinen Kiosk Auferstanden aus Ruinen Kiosk Auferstanden aus RuinenBilder Auferstanden aus Ruinen mehr... Von Thalkirchnern, die hier als Kinder ihr erstes Glas Zitronenlimo schlürften. So setzt sich ein Geschichtsmosaik zusammen für den 33-jährigen Bayerlein und den 35-jährigen Rothhaas. Die Gäste drinnen löffeln derweil Linsensuppe und kommen ob der räumlichen Enge schnell miteinander ins Gespräch. Im Gastraum des "1917" hängen ein paar alte Bilder vom Kiosk, in Pop-Art-Manier bearbeitet. Bunte Farbflecken in dem schlicht und modern gehaltenen Gastraum. Kleine Holztische und schwarze Lampenschirme, 16 Leute finden hier Platz. Im Moment gibt es täglich ein warmes Gericht für unter fünf Euro, Linsensuppe zum Beispiel, dazu belegte Semmeln oder Croissants, Brezn. Tegernseer oder Augustiner für 2,50 Euro, Glühwein für 2,20 Euro. Der Cappuccino kostet 2,50 Euro, das Stück Kuchen dazu stammt von der Initiative "Kuchentratsch", bei der Rentner zum Backen zusammen kommen, und kostet 3,60 Euro. Nicht gerade teuer, trotz der exklusiven Lage, die die Gastronomen ergattert haben. Direkt bei der U-Bahn Station Thalkirchen gelegen, an der Brücke, dem Hauptweg zum Tierpark Hellabrunn. Eltern kaufen eine Apfelschorle für den Zoobesuch und einen Lutscher fürs quengelnde Kind, Isar-Spaziergänger kommen auf ein Radler und einen Ratsch vorbei. Am Wochenende seien sie kaum zum Luftholen gekommen vor lauter Betrieb, berichten die beiden überraschten Betreiber. Bei schönem Wetter bauen sie rund um den Kiosk eine kleine Terrasse auf. Momentan öffnet der um neun und schließt um 19 Uhr. Aber das soll sich noch ausdehnen. 23 Stunden am Tag darf der "1917" geöffnet haben. An Silvester lief das schon ganz gut, sagen Rothhaas und Bayerlein. Das neue Jahr, das hundertste Kiosk-Jahr, es kann kommen in Thalkirchen. Späti Nachts im grünen Würfel Nachts im grünen Würfel In München ist das eben immer noch eine Attraktion: Der neue Kiosk an der Münchner Freiheit hat 23 Stunden geöffnet. Fast wie ein Späti in Berlin. Wären da nicht die Sauce von der Sternekoch-Tochter und der Bierpreis. Von Cathrin Schmiegel mehr... | ||
-->stelle ! München hat einen neuen Kiosk ! | -->stelle ! München hat einen neuen Kiosk ! Zum Thalkirchener Kiosk. | ||
[[Kategorie:Einzelhandel]] | [[Kategorie:Einzelhandel]] | ||
Bearbeitungen