Richard Wagner (Komponist)

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Richard Wagner, mit allen Vornamen Wilhelm Richard W. (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig) war ein bereits zu Lebzeiten gefeierter Musikkomponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent.

Lebenslauf

Gedenktafel für Richard Wagner, Brienner Straße 37, München.

Im Frühjahr 1859 musste Wagner das damals unter österreichischer Verwaltung stehende Venedig verlassen. Er ging nach Luzern und Paris. 1861 verließ Wagner Paris und hielt sich in Karlsruhe, Venedig und Wien auf. Dann kehrte er einige Wochen nach Paris zurück, um im Auftrag des Musikverlegers Franz Schott mit seiner neuen Arbeit Die Meistersinger von Nürnberg zu beginnen. Anfang 1862 zog er nach Biebrich um. Hier trennte er sich endgültig von seiner ersten Frau. Nach einer Amnestie des Königs von Sachsen konnte er wieder ein Konzert in Leipzig dirigieren. 1863 gab Wagner Konzerte in Sankt Petersburg, Moskau, Budapest, Prag und Karlsruhe. Im Frühjahr 1864 flüchtete Wagner vor Steuerfahndung und Gläubigern aus Wien nach Mariafeld bei Zürich.

Als letzte Rettung aus größter finanzieller Not und persönlicher Verzweiflung wurde Wagner am 4. Mai 1864 von König Ludwig II. in München empfangen, der erst wenige Wochen zuvor im Alter von 18 Jahren die Herrschaft vom verstorbenen Vater Maximilian übernommen hatte. Wagner war nicht nur der Lieblingskomponist des Königs, sondern wurde auch sein „väterlicher“ Freund und Berater. Der König blieb bis zum Tode Wagners dessen Mäzen.

In dieser exponierten Stellung nahm Wagner Einfluss auf politische Entscheidungen des jungen Königs und verfasste verschiedene politische Schriften. Der König stellte ihm ein Haus in München, in der Brienner Straße, als Wohnsitz zur Verfügung. Am 10. April 1865 wurde Isolde, das erste gemeinsame Kind von Cosima von Bülow und Richard Wagner in München geboren. Am 10. Juni fand die Uraufführung von Tristan und Isolde in München statt.

Am 17. Juli begann Wagner seine Autobiographie Mein Leben zu diktieren. Wegen heftiger Proteste der Münchner Bevölkerung und der bayerischen Regierung, die Wagner und Ludwig II. Verschwendungssucht vorwarfen, verließ Wagner Bayern in Richtung Schweiz. Ende März 1868 mietete Wagner das bei Luzern gelegene Landhaus Tribschen. Am 22. Mai erhielt er den ihn überraschenden Besuch von König Ludwig. Dieser wollte abdanken und bei Richard Wagner bleiben, der den jungen König jedoch überzeugen konnte, nach München zurückzukehren.

Die Uraufführung der Meistersinger fand am 21. Juni 1868 in München statt. Am 22. September 1869 fand auf Veranlassung König Ludwigs, jedoch gegen den Willen Wagners, in München auch die Uraufführung der Oper Rheingold statt. Auch die Uraufführung der Walküre erfolgte ohne Wagners Zustimmung, der den Ring nur vollständig aufgeführt sehen wollte, am 26. Juni 1870 in München.

Sommercamp für Erwachsene

Die Bayreuther Festspiele sind für Kunstbeflissene, genügend Zeit, Geduld und Geld vorausgesetzt, so etwas wie das Sommercamp für Erwachsene.

Spielplan 2012 im BR

2012 präsentiert der Bayerische Rundfunk alle Inszenierungen auch online oder als Public Viewing

  • Der Fliegende Holländer — am 25. Juli die Neuinszenierung des "Fliegenden Holländers"
  • Tannhäuser — am Samstag. 28. Juli um 16 Uhr, Liveübertragung in Surround über Satellit und im digitalen Kabel aus dem Festspielhaus
  • Tristan und Isolde — am 4. August um 18 Uhr, Liveübertragung in Surround über Satellit und im digitalen Kabel aus dem Festspielhaus
  • Tannhäuser — am 25. Juli um 16 Uhr, Liveübertragung in Surround über Satellit und im digitalen Kabel aus dem Festspielhaus
  • Lohengrin
  • Parsifal
  • Wagner für Kinder

Erinnerungen, Gedenken

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