Max-Planck-Institut für Physik

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Das Max-Planck-Institut für Physik (Werner-Heisenberg-Institut), kurz MPI-Physik, im Stadtteil Freimann am Föhringer Ring ist eines der Institute der Max-Planck-Gesellschaft in München. Dort wird Grundlagenforschung auf dem Gebiet der experimentellen und theoretischen Elementarteilchenphysik betrieben.

Aus der Instituts-Geschichte

Das Institut wurde am 1. Oktober 1917 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik in Berlin gegründet, mit Albert Einstein als dem Vorsitzendem eines Direktoriums bestehend aus Fritz Haber, Walther Nernst und Max Planck. Der Plan von 1929 unter Max von Laue, Vizedirektor seit 1922, ein Institut für theoretische Physik einzurichten, wurde nicht verwirklicht. Obwohl Einstein 1933 wegen der Rassenpolitik der Nazis zurückgetreten war, vereinbarte 1935 die Rockefeller-Stiftung mit der Regierung des Dritten Reiches, in Berlin-Dahlem ein Institut zu errichten. Im Jahr 1938 wurde das Institutsgebäude des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik eingeweiht und war mit modernen Geräten für Kern- und Tieftemperaturphysik ausgestattet. Als 1940 damit begonnen wurde, das geheime Uranprojekt einzurichten, verließ der niederländische Direktor Peter Debye das Institut und emigrierte in die USA.

Im Juli 1942 wurde Werner Heisenberg als Direktor berufen. Heisenberg erweiterte das Forschungsprogramm um die Gebiete kosmische Strahlung und Elementarteilchenphysik. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Institut 1943 teilweise nach Hechingen im Württembergischen bei Tübingen evakuiert. Kurz vor Kriegsende 1945 stand Heisenberg davor, dort mit dem Forschungsreaktor Haigerloch erstmals einen Versuchs-Kernreaktor in den kritischen Zustand zu bringen.


Im Jahre 1958 wurde das Institut an seinen heutigen Standort verlegt und erweitert. Werner Heisenberg und Ludwig Biermann wurden Ko-Direktoren. Das Institutsgebäude wurde nach den Plänen des Architekten Sep Ruf errichtet. Die Tochterinstitute für Plasmaphysik und extraterrestrische Physik gingen 1960 bzw. 1963 aus dem Institut hervor. Diese beiden Institute wurden in Garching angesiedelt. 1979 zog auch der Teilbereich "Astrophysik" nach Garching um. Im April 1991 wurde das MPI für Physik und Astrophysik in drei selbständige Max-Planck-Institute aufgespalten: das Max-Planck-Institut für Physik, das Max-Planck-Institut für Astrophysik und in das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik.

Literatur

  • Max-Planck-Gesellschaft (Hrsg.): Max-Planck-Institut für Physik. Reihe: Berichte und Mitteilungen der Max-Planck-Gesellschaft, Heft 1993/1, ISSN 0341-7778
  • Horst Kant: Max-Planck-Institut für Physik, Berlin – München, in: Denkorte. Max-Planck-Gesellschaft und Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Brüche und Kontinuitäten, Sandstein-Verlag, Dresden 2011, ISBN 978-3-942422-01-7, S. 316–323.

Weblinks


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