Lola Montez

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Lola Montez mit bürgerlichen Namen Elizabeth Rosanna Gilbert (* 17. Februar 1821, andere Quellen: 1818, in Grange County Sligo (Irland); † 17. Januar 1861 in New York) war eine irische Tänzerin und die Geliebte König Ludwig I. Sie reiste als Tänzerin Lola Montez durch ganz Europa und hatte zahlreiche Affären und Skandale. Ab 1843 nannte sie sich "Maria de los Dolores Porrys y Montez" kurz "Lola Montez" und gab sich als spanische Tänzerin aus Sevilla aus.

Die Affäre mit König Ludwig I.

Am 5. Oktober 1846 kam sie nach München und stieg im Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz ab. Sie bewarb sich um ein Engagement als Tänzerin, der Intendant der Münchner Hofbühne wollte sie aber nicht auftreten lassen. Deshalb ging sie zum bayerischen König Ludwig I., der sie am 7. Oktober 1846 erstmals empfing. Drei Tage später trat sie am Hof- und Nationaltheater auf.

Es dauerte nicht lange und der 60jährige König verliebte sich in die 25jährige Tänzerin. Der König änderte sein Testament: falls sie bei seinem Ableben weder verheiratet noch verwitwet sei, sollte sie von ihm 100.000 Gulden erben. Außerdem sollte sie jährlich 2400 Gulden bekommen. Desweiteren schenkte Ludwig I. ihr ein Palais an der Barerstraße 7. Dort besuchte er sie regelmäßig. Angeblich soll sie dort auch Studenten empfangen haben.

Lola Montez machte sich durch ihre zahlreichen Skandale bei den Münchnern sehr unbeliebt. Außerdem bekam sie immer wieder Probleme mit der Justiz, da sie in der Öffentlichkeit auf der Straße rauchte, was damals verboten war. Einmal soll sie in einer Gastwirtschaft in München sich ein Bier bestellt haben; der Wirt sagte ihr, dass sie als Frau kein Bier in einer Gastwirtschaft trinken dürfe, worauf sie sehr energisch reagiert haben soll.

Als Ludwig I. 1847 sie zur Gräfin von Landsfeld erhob, und sie damit bayerische Staatsangehörige wurde, löste dies bei den Münchnern große Empörung aus. Als sie vor der Theatinerkirche von den Bürgern erkannt wurde, kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Daraufhin ließ Ludwig I. am 9. Februar 1848 die Universität schließen und verlangte, dass alle Studenten München verlassen müssen. Es kam zu heftigen Protesten, so dass die Universität einen Tag später wieder geöffnet wurde.

Lola Montez wurde aus München ausgewiesen. Am 11. Februar 1848 floh sie aus der Stadt mit einer Kutsche über Schloss Blutenburg und Lindau in die Schweiz. Am 16. März 1848 entzog ihr Ludwig den Adelstitel und die bayerische Staatsangehörigkeit.

Als während der Unruhen durch die Märzrevulotion in München ein Gerücht verbreitet wurde, dass Lola Montez heimlich wieder nach München zurückgekehrt sei, musste Ludwig I. abdanken.

Ihr weiteres Leben

Ludwig und Lola Montez schrieben sich eine Zeit lang noch Briefe, aus denen hervorgeht, dass sie mit Ludwigs Geld ein Luxusleben führte. Als er von einer neuen Affäre erfuhr, kühlte das Verhältnis ab, da sie obendrein weiterhin Geld von ihm wollte. Erst als sie einen britischen Offizier heiratete, brach Ludwig den Kontakt zu ihr endgültig ab. Da aber ihr erster Ehemann noch lebte, wurde sie wegen Bigamie angeklagt, sie flüchtete aus England.

Nach verschiedenen Auftritten in Europa reiste sie 1851 in die USA. Dort trat sie an verschiedenen Orten als Tänzerin auf. Mit 39 Jahren starb sie 1861 an den Folgen einer Lungenentzündung in New York.


Im Schloss Nymphenburg in der Schönheitengalerie Ludwigs I. ist ein Gemälde von ihr zu sehen, auf dem sie wie eine attraktive Südländerin aussieht, gemalt von Joseph Karl Stieler im Auftrag des Königs.

Weblinks

Ludwig I. und seine Lola: Neue Details zum königlichen Skandal bei tz.de vom 5.10.16


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