Denkmal für Justus von Liebig

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Das Liebig-Denkmal

Das Denkmal für den Chemiker Justus von LiebigW am Maximiliansplatz wurde im Jahr 1883 von Michael Wagmüller gestaltet und nach dessen Tode von seinem Schüler Wilhelm von Rümann vollendet. Rümann arbeitete von 1874 bis Ende 1880 in dem großzügigen Atelier Wagmüllers. Auf alten Fotoansichten, die in Rümanns Künstlerateliers entstanden sind, sieht man den großen Raum mit den Arkaden unter der schier unendlich hohen Decke. Im Hintergrund steht am Boden noch eine Vorlage des Reliefs, der "Ackerbau", für das Liebig-Denkmal.

Einige Wochen nach der Aufstellung des Denkmals in den Eschenanlagen am Maximiliansplatz im August des Jahres 1883 wurde das aus Carrara-Marmor gefertigte Standbild mit einer Silbernitrat-Lösung überschüttet, so dass sich unabwaschbare schwarze Flecken an der gesamten Figur ergaben. Nach eingehenden Versuchen an verschiedenen Probestücken durch die Chemiker Max von Pettenkofer, Adolf Baeyrer und Clemens Zimmerman konnten die Flecken ohne jegliche Rückstände entfernt werden. Ob Herr Pettenkofer damals schon wusste, dass er einmal gegenüber Liebig seinen Platz finden würde?

Das Relief an der rechten Seite des Sockels stellt die Landwirtschaft dar
(Aufnahme aus 2011)

Nach den Luftangriffen war auch das Standbild 1945 stark beschädigt, selbst der Kopf war vom Rumpf abgetrennt. Diese Schäden wurden aber im Laufe der Jahre behoben, und so betrachtet er von seinem Stuhl wieder, den Kopf leicht nach rechts gedreht, die Landschaft. Sein nachdenklicher Gesichtsausdruck und Mimik lassen glauben, er würde noch immer über einen seiner Versuche sinnieren.

Das von Michael Wagmüller begonnene und durch Wilhelm von Rümann vollendete Denkmal ist wahrscheinlich das mit Abstand feinste und ausdrucksstärkste Standbild in den Maximiliansplatz-Anlagen.

Das Denkmal wurde am 6. August 1883 enthüllt.

Lage

Geographische Lage von Denkmal für Justus von Liebig im Kartenverzeichnis von WMFLabs

Siehe auch