Jugend (Zeitschrift)

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Die von Georg Hirth gegründete "Jugend. Münchner Illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben" war mit ihrer ersten Ausgabe am 1. Januar 1896 in München am Färbergraben erschienen. In ihr sollte durch Wort, Zeichnung und Farbe ein neuer, frischer und politisch freier Stil der jungen Generation ein Forum erhalten.

Als Literaten wirkten an ihr u. a. mit: Peter Paul Althaus, Hermann Hesse, Erich Kästner, Eduard Graf von Keyserling, Isolde Kurz, Thomas Mann, Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Edgar Steiger und Kurt Tucholsky.

Unter den Vertretern der bildenden Künste waren u. a. Gustav Klimt, Franz von Lenbach, Emil Preetorius, Franz von Stuck, Rudolf Wilke (der von 1896 bis 1901 über 100 Zeichnungen lieferte und den Ludwig Thoma als das "stärkste Talent von allen" gepriesen hatte).

Die Jugend wurde in Deutschland zum Namensgeber der Kunstrichtung Jugendstil.

Geschichte

Auf die Frage, wie es dazu gekommen, die Jugend zu gründen und sie so zu benennen, erwiderte Herr Hirth: "Ich weiss es nicht! Ich wollte dem deutschen Volk etwas Nackensteifendes, Befreiendes, Erfrischendes schaffen, etwas für Gemüt und Zorn. Es war viel eher ein intuitiver Trieb, der mich leitete, als eine geschäftliche Überlegung … Langem Suchen nach Programm und Titel ward eines schönen Sommertags in Hohenschwangau ein fröhliches Ende bereitet, als auf jenem wundervollen Aussichtspunkt, der den erfrischenden Namen Jugend trägt, es wie eine Erleuchtung über mich kam: Da hatte ich Titel und Programm in einem! Und so mag es bleiben, nach Goetheschem Rezept: "Die Jugend ist um ihretwillen hier. Es wäre töricht zu verlangen: Komm ältle du mit mir!".

1940 erschien sie zum letzten Mal.

Weblinks

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