Gebäude der bayrischen Ständeversammlung

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Das Gebäude der bayrischen Ständeversammlung befand sich an der Stelle der heutigen Adresse Prannerstraße 8.

Geschichte

Das Palais des Hofmusikintendant Josef Anton von SeeauW (* 1713; † 1799) wurde als Prannerstraße 20 und Salvatorstraße 14 bezeichnet. Auf der Grundfläche des Hauses Prannerstraße 20 wurde 1718 ein Redoutenhaus gebaut. Am 10. Januar 1775 besuchten Maria Anna Mozart, Leopold Mozart und Wolfgang Amadeus Mozart einen Faschingsball mit dem Motto Die maskierte Akademie in diesem Ballsaal.

1808 wurde das Gebäude vom königlichen Ärar gekauft und nach Plänen von Leo von Klenze für den Reichsrat von Bayern umgebaut. [1] Am 4. Februar 1819 eröffnete Maximilian I. die erste Ständeversammlung in diesem Gebäude.

Durch das Gesetz die Wahl der Landtags-Abgeordneten betreffend vom 4. Juni 1848 wurde die Bezeichnung der Ständeversammlung de facto in Kammer der Abgeordneten geändert, die ständische Zusammensetzung abgeschafft und im Verhältnis von einem Abgeordneten auf 31.500 Einwohner neu geregelt.

Von 1884 bis 1885 wurde das Landtagsgebäude an derselben Stelle neu errichtet. Das Gebäude überstand den Bombenangriff im Jahre 1944 nicht. Wer die Möglichkeit hat, sollte beim Eingang an der Prannerstraße 8, einen Blick in den Empfangssaal werfen. Dort sind an der Wand viele Fotos und Berichte über das ehemalige Gebäude angebracht. Im Innenhof des sechsstöckigen Bürokomplexes wurde im Jahre 2008 (27.03.2008) durch den Steinmetzbetrieb Josef Kusser aus Aicha vorm Wald ein großer Flächenbrunnen mit künstlichem Wasserfall installiert.

Quellen

  • Stadtarchiv München, Andreas Burgmaier, Häuserbuch der Stadt München: Volume 2 Häuserbuch der Stadt München, Volume 2, R. Oldenbourg, 1960, S. 204