Berengar Laurer

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Berengar Laurer (* 26. November 1938 in Nürnberg, † 21. Oktober 2018 in München) war Maler und Zeichner.

Leben

Von 1959 bis 1963 studierte Berengar Laurer an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Akademie der Bildenden Künste München. Von 1970 bis 2018 lebte und arbeitete er als Maler, Zeichner und Kunsttheoretiker in München.

Werk

Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht seither das Thema: Partikelchen und Methode.

Bei Partikelchen denkt er u. a. an die Unmasse von kleinen Eindrücken, die auf den Menschen stetig eintreffen. Es kommt ihm darauf an, Verfahren und Methoden zu entwickeln, um mit dieser Aspekteflut, mit diesem radikalen Repertoire, umzugehen. Methoden sind für ihn das zentral Künstlerische. Er arbeitet dabei zum einen mit den Mitteln der Zeichnung und Malerei, zum anderen veröffentlicht er dazu Künstlerbücher. Drei Produklinien liegen vor: Zeichen und Zeichenlegende, Sprüchlein und Kommentar, Fächerbild-Überbild. Mit Zeichen und Zeichenlegende schafft er eine spezielle Form von Konzeptkunst, die er jedoch in die Dispersion führt, was für ihn Aneignung und Auflösung zugleich bedeutet. Mit Sprüchlein und Kommentar ist er Kolumnist in eigener Sache. Er schreibt einen formelhaften, oft bizarren Stil. Bei Fächerbild-Überbild ist insbesondere die Gruppe „Frau mit Obstschale und Hund, eine weitere Fassung“ hervorzuheben. Ein banales Sujet, eine schablonierte Vorzeichnung wird in über 100 Bildern und über 100 Zeichnungen mit wechselnden, kleineren und größeren Projektionseinträgen versehen: „zerfächert“. Die Einträge verselbstständigen sich, sie „verdrehen“ sich zum Überbild. Als Einführung in sein Werk sind Broschüren zu verstehen, die seit 2009 im Verlag Hubert Kretschmer, München erscheinen. Sie sind Bestandteil der Künstlerzeitschrift: „so-VIELE.de“.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1981 Susis beste Freundin Inge, Susis beste Freundin Ruth Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
  • 1993 Überblick Krähe, Kunstbetrieb Helga Kohmann, Zorneding.
  • 2003 Fächerbild, Überbild Galerie Stella A, Berlin

Künstlerbücher, Publikationen (Auswahl)

  • 1972 Verschiedenes – Mehreres, Einiges, Einzelnes Foto, Zeichnung, Text, Walter Zürcher Verlag, Bern.
  • 1978 Die zehn braven Kunstwünschlein 2. Fassung, Eigenverlag.
  • 1979 Is was, Kulturreferat München, anlässlich der Ausstellung: 12 KÜNSTLER ZU GAST
  • 1980 Aber auch Zeichen und Zeichenlegende, vier Bücher: bedeutete 1, bedeutete 2, ein Zeichen für Feuer, Frühstück im Grünen. Die Akademie Truthahn mit Verlaub München, limitierte Auflage.
  • 1980 Zeichen und Zeichenlegende, Sprüchlein und Kommentar, bedeutete, Die Akademie Truthan mit Verlaub
  • 1981 Susis beste Freundin INGE, Susuis beste Freundin RUTH Städtische Galerie im Lenbachhaus, Katalog.
  • 1981 Der Polysmus Oder alle Stile sind falsch mit Christine Häuser, Jutta Laurer, Verlag Hubert Kretschmer.
  • 1993 Überbild Krähe kunstbetrieb helga kohmann, Zorneding
  • 2009 so viele Heft 04, spezial, alle im Verlag Hubert Kretschmer
  • 2009 so viele Heft 06, Fächerbild, Überbild und Zeichen
  • 2010 so viele Heft 08, Ideeierte usw.
  • 2011 so viele Heft 13, Der harmlose Geschmack oder sagen wir lieber der polyistische Geschmack
  • 2012 so viele Heft 17, Partial unendlich

Weitere Projekte

„Die Akademie Truthahn mit Verlaub“, München.
1977 gegründet unter dem Motto: „Was nun was nach der Avantgarde“ “ als Unterabteilung der Produzentengalerie Adelgundenstraße in München.
1983 geschlossen unter dem Motto: „Was nun, was nach dem Polyismus“.

Mit der „Akademie Truthahn mit Verlaub“ schuf sich Berengar Laurer ein eigenes Institut mit fortlaufenden Wechselausstellungen. In dieser Zeit erschienen in Folge Publikationen, u.a.: „Die zehn braven Kunstwünschlein “, „Neoistisches, Neoistizistisches“, „Interferenz 1 und 2“, „Frühstück im Grünen“, „bedeutete“.

Seit 2009 beteiligt er sich an Teamprojekten von so-Viele.de. Dabei entstanden in dieser Zusammenarbeit mit Ctjhaeuser, Hubert Kretschmer und Jutta Laurer: Textinstallationen, Filme, Bilder, Hefte.

Weblinks

Einzelnachweise

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