Wolf mit Rotkäppchen
Standort: Am Kosttor, in unmittelbarer Nähe vom Platzl
Künstler: Heinrich Düll und Georg Pezold
Material: Figurengruppe aus Bronze, gegossen von Cosmas Leyrer; Brunnenbecken und hohe reliefierte Säule mit Delphinen-Kapitell aus Treuchtlinger Marmor; erneuerter Stufen-Unterbau aus Granit. -
Stifter: Grosshändler-Ehepaar Adolf und Apollonia Wolf
Zeitpunkt der Errichtung: 1. Oktober 1904
Beschreibung
Der Wolf, hatte hier schon "Kreide gefressen", seine wolfsrauhe Stimme besänftigend gemacht und so das Vertrauen von Rotkäppchen sich erschlichen. Mit "Kreide" ist aber nicht etwa die staubtrockene Tafel-Kreide gemeint, sondern das wohlschmeckende, ehemals in Ostpreussen über mehrere Stunden eingeköchelte und dann karamelartige Kirschen-Mus, "Kirschkreide" genannt. Geeignet auch als Hausapotheken-Mittel, das man bei Halsschmerzen vor dem Schlucken erst längere Zeit im Mund behalten soll. Der Tatbestand des "Kreidefressens", beim Rotkäppchen-Märchen (Märchen Nr. 26) oft mit-erzählt, wurde von den Gebrüdern Grimm allerdings nur bei dem Märchen Nr. 5: "Der Wolf und die sieben jungen Geißlein" schriftlich festgehalten. Darin kauft sich der Wolf beim Krämer einen heutzutage mißverständlich "Stück" Kreide genannten Löffelvoll Kirschkreide.
Quellen/Weblinks
- Otto Josef Bistritzki: Brunnen in München. Lebendiges Wasser in einer großen Stadt. Callwey E.A., 1974, Nr. 24, auf S. 56
Siehe auch
- Liste mit knappen Angaben zu weiteren Münchner Brunnen