Köglmühle
Lage
Die Mühle lag am westlichen Ende der Hofgartenstraße (Anschrift Hofgartenstraße 3) zwischen dem Köglmühlbach und dem Kainzmühlbach am Südende des Armeemuseums. Das Hauptgebäude erstreckte sich entlang des Köglmühlbachs. Östlich waren daran mehrere Nebengebäude angebaut.
Geschichte
Urkundlich erwähnt wurde die Mühle erstmals im Jahr 1331 als eine Stiftung Kaiser Ludwigs des Bayern. Nach einem früheren Müller wurde sie Eyslmühle genannt und gegen Ende des 15. Jahrhunderts nach dem Klingenschmied und Müller Hans Keglmair umbenannt.
Als Maximilian I. 1618 den Hofgarten erweitern ließ, wurde die Mühle abgerissen. Der Köglmühlbach wurde weiter nach Osten verlegt und die Mühle wurde an dem veränderten Bachlauf neu errichtet.
1851/52 sind für die Köglmühle fünf Mahzlgänge zum Getreidemahlen, ein Sägewerk und zwei Räder zum Malzbrechen nachgewiesen. 1911 wurde die Mühle stillgelegt. Die Wasserkraft des Köglmühlbachs wurde stattdessen zum Erzeugen von Strom genutzt.
Auf dem Gelände der Mühle entstanden Garagen und eine Autowerkstätte. Zum Bau der einzelnen Abschnitte des Altstadtrings, vor Ort mit dem Abschnitt der Franz-Josef-Strauß-Rings, wurden die nach dem zweiten Weltkrieg noch erhaltenen oder wiederaufgebauten Gebäude ab dem Jahr 1967 abgerissen.
Literatur
- Franz Schiermeier: Münchner Stadtbäche. Reiseführer zu den Lebensadern einer Stadt. Franz-Schiermeier-Verlag, München, 2010, ISBN 978-39813190-9-5, (S. 145)
- Fritz Hilble: Die alten Münchner Mühlen und ihre Namen. Oberbayerisches Archiv Band 90 - Historischer Verein von Oberbayern, Stadtarchiv München 1968 (die Köglmühle auf S. 94-95)
- Werner Kohl: Recht und Geschichte der alten Münchner Mühlen. Neue Schriftenreihe des Stadtarchivs München, Heft 15, 1969 (die Köglmühle auf S. 17-19)
Endnoten
- ↑ nicht zu verwechseln mit der Kegelmühle in der Au