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Von 1975 - 1980 wurden die 25 erhaltenen Dorfkerne (von ehemals 64) aus der Luft dokumentiert und als Buch "Dörfer in München" und zum "3. Europäischen Symposium historischer Städte" in ganz Europa veröffentlicht. | Von 1975 - 1980 wurden die 25 erhaltenen Dorfkerne (von ehemals 64) aus der Luft dokumentiert und als Buch "Dörfer in München" und zum "3. Europäischen Symposium historischer Städte" in ganz Europa veröffentlicht. | ||
Im August 1977 wurde die Beratung und der Test zur [[Infrarotbefliegung 1978|Infrarotbefliegung]] 900nm (Falschfarbenfilm)erfolgreich vorgenommen. 1978 wurde dann erstmalig in Deutschland eine gesamte Stadtfläche (München) mit Infrarotfotografie 900nm zu Zwecken des Baumschutzes fotografiert. So wurde jeder Baum in der Stadt nach Standort, Größe (Umfang) und Vitalität erfasst. | Im August 1977 wurde die Beratung und der Test zur [[Infrarotbefliegung 1978|Infrarotbefliegung]] 900nm (Falschfarbenfilm) erfolgreich vorgenommen. 1978 wurde dann erstmalig in Deutschland eine gesamte Stadtfläche (München) mit Infrarotfotografie 900nm zu Zwecken des Baumschutzes fotografiert. So wurde jeder Baum in der Stadt nach Standort, Größe (Umfang) und Vitalität erfasst. | ||
1979 wurde der Fotograf von der LMU München als Fernerkunder für den Forschungsauftrag "Stadtklima" berufen. Erstmals in Deutschland wurde so wissenschaftlich das "Oberflächenverhalten von versiegelten Stadtflächen" untersucht. Die Forschungsergebnisse konnten auf Stadtflächen der ganzen Erde angewandt werden. | 1979 wurde der Fotograf von der LMU München als Fernerkunder für den Forschungsauftrag "Stadtklima" berufen. Erstmals in Deutschland wurde so wissenschaftlich das "Oberflächenverhalten von versiegelten Stadtflächen" untersucht. Die Forschungsergebnisse konnten auf Stadtflächen der ganzen Erde angewandt werden. | ||
Dank der Infrarotbefliegung von 1978 konnte 1979 ein Infrarotbildplan 1:1000 zur Auswertung des Bodens der "Chemischen Fabrik Aubing" angefertigt werden. Hier wurde ein Bunker entdeckt und die Bodenwaschung und Sanierung des Geländes kostete über 12 Millionen DM. In der Gegend werden noch Altlasten vermutet, weil die Fabrik Kriegswaffen (Gelbkreuz) hergestellt hat. | Dank der Infrarotbefliegung von 1978 konnte 1979 ein Infrarotbildplan 1:1000 zur Auswertung des Bodens der "Chemischen Fabrik Aubing" angefertigt werden. Hier wurde ein Bunker entdeckt und die Bodenwaschung und Sanierung des Geländes kostete über 12 Millionen DM. In der Gegend werden noch Altlasten vermutet, weil die Fabrik Kriegswaffen (Gelbkreuz) hergestellt hat. (vgl: [[Aubing]]) | ||
In Heft 1/1978 "Statistischer Informationsdienst der LHS München" hat Prof.Dr. Egon Dheus über die Möglichkeiten der Luftbildfotografie in Statistik, Stadtforschung und Stadtplanung berichtet. Unter dem Titel des Heftes: "Luftbildinterpretation und Statistik" wurden die vielen Möglichkeiten gezeigt. | In Heft 1/1978 "[[Statistischer Informationsdienst der LHS München]]" hat Prof. Dr. [[Egon Dheus]] über die Möglichkeiten der Luftbildfotografie in Statistik, Stadtforschung und Stadtplanung berichtet. Unter dem Titel des Heftes: "Luftbildinterpretation und Statistik" wurden die vielen Möglichkeiten gezeigt. | ||
Gleichzeitig wurde in Heft 1/1978 und Heft 1/1980 von "International Phototechnik" in 80 | Gleichzeitig wurde in Heft 1/1978 und Heft 1/1980 von "International Phototechnik" in 80 Ländern der Erde die Möglichkeiten der "Äquidensitometrie" in der Darstellung von Luftverschmutzungen veröffentlicht. | ||
Von 1975 - 1983 wurden die Veränderungen der Stadtlandschaft zum Bau der "[[Internationale Gartenbau Ausstellung|IGA '83]]" mit Luftbildfotografie dokumentiert. Der Geschäftsführer der [[Internationale Gartenbau Ausstellung| Internationalen Gartenbau-Ausstellung]], Prof. Dr. Detlev Marx verwendete diese Fotografien für Veröffentlichungen und Ausstellungen, weil er damit die Nationen der Erde zur Teilnahme an der "IGA" einladen konnte. | Von [[1975]] - [[1983]] wurden die Veränderungen der Stadtlandschaft zum Bau der "[[Internationale Gartenbau Ausstellung|IGA '83]]" mit Luftbildfotografie dokumentiert. Der Geschäftsführer der [[Internationale Gartenbau Ausstellung| Internationalen Gartenbau-Ausstellung]], Prof. Dr. [[Detlev Marx]] verwendete diese Fotografien für Veröffentlichungen und Ausstellungen, weil er damit die Nationen der Erde zur Teilnahme an der "IGA" einladen konnte. | ||
1977 wurde erstmalig in der Stadtgeschichte von München [[Stadtbild|die gesamte Stadt]] mit nur einer Fotografie aufgenommen. Die Veränderungen der Stadt können dadurch gut im Vergleich mit Google angesehen werden. | 1977 wurde erstmalig in der Stadtgeschichte von München [[Stadtbild|die gesamte Stadt]] mit ''nur einer Fotografie'' aufgenommen. Die Veränderungen der Stadt können heute dadurch gut im Vergleich mit den Google-Satellitenbildern (o.ä.) angesehen werden. | ||
Großes Erstaunen löste der Vorschlag aus, die (fehlende) Wärmedämmung der Gebäude in der Stadt mit ''Thermographie'' zu erkennen. Nach der Genehmigung von 1976 wurde die Firma "AGA" aus Schweden mit dem Test beauftragt. Im Januar 1977 wurde die Fassade der ''[[Blumenstraße]] 28'', des [[Städtisches Hochhaus|Städtischen Büro-Hochhauses]], als erste Fassade in Deutschland mit Hilfe der Thermographie auf Wärmeverluste (Energieverluste) untersucht. Darauf war die unglaubliche Energieverschwendung deutlich zu erkennen. Der Stadtwerkeleiter, Dr. Zankl, war begeistert von den gezeigten Einsparungsmöglichkeiten. Viel Geld wird da sonst sinnlos vergeudet, zum Schaden der Umwelt und zur Beschleunigung des Klimawandels. | Großes Erstaunen löste damals der Vorschlag aus, die (fehlende) Wärmedämmung der Gebäude in der Stadt mit ''Thermographie'' zu erkennen. Nach der Genehmigung von 1976 wurde die Firma "AGA" aus Schweden mit dem Test beauftragt. Im Januar 1977 wurde die Fassade der ''[[Blumenstraße]] 28'', des [[Städtisches Hochhaus|Städtischen Büro-Hochhauses]], als erste Fassade in Deutschland mit Hilfe der Thermographie auf Wärmeverluste (Energieverluste) untersucht. Darauf war die unglaubliche Energieverschwendung deutlich zu erkennen. Der Stadtwerkeleiter, Dr. Zankl, war begeistert von den gezeigten Einsparungsmöglichkeiten. Viel Geld wird da sonst sinnlos vergeudet, zum Schaden der Umwelt und zur Beschleunigung des Klimawandels. | ||
Auf der Webseite [http://www.karl-schillinger.de www.karl-schillinger.de] , kann man sich immer wieder alte und neue Fotografien zu Umwelt und München ansehen. | Auf der Webseite [http://www.karl-schillinger.de www.karl-schillinger.de] , kann man sich immer wieder alte und neue Fotografien zu Umwelt und München ansehen. | ||
Bei "youtube" sind über 40 Filme zum Ansehen hochgeladen. | |||
Bei "youtube" sind online über 40 Filme von Schillinger zum Ansehen hochgeladen. | |||
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