Eisbachwelle: Unterschied zwischen den Versionen
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Die künstliche '''Eisbachwelle''' im [[Eisbach]] am [[Haus der Kunst]] in der [[Prinzregentenstraße]] ist Magnet für [[Surfen|Wellenreiter]] aus der ganzen Welt. Die Welle entsteht durch eine Schwelle, über die der Bach aus dem Straßentunnel kommend mit 17-22 m³/s ins Bachbett rauscht und dabei eine ca. | Die künstliche '''Eisbachwelle''' im [[Eisbach]] am [[Haus der Kunst]] in der [[Prinzregentenstraße]] ist Magnet für [[Surfen|Wellenreiter]] aus der ganzen Welt. Die Welle entsteht durch eine Schwelle, über die der Bach aus dem Straßentunnel kommend mit 17-22 m³/s ins Bachbett rauscht und dabei eine ca. 1 m hohe {{WL2|stehende Welle}} mit starkem Vortrieb auftürmt. | ||
Seit einer Allgemeinverfügung von 2010 ist das Wellenreiten offiziell erlaubt. Ansonsten ist das Baden in der Eisbachwelle verboten. | |||
==Film== | Die Surfer ziehen zahlreiche Schaulustige an, die sich manchmal auch nach langem Verweilen kaum losreißen können. | ||
== Schwerer Unfall 2025 == | |||
[[Bild:Eisbachwelle Juni 2025.jpg|mini|Gesperrte Eisbachwelle im Juni 2025]] | |||
Nach einem Surf-Unfall im April 2025 wurde die Eisbachwelle offiziell gesperrt<ref>[[Landeshauptstadt München]], Allgemeinverfügung vom 23. April 2025: [https://stadt.muenchen.de/dam/jcr:9d444169-e16c-4346-a08f-a3b7211cb031/bekanntmachung_allgverf_surfen_eisbach.pdf Vollzug der Wassergesetze, Regelung des Gemeingebrauchs nach Art. 18 Abs. 3 BayWG: Surfverbot am Eisbach – Welle am Haus der Kunst] (.pdf-Datei)</ref>. Eine Surferin verfing sich mit der Fangleine ihres Surfbretts, wurde schwer verletzt und starb nach einer Woche im Krankenhaus<ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 24. April 2025: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-eisbach-unfall-surferin-tot-li.3241462 Englischer Garten: Surferin nach Unfall im Eisbach gestorben]</ref>. Vor einer Wieder-Inbetriebnahme sollte geklärt werden, ob der Unfall z.B. durch ein technisches Versagen verursacht wurde oder ob ein Gegenstand in den Eisbach geworfen wurde, an dem sich die Surferin verhakte<ref>Süddeutsche Zeitung, 22. April 2025: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-eisbach-surfen-unglueck-ermittlungen-fahrlaessige-koerperverletzung-li.3240126 Englischer Garten: Surf-Unfall im Eisbach: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung] (Bezahlschranke)</ref>. Die Ermittlungen ergaben jedoch keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden oder ein technisches Versagen<ref>[[Bayerischer Rundfunk]], 23. Juni 2025: [https://www.br.de/nachrichten/bayern/unglueck-an-der-eisbachwelle-keine-eindeutige-ursache-ermittelt,UowEdjj Tod in Eisbachwelle: Keine eindeutige Ursache, Sperrung bleibt]</ref>. Die Stadtverwaltung gab die Eisbachwelle nach Einsicht in die Ermittlungsakten wieder frei, führte jedoch einige Auflagen ein. So ist es z.B. nicht erlaubt, allein zu surfen: eine weitere Person soll in der Lage sein, notfalls zu helfen oder Hilfe zu holen<ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 27. Juni 2025: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-eisbach-welle-freigabe-sperrung-unglueck-regeln-li.3275742 Nach tödlichem Unglück: Surfer dürfen ab sofort wieder auf die Eisbachwelle]</ref>. | |||
Seit der regulären Bachauskehr im Herbst 2025 ist die Eisbachwelle stark abgeschwächt, sodass ein Surfen nicht möglich ist. Die Stadtverwaltung versucht in engem Austausch mit der IGSM (Interessengemeinschaft Surfen in München e.V.), alles dafür zu tun, damit sich möglichst schnell wieder eine stabile Welle einstellt<ref>[[Rathaus-Umschau]] 210/2025: [https://ru.muenchen.de/2025/210/Ueberpruefung-der-Eisbachwelle-121084 Überprüfung der Eisbachwelle]</ref>. Mittlerweile hat sich auch der - bereits totgeglaubte - Erbauer der ersten Eisbachwelle gemeldet. Er könne kurzfristig aus Sardinien einfliegen und die Eisbachwelle reparieren<ref>[[Abendzeitung]], 14. November 2025: [https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/totgeglaubter-vater-der-eisbachwelle-meldet-sich-ploetzlich-aus-sardinien-ich-kann-sie-reparieren-art-1093054 Totgeglaubter "Vater der Eisbachwelle" meldet sich plötzlich aus Sardinien: "Ich kann sie reparieren"]</ref>. | |||
Seit Weihnachten 2025 gibt es die Eisbachwelle wieder. Anscheinend haben sachkundige Surfer ungefragt einen Reparaturversuch gemacht. Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Weihnachtsausgabe, seit dem ersten Weihnachtsfeiertag lasse sich am Eisbach wieder surfen. Die Veränderung sei am Heiligabend sicher nicht von der Stadt vorgenommen worden. Man erkennt vom Ufer aus mehrere Seile, die vom Brückenpfeiler ins Wasser führen. Die Höhe der Welle sei jedoch immer noch 15-30 cm unter dem passenden Niveau. Der Experte, der die Welle wieder hergestellt hat, ist nicht bekannt und wird wohl von keinem Surfer verraten<ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 25. Dezember 2025: [https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-eisbach-welle-surfen-funktioniert-wieder-li.3359647 Englischer Garten in München: Die Eisbachwelle ist zurück]</ref>. Am 28. Dezember 2025 wurde die Vorrichtung, die das Wasser des Eisbachs wieder zur Welle werden ließ von der Feuerwehr München aus Sicherheitsgründen wieder abgebaut. Seither ist die Welle wieder abgestellt. | |||
== Film == | |||
* Björn Richie Lob: ''Keep Surfing.'' D, 2009. 96 Min. (zur Fluss-Surfer-Subkultur in München; vor allem auf der [[Isar]] oder der Eisbachwelle. Ihr Lebensstil und der Weg zu den internationalen Pro-Surfern. Auch Aufnahmen von der Hochwasser führenden Isar im Stadtgebiet.) | * Björn Richie Lob: ''Keep Surfing.'' D, 2009. 96 Min. (zur Fluss-Surfer-Subkultur in München; vor allem auf der [[Isar]] oder der Eisbachwelle. Ihr Lebensstil und der Weg zu den internationalen Pro-Surfern. Auch Aufnahmen von der Hochwasser führenden Isar im Stadtgebiet.) | ||
* [https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/die-ewige-welle-bilder-100.html ''Tatort: '''Die ewige Welle''' | Bilder''] aus dem Fernsehfilm, 2019 | * [https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/die-ewige-welle-bilder-100.html ''Tatort: '''Die ewige Welle''' | Bilder''] aus dem Fernsehfilm, 2019 | ||
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* [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisbach_(Isar)#Sport_und_Freizeit ''Wikipedia'' zum Surfen auf der Eisbachwelle] | |||
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Keep_Surfing ''Wikipedia zu:'' Keep Surfing] | |||
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Tatort:_Die_ewige_Welle ''Wikipedia zum:'' Tatort (ewige Welle)] | |||
* Interessengemeinschaft Surfen in München e.V.: [https://www.instagram.com/igsm.surfen.muenchen Instagram-Auftritt] | |||
== Einzelnachweise == | |||
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[[Kategorie:Wassersport]] | [[Kategorie:Wassersport]] | ||
Aktuelle Version vom 28. Dezember 2025, 19:05 Uhr
Die künstliche Eisbachwelle im Eisbach am Haus der Kunst in der Prinzregentenstraße ist Magnet für Wellenreiter aus der ganzen Welt. Die Welle entsteht durch eine Schwelle, über die der Bach aus dem Straßentunnel kommend mit 17-22 m³/s ins Bachbett rauscht und dabei eine ca. 1 m hohe stehende WelleW mit starkem Vortrieb auftürmt.
Seit einer Allgemeinverfügung von 2010 ist das Wellenreiten offiziell erlaubt. Ansonsten ist das Baden in der Eisbachwelle verboten.
Die Surfer ziehen zahlreiche Schaulustige an, die sich manchmal auch nach langem Verweilen kaum losreißen können.
Schwerer Unfall 2025
Nach einem Surf-Unfall im April 2025 wurde die Eisbachwelle offiziell gesperrt[1]. Eine Surferin verfing sich mit der Fangleine ihres Surfbretts, wurde schwer verletzt und starb nach einer Woche im Krankenhaus[2]. Vor einer Wieder-Inbetriebnahme sollte geklärt werden, ob der Unfall z.B. durch ein technisches Versagen verursacht wurde oder ob ein Gegenstand in den Eisbach geworfen wurde, an dem sich die Surferin verhakte[3]. Die Ermittlungen ergaben jedoch keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden oder ein technisches Versagen[4]. Die Stadtverwaltung gab die Eisbachwelle nach Einsicht in die Ermittlungsakten wieder frei, führte jedoch einige Auflagen ein. So ist es z.B. nicht erlaubt, allein zu surfen: eine weitere Person soll in der Lage sein, notfalls zu helfen oder Hilfe zu holen[5].
Seit der regulären Bachauskehr im Herbst 2025 ist die Eisbachwelle stark abgeschwächt, sodass ein Surfen nicht möglich ist. Die Stadtverwaltung versucht in engem Austausch mit der IGSM (Interessengemeinschaft Surfen in München e.V.), alles dafür zu tun, damit sich möglichst schnell wieder eine stabile Welle einstellt[6]. Mittlerweile hat sich auch der - bereits totgeglaubte - Erbauer der ersten Eisbachwelle gemeldet. Er könne kurzfristig aus Sardinien einfliegen und die Eisbachwelle reparieren[7].
Seit Weihnachten 2025 gibt es die Eisbachwelle wieder. Anscheinend haben sachkundige Surfer ungefragt einen Reparaturversuch gemacht. Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer Weihnachtsausgabe, seit dem ersten Weihnachtsfeiertag lasse sich am Eisbach wieder surfen. Die Veränderung sei am Heiligabend sicher nicht von der Stadt vorgenommen worden. Man erkennt vom Ufer aus mehrere Seile, die vom Brückenpfeiler ins Wasser führen. Die Höhe der Welle sei jedoch immer noch 15-30 cm unter dem passenden Niveau. Der Experte, der die Welle wieder hergestellt hat, ist nicht bekannt und wird wohl von keinem Surfer verraten[8]. Am 28. Dezember 2025 wurde die Vorrichtung, die das Wasser des Eisbachs wieder zur Welle werden ließ von der Feuerwehr München aus Sicherheitsgründen wieder abgebaut. Seither ist die Welle wieder abgestellt.
Film
- Björn Richie Lob: Keep Surfing. D, 2009. 96 Min. (zur Fluss-Surfer-Subkultur in München; vor allem auf der Isar oder der Eisbachwelle. Ihr Lebensstil und der Weg zu den internationalen Pro-Surfern. Auch Aufnahmen von der Hochwasser führenden Isar im Stadtgebiet.)
- Tatort: Die ewige Welle | Bilder aus dem Fernsehfilm, 2019
Impressionen auf dem Wasser
Weblinks
www.eisbachwelle.de/eisbach-river-surfen-muenchen-welcome/, offizielle Website
- Wikipedia zum Surfen auf der Eisbachwelle
- Wikipedia zu: Keep Surfing
- Wikipedia zum: Tatort (ewige Welle)
- Interessengemeinschaft Surfen in München e.V.: Instagram-Auftritt
Einzelnachweise
- ↑ Landeshauptstadt München, Allgemeinverfügung vom 23. April 2025: Vollzug der Wassergesetze, Regelung des Gemeingebrauchs nach Art. 18 Abs. 3 BayWG: Surfverbot am Eisbach – Welle am Haus der Kunst (.pdf-Datei)
- ↑ Süddeutsche Zeitung, 24. April 2025: Englischer Garten: Surferin nach Unfall im Eisbach gestorben
- ↑ Süddeutsche Zeitung, 22. April 2025: Englischer Garten: Surf-Unfall im Eisbach: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung (Bezahlschranke)
- ↑ Bayerischer Rundfunk, 23. Juni 2025: Tod in Eisbachwelle: Keine eindeutige Ursache, Sperrung bleibt
- ↑ Süddeutsche Zeitung, 27. Juni 2025: Nach tödlichem Unglück: Surfer dürfen ab sofort wieder auf die Eisbachwelle
- ↑ Rathaus-Umschau 210/2025: Überprüfung der Eisbachwelle
- ↑ Abendzeitung, 14. November 2025: Totgeglaubter "Vater der Eisbachwelle" meldet sich plötzlich aus Sardinien: "Ich kann sie reparieren"
- ↑ Süddeutsche Zeitung, 25. Dezember 2025: Englischer Garten in München: Die Eisbachwelle ist zurück