Justizvollzugsanstalt München (Stadelheim): Unterschied zwischen den Versionen
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=== Frauengefängnis=== | |||
Ende Mai 2009 wurde das neue Frauengefängnis in Betrieb genommen (Anschrift: Schwarzenbergstraße 14), das den Altbau in Neudeck abgelöst hat. Der neue Gefängnisbau bietet 160 Haftplätze für Frauen und 60 Plätze für jugendliche Häftlinge sowie zehn Plätze für Frauen mit kleinen Kindern. | |||
Das heutige Gefängnis wird laufend modernisiert und an die Erfordernisse eines Strafvollzugs angepasst, aus dem es auch eine Rückkehr ins Berufsleben geben kann/soll. | |||
== Rundfunksender neben der Haftanstalt== | == Rundfunksender neben der Haftanstalt== | ||
Version vom 24. Juni 2010, 15:17 Uhr
Stadelheim ist in aller Regel die Kurzbezeichnung für die Justizvollzugsanstalt München in der Stadelheimer Straße im Münchner Stadtteil Giesing. Sie gehört mit 14 ha Fläche zu den größten Justizvollzugsanstalten in Deutschland. Im Volksmund auch St. Adelheim genannt, ist ein „St. Adelheimer“ umgangssprachlich in München ein ehemaliger Gefängnisinsasse.
Die durchschnittliche Belegung betrug im Jahre 2001 1581 Inhaftierte und lag damit oberhalb der regulären Häftlingskapazität. Ebenfalls 2001 waren 596 Personen an der JVA Stadelheim beruflich tätig, davon 506 Beamte und 90 Angestellte.
Das Gefängnis entstand auf einem ehemaligen Gut Stadelheim (Nordbau) 1894. 1901 wurde der Südbau eröffnet/verschlossen. Beide Bauten stehen unter Denkmalschutz.
Im Gefängnis wurden mindestens 1049 Hinrichtungen vollzogen. Die meisten waren unrechtmäßige Morde von NS-Gerichten. Unter den in der NS-Zeit Ermordeten befanden sich die Mitglieder der Weißen Rose († 1943).
Frauengefängnis
Ende Mai 2009 wurde das neue Frauengefängnis in Betrieb genommen (Anschrift: Schwarzenbergstraße 14), das den Altbau in Neudeck abgelöst hat. Der neue Gefängnisbau bietet 160 Haftplätze für Frauen und 60 Plätze für jugendliche Häftlinge sowie zehn Plätze für Frauen mit kleinen Kindern.
Das heutige Gefängnis wird laufend modernisiert und an die Erfordernisse eines Strafvollzugs angepasst, aus dem es auch eine Rückkehr ins Berufsleben geben kann/soll.
Rundfunksender neben der Haftanstalt
Stadelheim war von 1926 bis 1932 Standort des Zentralsenders des Bayerischen Rundfunks. Am 1. März 1926 nahm er den Probebetrieb auf. Als Antenne verwendete der Sender zwei 100 Meter hohe, freistehende Stahlfachwerktürme.
Gedenkstätte
Eine Gedenkstätte wurde 1974 errichtet. Am 65. Jahrestag der Hinrichtung (23. Februar 2008) der Geschwister Scholl und Christoph Probst wurde in Stadelheim die Gedenkstätte erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Hier wurden auch hingerichtet
Literatur
- Claudia Wessel „Ort des Terrors - Ort des Erinnerns“, Artikel der SZ, Nr. 47 vom 25. Februar 2008
Weblinks
- Justizvollzugsanstalt MünchenW (Artikel bei Wikipedia)