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[[Bild:Muesendlingertorlebschee1866.jpg|thumb|Der bereits anfang 1810<ref>Bayerische National-Zeitung Mai 1810. ''München; Die bisher der vormaligen Festungsanlage nach am Sendlingerthor links gelegene Thorwache ist vorläufig ebenfalls links an den abgebrochenen Thurm des Sendlingerthores verlegt, und die Beziehung der neuen provisorischen Wachstube auf den 27. Mai bestimmt worden, von welchem Tage an jedermann den geraden Weg über die eingeebneten Festungswerke nehmen kann.''</ref> abgetragene einzeln stehende Vorturm am Sendlinger Tor, innerhalb der ehemaligen Stadtmauer gelegen. Nach Ferdinand Schiesl (in OA 135) 1805. Lebschée übernimmt die Vorlage zusammen mit seinen eigenen Vorzeichnungen früherer Zeit und zeichnet im Jahr 1866 diese Fassung]] | [[Bild:Muesendlingertorlebschee1866.jpg|thumb|Der bereits anfang 1810<ref>Bayerische National-Zeitung Mai 1810. ''München; Die bisher der vormaligen Festungsanlage nach am Sendlingerthor links gelegene Thorwache ist vorläufig ebenfalls links an den abgebrochenen Thurm des Sendlingerthores verlegt, und die Beziehung der neuen provisorischen Wachstube auf den 27. Mai bestimmt worden, von welchem Tage an jedermann den geraden Weg über die eingeebneten Festungswerke nehmen kann.''</ref> abgetragene einzeln stehende Vorturm am Sendlinger Tor, innerhalb der ehemaligen Stadtmauer gelegen. Nach Ferdinand Schiesl (in OA 135) 1805. Lebschée übernimmt die Vorlage zusammen mit seinen eigenen Vorzeichnungen früherer Zeit und zeichnet im Jahr 1866 diese Fassung]] | ||
[[ | [[Datei:Muesendlingertorca1852q.jpg|thumb|Vor dem Sendlinger Tor, ausserhalb der Stadt. Gezeichnet von Carl August Lebsché im Jahr 1852]] | ||
[[Bild:Sendltor aids.png|thumb|left|AIDS-Denkmal: ''Den Toten, den Infizierten, ihren Freunden, ihren Familien. 1981 bis heute'']] | [[Bild:Sendltor aids.png|thumb|left|AIDS-Denkmal: ''Den Toten, den Infizierten, ihren Freunden, ihren Familien. 1981 bis heute'']] | ||
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Im Rahmen der Stadtvergrößerung, die unter [[Ludwig der Bayer|Ludwig dem Bayern]] vorgenommen wurde, hat München große strukturelle Verbesserungen erzielt. Das Sendlinger Tor wurde erstmals [[1318]] als Startpunkt für den Weg nach Italien dokumentiert. | Im Rahmen der Stadtvergrößerung, die unter [[Ludwig der Bayer|Ludwig dem Bayern]] vorgenommen wurde, hat München große strukturelle Verbesserungen erzielt. Das Sendlinger Tor wurde erstmals [[1318]] als Startpunkt für den Weg nach Italien dokumentiert. | ||
[[Bild:Sendlinger_Tor_Muenchen_2004.jpg|thumb|Sendlinger Tor, von der Sendlinger Straße aus gesehen, 2004]] | |||
[[Datei:Muesendltorpl121965.jpg|thumb|Der Autoverkehr zwischen dem Sendlinger Tor und dem Sendlinger Tor Platz im Jahr 1965]] | [[Datei:Muesendltorpl121965.jpg|thumb|Der Autoverkehr zwischen dem Sendlinger Tor und dem Sendlinger Tor Platz im Jahr 1965]] | ||
In seinen Grundzügen glich die Toranlage mit seinen Seitentürmen dem [[Isartor]]. Im Frühjahr [[1810]] wurde der mittlere Torturm abgetragen. Zwischen den Jahren 1860 bis 1861 erfolgten einige Umgestaltungen. Anfang April 1861<ref>Münchener Bote für Stadt und Land, 17. April 1861; Wenn die Anbauten des restaurierten SendlingerThores vollendet sind, wird daselbst auch wieder eine Wache etabliert werden. Das Thor selbst erhielt dieser Tage in großen Metallbuchstaben die Aufschrift: „Sendlinger Thor“ und zwar auf der innern Seite. Der Zweck dieser Bezeichnung ist nicht recht klar, denn es wird wenige Leute geben, die nicht wissen, zu welchem Thore sie hinaus gehen!</ref>, zu den Abschlußarbeiten, wurde über der Tordurchfahrt, von der Stadt kommend, ein aus Metall gefertigter Schriftzug, ''Sendlinger Thor'', angebracht. Erst im Jahr [[1906]] ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun zu der vormals eingleisigen Strecke, ein weiteres Gleis für den Trambahnbetrieb durch das neue Tor gelegt werde. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der [[Stadtmauer]] zu erkennen, die sich dann die [[Herzog-Wilhelm-Straße]] hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus bis 2025 das Lichtspielhaus [[Filmtheater Sendlinger Tor]], das bis dahin älteste Kino der Stadt. Im Untergrund befindet sich ein Kreuzungsbahnhof der [[U-Bahn|Münchner U-Bahn]]. | In seinen Grundzügen glich die Toranlage mit seinen Seitentürmen dem [[Isartor]]. Im Frühjahr [[1810]] wurde der mittlere Torturm abgetragen. Zwischen den Jahren 1860 bis 1861 erfolgten einige Umgestaltungen. Anfang April 1861<ref>Münchener Bote für Stadt und Land, 17. April 1861; Wenn die Anbauten des restaurierten SendlingerThores vollendet sind, wird daselbst auch wieder eine Wache etabliert werden. Das Thor selbst erhielt dieser Tage in großen Metallbuchstaben die Aufschrift: „Sendlinger Thor“ und zwar auf der innern Seite. Der Zweck dieser Bezeichnung ist nicht recht klar, denn es wird wenige Leute geben, die nicht wissen, zu welchem Thore sie hinaus gehen!</ref>, zu den Abschlußarbeiten, wurde über der Tordurchfahrt, von der Stadt kommend, ein aus Metall gefertigter Schriftzug, ''Sendlinger Thor'', angebracht. Erst im Jahr [[1906]] ersetzte man die drei Torbögen zwischen den Seitentürmen durch einen einzigen. Der Stadtanzeiger jenes Jahres vom 13. Juni berichtet, daß nun zu der vormals eingleisigen Strecke, ein weiteres Gleis für den Trambahnbetrieb durch das neue Tor gelegt werde. Nach der Zerstörung entlang der Sendlinger Straße im zweiten Weltkrieg wird die Trambahn nicht wieder zurück in die Straße geholt. Am Sendlinger Tor ist noch ein Rest der [[Stadtmauer]] zu erkennen, die sich dann die [[Herzog-Wilhelm-Straße]] hinaufzog. Neben dem Tor befand sich im Mietshaus bis 2025 das Lichtspielhaus [[Filmtheater Sendlinger Tor]], das bis dahin älteste Kino der Stadt. Im Untergrund befindet sich ein Kreuzungsbahnhof der [[U-Bahn|Münchner U-Bahn]]. | ||
== Siehe auch == | == Siehe auch == | ||
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