Sendlinger Straße: Unterschied zwischen den Versionen

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| Tram                = {{ÖPNV|16}} {{ÖPNV|17}} {{ÖPNV|18}} {{ÖPNV|27}} {{ÖPNV|28}} {{ÖPNV|N17}} {{ÖPNV|N27}} [[Sendlinger Tor]]
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| Nutzergruppen        = Fußgänger, Lieferantenfahrzeuge, Radfahren von 21-9 Uhr und sonntags erlaubt
| Nutzergruppen        = zu Fuß, Lieferverkehr, Fahrrad 21:00-9:00 Uhr - Sonntags erlaubt
| Straßengestaltung    = Fußgängerzone
| Straßengestaltung    = Fußgängerzone
| Straßenlänge        = 550 m
| Straßenlänge        = 550 m
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| Straßen-ID          = 04358
| Straßen-ID          = 04358
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[[Bild:Sendlinger Straße nördlich.JPG|thumb|400px|Sendlinger Straße in nördliche Richtung gesehen, bis 2015]]
[[Bild:Sendlinger Straße nördlich.JPG|thumb|400px|Sendlinger Straße in nördliche Richtung gesehen. Zustand noch als Kraftfahrstraße]]
[[Datei:Dehnvor1900.jpg|thumb|400px|Früher]]
[[Datei:Dehnvor1900.jpg|thumb|400px|Früher]]
Die '''Sendlinger Straße''' ist eine Geschäftsstraße in der Münchner [[Altstadt]]. Sie verläuft vom [[Marienplatz]] aus gesehen in südwestlicher Richtung und ist damit die Fortsetzung der [[Rosenstraße]]).  
Die '''Sendlinger Straße''' verläuft als Fortsetzung der [[Rosenstraße]] vom [[Marienplatz]] kommend, in südwestlicher Richtung auf das Sendlinger Tor zu.


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Die Sendlinger Straße beginnt an der [[Fürstenfelder Straße]]/[[Rindermarkt]] und endet an der [[Herzog-Wilhelm-Straße]], direkt am [[Sendlinger Tor]]. Seit 2017 ist die Straße auf der gesamten Länge Fußgängerzone.
Die Sendlinger Straße beginnt an der [[Fürstenfelder Straße]] Ecke [[Rindermarkt]] und endet an der [[Herzog-Wilhelm-Straße]], direkt am [[Sendlinger Tor]]. Seit 2017 ist die Straße auf der gesamten Länge Fußgängerzone.


Die Sendlinger Straße kreuzt folgende Straßen:
Die Sendlinger Straße kreuzt folgende Straßen:
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*[[Schmidstraße]]
*[[Schmidstraße]]


[[Datei:Muesendlingerst15012026.jpg|thumb|Die Sendlinger Straße 15]]
[[Bild:Glockenspiel sendlinger.jpg|thumb|Das Glockenspiel am Haus Nr. 15]]
== Geschichte, Namensgebung ==  
== Geschichte, Namensgebung ==  
Die Straße ist ab [[1318]] nach dem Dorf [[Sendling]], heute ein [[Stadtteil]], benannt. Teile der Straße hießen früher ''Auf der Bruck'' (um 1382, gemeint war allerdings: oberhalb der Bachbrücke in der [[Neuhauser Straße]]), Auf der ''Tyferbruck'' (1389/1394) und ''Unter der Stieg'' (1404). Die Straße führt heute nur über Umwege nach Sendling.
Die Straße ist ab [[1318]] nach dem Dorf [[Sendling]], heute ein [[Stadtteil]], benannt. Teile der Straße hießen früher ''Auf der Bruck'' (um 1382, gemeint war allerdings: oberhalb der Bachbrücke in der [[Neuhauser Straße]]), Auf der ''Tyferbruck'' (1389/1394) und ''Unter der Stieg'' (1404). Die Straße führt heute nur über Umwege nach Sendling.


=== Eine neue Fußgängerzone ist entstanden ===
== Hausnummernvergabe ==
Ab dem Jahr 1833 wird entlang der Straße die Hausnummernform geändert. So beginnt die Zählung mit der Nummer 1, ausgehend vom Rindermarkt auf der linken Straßenseite, und zieht die Nummern ansteigend bis zum Sendlingertor hinauf. Dementsprechend geht die Zählung auf der anderen Straßenseite wieder zurück mit der höchsten Nummer an der Ecke Fürstenrieder Straße und Rindermarkt. In den  1960er Jahren wird die derzeit gültige Hausnummerform übernommen.
 
== Eine neue Fußgängerzone ist entstanden ==
Seit 2012 war der Anfang der Straße etwa bis zur [[Hackenstraße]] [[Fußgängerzone]]. Dies kam mit dem Ausbau der ehemaligen Gebäuden der [[SZ|Süddt. Zeitung]] zu Einkaufszentren. 2015 gab es erstmals Pläne, die Sendlinger Straße komplett zur Fußgängerzone zu machen<ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 22. Oktober 2015: [http://www.sueddeutsche.de/muenchen/altstadt-sendlinger-strasse-soll-komplett-zur-fussgaengerzone-werden-1.2701628 Alfred Dürr: ''Sendlinger Straße soll komplett zur Fußgängerzone werden.''] München macht ernst mit den Plänen für die Sendlinger Straße. Anwohner wehren sich gegen den Umbau, sie befürchten steigende Mieten und das Ende kleinerer Läden</ref>.
Seit 2012 war der Anfang der Straße etwa bis zur [[Hackenstraße]] [[Fußgängerzone]]. Dies kam mit dem Ausbau der ehemaligen Gebäuden der [[SZ|Süddt. Zeitung]] zu Einkaufszentren. 2015 gab es erstmals Pläne, die Sendlinger Straße komplett zur Fußgängerzone zu machen<ref>[[Süddeutsche Zeitung]], 22. Oktober 2015: [http://www.sueddeutsche.de/muenchen/altstadt-sendlinger-strasse-soll-komplett-zur-fussgaengerzone-werden-1.2701628 Alfred Dürr: ''Sendlinger Straße soll komplett zur Fußgängerzone werden.''] München macht ernst mit den Plänen für die Sendlinger Straße. Anwohner wehren sich gegen den Umbau, sie befürchten steigende Mieten und das Ende kleinerer Läden</ref>.


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[[Bild:Sendlingerstr2009a.jpg|thumb|Die Straße vom Marienplatz aus (von Osten und Oben)]]
[[Bild:Sendlingerstr2009a.jpg|thumb|Die Straße vom Marienplatz aus (von Osten und Oben)]]
[[Bild:Asamkirche.jpg|thumb|St. Johann Nepomuk München mit Asamhaus aus dem Spätbarock]]
[[Bild:Asamkirche.jpg|thumb|St. Johann Nepomuk München mit Asamhaus aus dem Spätbarock]]
[[Bild:Glockenspiel sendlinger.jpg|thumb|Glockenspiel (am Haus Nr. 15)]]
[[Bild:Sendlingerstr561901a.jpg|thumb|Haus Nr. 56 (1901)]]
[[Bild:Sendlingerstr561901a.jpg|thumb|Haus Nr. 56 (1901)]]


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== Sonstiges ==
== Sendlinger Straße 12 ==
* Beim Haus ''Sendlinger / Ecke [[Hackenstraße]]'' ist der an den Balkonen angebrachte [[Fassadenschmuck der Nachkriegszeit|Fassadenschmuck]] beachtenswert.
Das Mietshaus mit der Hausnummer 12, schräg gegenüber dem Abzweig zur [[Dultstraße]], ist ein in der Baudenkmalliste eingetragenes ehemaliges Mietshaus, eingereiht in die hier durchgehende Häueserzeile. Das Geschäfts-, und Wohnhaus trug im vergangenen Jahrhundert die Nummer 76. Seit, um 1593 wird hier der Faberbräu ohne Urkunde, erwähnt. Ab dem Jahr 1745 läßt der damalige Besitzer des Anwesens zum Faberbräu, Johann Paul Reiz, die Malztenne in einen Theatersaal, einen sogenannten "Komödienstadel" umbauen, von nun an spielen hier Theatergruppen. In den glanzzeiten kommen hier einige italienische Stücke zur Aufführung. Für Johann Johannes Nieser, bekannt von der [[Nieserstraße]], der nun mit der Schauspielerin Sewald im Faberbräu die Direk­tion übernahm, begann nun eine Periode der eifrigsten Tätigkeit. ''Zuerst mußten die unbenutzbaren Schauspielkräfte entlassen und bessere an deren Stelle engagiert werden. Das war keine leichte Aufgabe bei dem Zustande der meisten der damaligen Wandertruppen; doch sie gelang dem jungen, für die höchsten Ideale begeisterten Direktor. Am 10. November 1779 wurde im Faberbräutheater das erste regelmäßige Stück: „Die Wirtschafterin" von Stephani dem Älteren aufgeführt. Diesem, mit größtem Beifall aufgenommenen Stücke folgten „Die Malerin von Ephesus" von Weiße, „Elektra" von Götter, „Adel des Herzens" von Zachariä, „Emilia Galotti" und „Miß Sara Sannhson" von Lessing, usw. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts noch eine Reihe von reisenden Truppen auf der Bühne des Faberbräutheaters, bis durch die beginnenden Kriegsjahre das Interesse am Theater merklich abgeschwächt wurde. Die Bühne im Faberbräu wurde wieder zu einer Malztenne umgewandelt. Hiermit schließt auch die denkwürdigste Periode des inte­ressanten Bräuhauses in der Sendlingergasse. Nachdem 1795 das Faberbräuhaus an Anton Seidl überging, wurde es bereits 1812 mit der Eberlbrauerei vereinigt, erhielt aber im Jahre 1838 in Jakob Schöttl nochmals einen eigenen Besitzer, bis es 1877 von Pongratz wieder mit der Eberbrauerei vereinigt wurde.''<ref>Michel, Carl: ''Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Bierbrauerei.'' München 1907 (Band 2, S. 235-241)</ref>


[[Datei:Muesendlinger10052011.jpg|thumb|Ehemalige Mietshäuser, ab dem Hackerhaus mit der Nummer 14, von links nach rechts; Sendlinger Straße 12 (76), 10 (77) und 8 (78), Zustand in den Jahren während der Bauarbeiten von 2011 bis 2013]]


[[Datei:Muesendlingerstr052018c99.jpg|thumb|Blick zur Asamkirche]]
[[Datei:Muesendlingerstr1210022026vl.jpg|thumb|Ehemalige Mietshäuser, ab dem Hackerhaus mit der Nummer 14, von links nach rechts; Sendlinger Straße Nr. 12 (76) und Nr. 10 (77). Aktueller Zustand]]


== Im Film ==
== Im Film ==
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== Literatur ==
== Literatur ==
* B. Rietzsch, W. Huller: ''Das Alte Hackerhaus.'' 1984
* B. Rietzsch, W. Huller: ''Das Alte Hackerhaus.'' München, 1984
* Werner Ebner: ''Die Sendlinger Straße - Spiegel Münchner Stadtgeschichte.'' Allitera, München 2026
* Werner Ebner: ''Die Sendlinger Straße - Spiegel Münchner Stadtgeschichte.'' Allitera, München 2026
* Thomas Schauerte: ''Das Totale Kunstwerk - Haus und Kirche des Egid Quirin Asam in München.'' Schnell & Steiner, 2025
* Thomas Schauerte: ''Das Totale Kunstwerk - Haus und Kirche des Egid Quirin Asam in München.'' Schnell & Steiner, 2025 (2 Bände)


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
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