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'''Neuperlach''' ist ein Stadtteil [[München]]s und gehört zum Stadtbezirk 16 ([[Ramersdorf-Perlach]]) im Südosten der Landeshauptstadt. Mit Neuperlach entstand seit 1967 auf der östlich des alten Dorfes [[Ramersdorf-Perlach|Perlach]] gelegenen ehemaligen [[Perlacher Haid]] eine der größten deutschen Satellitenstädte.  
'''Neuperlach''' ist ein Stadtteil [[München]]s und gehört zum Stadtbezirk 16 ([[Ramersdorf-Perlach]]) im [[Münchner Osten|Südosten]] der Landeshauptstadt. Mit Neuperlach entstand seit [[1967]] auf der östlich des alten Dorfes [[Ramersdorf-Perlach|Perlach]] gelegenen ehemaligen [[Perlacher Haid]] eine der größten deutschen Satellitenstädte.  




Lage: Neuperlach grenzt westlich an die Stadtteile [[Ramersdorf]] und [[Perlach]], nördlich an die Stadtbezirke 14 ([[Berg am Laim]]) und 5 ([[Trudering-Riem]]), östlich an den Stadtteil [[Waldperlach]] und südlich an den Ortsteil [[Unterbiberg]] der Gemeinde [[Neubiberg]]. Das Viertel wird im westlichen Bereich von Süden nach Norden vom [[Hachinger Bach]] durchflossen.
'''Lage:''' Neuperlach grenzt westlich an die Stadtteile [[Ramersdorf]] und [[Perlach]], nördlich an die [[Stadtbezirk]]e 14 ([[Berg am Laim]]) und 5 ([[Trudering-Riem]]), östlich an den Stadtteil [[Waldperlach]] und südlich an den Ortsteil [[Unterbiberg]] der Gemeinde [[Neubiberg]]. Das Viertel wird im westlichen Bereich von Süden nach Norden vom [[Hachinger Bach]] durchflossen.




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==Planung und Baugeschichte==
==Planung und Baugeschichte==


* [[2017]] zitiert Alfred Dürr den damaligen OB  [[Hans-Jochen Vogel|Vogel]]  in der SZ: ''[http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neuperlach-neuperlach-mir-war-der-gedanke-eigentlich-unheimlich-1.3497257 Neuperlach? "Mir war der Gedanke eigentlich unheimlich“]'' Vor fünfzig Jahren wurde der Grundstein für Münchens "Entlastungsstadt“ gelegt (Satellitensiedlung oder Trabantenstadt sagte man damals nicht). Selbst der damalige OB Vogel hatte Probleme sich das Quartier vorzustellen. (SZ vom 10. Mai 2017   
* [[2017]] zitiert Alfred Dürr den damaligen OB  [[Hans-Jochen Vogel|Vogel]]  in der SZ: ''[http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neuperlach-neuperlach-mir-war-der-gedanke-eigentlich-unheimlich-1.3497257 Neuperlach? "Mir war der Gedanke eigentlich unheimlich“]'' Vor fünfzig Jahren wurde der Grundstein für Münchens "Entlastungsstadt“ gelegt (Satellitensiedlung oder Trabantenstadt sagte man damals nicht). Selbst der damalige OB Vogel hatte Probleme, sich das Quartier vorzustellen. (SZ vom 10. Mai 2017   


* dazu ein Kultur- und Freizeitprogramm. Den besten Überblick bietet die Internetseite '''[http://50jahreneuperlach.wordpress.com 50jahreneuperlach.wordpress.com]'''  
* dazu ein Kultur- und Freizeitprogramm. Den besten Überblick bietet die Internetseite '''[http://50jahreneuperlach.wordpress.com 50jahreneuperlach.wordpress.com]'''  




Zur Linderung der Wohnungsnot, der sich die in den 1950er-Jahren rapide wachsende Stadt München gegenübersah, beschloss der Münchner [[Stadtrat]] 1960 die Errichtung sogenannter „Entlastungsstädte“; ins Auge gefasst wurden Standorte in [[Oberschleißheim]], [[Freiham]] und Perlach. Für den Bereich der Gemarkung Perlach erstellte das Baureferat zwischen 1961 und 1966 eine Planungsstudie und einen umfassenden Strukturplan für eine Satellitenstadt von 80.000 (später 70.000) Einwohnern. Die hierfür zuständige Planungsgruppe stand seit 1963 unter der Leitung {{WL2|de:Egon_Hartmann|Egon Hartmanns}}, der 1951 den Wettbewerb zur Bebauung der Ost-Berliner Stalinallee gewonnen hatte. Mit der Bodenordnung und der Koordination der baulichen Umsetzung wurde das [[gewerkschaft]]seigene [[Unternehmen]] {{WL2|de:Neue_Heimat|Neue Heimat}} beauftragt.
Zur Linderung der Wohnungsnot, der sich die in den 1950er-Jahren rapide wachsende Stadt München gegenübersah, beschloss der Münchner [[Stadtrat]] 1960 die Errichtung sogenannter „Entlastungsstädte“; ins Auge gefasst wurden Standorte in [[Oberschleißheim]], [[Freiham]] und Perlach. Für den Bereich der Gemarkung Perlach erstellte das Baureferat zwischen 1961 und 1966 eine Planungsstudie und einen umfassenden Strukturplan für eine Satellitenstadt von 80.000 (später 70.000) Einwohnern. Die hierfür zuständige Planungsgruppe stand seit 1963 unter der Leitung [[Egon Hartmann]]s, der 1951 den Wettbewerb zur Bebauung der Ost-Berliner Stalinallee gewonnen hatte. Mit der Bodenordnung und der Koordination der baulichen Umsetzung wurde das [[gewerkschaft]]seigene [[Unternehmen]] {{WL2|de:Neue_Heimat|Neue Heimat}} beauftragt.
 
[[Datei:Perlacher Einkaufspassagen.jpg|thumb|Einkauspassage. Foto; Schillinger 2012.]]


Gemäß den Vorgaben des Strukturplanes ergaben sich fünf Bauabschnitte (Nord, Nordost, Ost, Zentrum, Süd), von denen nach der '''Grundsteinlegung im Mai [[1967]]''' in rascher Folge die Baugebiete '''Nord, Nordost und Ost''' fertiggestellt wurden. Für die zweite große Baustufe, das Zentrum Neuperlachs mit zahlreichen Geschäften, Arbeitsstätten und kulturellen sowie sozialen Einrichtungen, war ein städtebaulicher Wettbewerb schon 1967 ausgelobt und im Jahr darauf entschieden worden. Aufgrund ständiger Umarbeitungen des Planes, die vor allem eine nahezu vollständige Aufgabe der kulturellen Infrastruktur mit sich brachten, verzögerte sich die Grundsteinlegung bis [[1974]]; der Wohnbereich des Zentrums war im wesentlichen bis 1978 fertiggestellt, die erste Stufe des Einkaufskomplexes bis [[1979]] (Erweiterung [[1989]]), die Geschäftsbauten folgten sukzessive bis in die neueste Zeit.  
Gemäß den Vorgaben des Strukturplanes ergaben sich fünf Bauabschnitte (Nord, Nordost, Ost, Zentrum, Süd), von denen nach der '''Grundsteinlegung im Mai [[1967]]''' in rascher Folge die Baugebiete '''Nord, Nordost und Ost''' fertiggestellt wurden. Für die zweite große Baustufe, das Zentrum Neuperlachs mit zahlreichen Geschäften, Arbeitsstätten und kulturellen sowie sozialen Einrichtungen, war ein städtebaulicher Wettbewerb schon 1967 ausgelobt und im Jahr darauf entschieden worden. Aufgrund ständiger Umarbeitungen des Planes, die vor allem eine nahezu vollständige Aufgabe der kulturellen Infrastruktur mit sich brachten, verzögerte sich die Grundsteinlegung bis [[1974]]; der Wohnbereich des Zentrums war im wesentlichen bis 1978 fertiggestellt, die erste Stufe des Einkaufskomplexes bis [[1979]] (Erweiterung [[1989]]), die Geschäftsbauten folgten sukzessive bis in die neueste Zeit.  
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;Siehe auch:[http://www.muenchen.info/ba/16/adressen/a_schul.htm Schulen im Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach]
;Siehe auch:[http://www.muenchen.info/ba/16/adressen/a_schul.htm Schulen im Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach]


===Bibliotheken===
Die [[Stadtbibliothek Neuperlach]] befindet sich in der [[Charles-de-Gaulle-Straße]]
===Kirchen===
===Kirchen===
Die fünf ''römisch-katholischen'' Pfarreien Neuperlachs sind Auspfarrungen der Mutter- und Dekanatspfarrei [http://www.pfarrei-perlach.de St. Michael Perlach] und gehören zur [[Erzbistum München und Freising|Erzdiözese München-Freising]] ([http://www.erzbistum-muenchen.de Link]):
Die fünf ''römisch-katholischen'' Pfarreien Neuperlachs sind Auspfarrungen der Mutter- und Dekanatspfarrei [http://www.pfarrei-perlach.de St. Michael Perlach] und gehören zur [[Erzbistum München und Freising|Erzdiözese München-Freising]] ([http://www.erzbistum-muenchen.de Link]):
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==Personen==
==Personen==
Spätestens das Komikerduo Erkan und Stefan (alias Erkan Maria Moosleitner aus München-Hasenbergl und Stefan Lust aus Neuperlach) hat das Viertel deutschlandweit bekannt gemacht.<br>
* Spätestens das Komikerduo Erkan und Stefan (alias Erkan Maria Moosleitner aus München-Hasenbergl und Stefan Lust aus Neuperlach) hat das Viertel deutschlandweit bekannt gemacht.
Die Schlagersängerin [[Gracia Baur]] wurde hier geboren, sowie der zweimalige Echo-Preisträger und Grammy-nominierte Latin-Pop-Sänger [[Lou Bega]].<br>
* Die Schlagersängerin [[Gracia Baur]] wurde hier geboren, sowie der zweimalige Echo-Preisträger und Grammy-nominierte Latin-Pop-Sänger [[Lou Bega]].
[[Erich Kästner]] ist 1974 in Neuperlach gestorben.
* [[Erich Kästner]] ist 1974 in Neuperlach gestorben.
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* Der als „Rabauke Mehmet“ bekannt gewordene Serienstraftäter Muhlis Arı (*1984) lebte bis zu seiner Ausweisung 1998 in Neuperlach.
 
 
 
Den Verbrecher ohne Artikel erstmal auskommentiert. Finde ihn in der Reihung fehlplatziert.
 
 
Vielleicht ändert der sich ja noch und muß nicht so verewigt werden.
 
 
 
wer mehr wissen wll: Fall Mehmet bei Wikipedia
 
 
 
 
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==Literatur==
==Literatur==
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