21.126
Bearbeitungen
Blass (Diskussion | Beiträge) |
Blass (Diskussion | Beiträge) KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
='''[[Albert Einstein]]''', 1879 — 1955= | |||
(geb. am 14. März 1879 in Ulm, Württemberg, gest. am 18. April 1955 in Princeton, New Jersey, Vereinigte Staaten) war <big>Physiker. Seine Forschungen zur Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie dem Wesen der Gravitation veränderten maßgeblich das physikalische Weltbild - grundlegende Theorien. Er lebte längere Zeit in München. Er gilt als einer der bedeutendsten Physiker der Menschheit. Einsteins Hauptwerk heißt Relativitätstheorie.</big> | |||
Er wurde wegen seiner angeblichen „Rasse“ als Jude von den Nazis aus Europa vertriebenen. Der junge Wissenschaftler publizierte 1916 die "allgemeine Relativitätstheorie". Ihm wurde für seine Erklärung des photoelektrischen Effekts, 1905 publiziert, [[1921]] der [[Nobelpreis]] für Physik verliehen. | |||
==Münchner Zeit== | ==Münchner Zeit== | ||
Seine Familie zog kurz nach seiner Geburt 1880 nach [[München]]. Ab [[1888]] besuchte er das [[Luitpold-Gymnasium]], das heute den Namen [[Albert-Einstein-Gymnasium]] trägt. Er galt nicht als hochbegabt, manche Lehrer warfen ihm vor, dass seine Respektlosigkeit auf die Mitschüler abfärbe. Auf Vermittlung des von ihm überzeugten Rektors und Physikers Heinrich Weber besuchte er ab 1896 die Kantonsschule Aarau und bestand dort die Schweizer Maturaprüfung. In seinem Zeugnis stand fünf Mal die bestmögliche Note, in der Schweiz war das die Ziffer Sechs (gegenläufige Notenskala). | Seine Familie zog kurz nach seiner Geburt 1880 nach [[München]]. Ab [[1888]] besuchte er das [[Luitpold-Gymnasium]], das heute den Namen [[Albert-Einstein-Gymnasium]] trägt. Er galt überhaupt nicht als hochbegabt, manche Lehrer warfen ihm vor, dass seine Respektlosigkeit auf die Mitschüler abfärbe. Auf Vermittlung des von ihm überzeugten Rektors und Physikers [[Heinrich Weber]] besuchte er ab 1896 die Kantonsschule Aarau und bestand dort die Schweizer Maturaprüfung. In seinem Zeugnis stand fünf Mal die bestmögliche Note, in der Schweiz war das die Ziffer Sechs (dort galt eine gegenläufige Notenskala). | ||
==Karriere als Wissenschaftler== | ==Karriere als Wissenschaftler== | ||
1909 wurde Einstein zum Dozenten für theoretische Physik an der Universität Zürich berufen. Im April 1911 wurde er als ordentlicher Professor der theoretischen Physik an die damals deutschsprachige Prager Universität berufen. 1922 reiste er er erstmals in die USA. | [[1909]] wurde Einstein zum Dozenten für theoretische Physik an der Universität Zürich berufen. Im April 1911 wurde er als ordentlicher Professor der theoretischen Physik an die damals deutschsprachige Prager Universität berufen. 1922 reiste er er erstmals in die USA. | ||
[[1927]] wurde er auf Vorschlag von [[Arnold Sommerfeld]] zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen [[Akademie der Wissenschaften]] ernannt. Im Dezember 1932 reiste er erneut in die Vereinigten Staaten, kehrte aber wegen Hitlers Machtübernahme im Januar [[1933]] nicht mehr zurück. Er brach von dort aus sämtliche Kontakte nach Deutschland ab. Der Preußischen Akademie der Wissenschaften teilte er am 28. März 1933 schriftlich mit Bedauern sein Ausscheiden mit und würdigte die Anregungen und menschlichen Beziehungen dort. Damit kam er noch knapp einem Ausschluss zuvor, der sich nach der Veröffentlichung einer nicht für die Presse bestimmten pazifistischen Erklärung abzeichnete. Dort waren mit [[Heinrich Mann]] und [[Käthe Kollwitz]] bereits zwei Unterzeichner des gegen die Machtübernahme der Nationalsozialisten gerichteten ''Dringenden Appells'' zum Verlassen der Akademie gezwungen worden. Am 20. März 1933 hatte man Einsteins Haus in Caputh durchsucht, im April auch seine Stadtwohnung in der Berliner Haberlandstraße 5. Am 4. April stellte Einstein einen Antrag auf Entlassung aus dem preußischen Staatsverbund (Ausbürgerung). Dieser wurde jedoch abgelehnt, um ihm stattdessen die Staatsangehörigkeit per Strafausbürgerung, die am 24. März [[1934]] vollzogen wurde, abzuerkennen. | [[1927]] wurde er auf Vorschlag von [[Arnold Sommerfeld]] zum korrespondierenden Mitglied der Bayerischen [[Akademie der Wissenschaften]] ernannt. Im Dezember 1932 reiste er erneut in die Vereinigten Staaten, kehrte aber wegen Hitlers Machtübernahme im Januar [[1933]] nicht mehr zurück. Er brach von dort aus sämtliche Kontakte nach Deutschland ab. Der Preußischen Akademie der Wissenschaften teilte er am 28. März 1933 schriftlich mit Bedauern sein Ausscheiden mit und würdigte die Anregungen und menschlichen Beziehungen dort. Damit kam er noch knapp einem Ausschluss zuvor, der sich nach der Veröffentlichung einer nicht für die Presse bestimmten pazifistischen Erklärung abzeichnete. Dort waren mit [[Heinrich Mann]] und [[Käthe Kollwitz]] bereits zwei Unterzeichner des gegen die Machtübernahme der Nationalsozialisten gerichteten ''Dringenden Appells'' zum Verlassen der Akademie gezwungen worden. Am 20. März 1933 hatte man Einsteins Haus in Caputh durchsucht, im April auch seine Stadtwohnung in der Berliner Haberlandstraße 5. Am 4. April stellte Einstein einen Antrag auf Entlassung aus dem preußischen Staatsverbund (Ausbürgerung). Dieser wurde jedoch abgelehnt, um ihm stattdessen die Staatsangehörigkeit per Strafausbürgerung, die am 24. März [[1934]] vollzogen wurde, abzuerkennen. | ||
Bearbeitungen